Schau bei dir nach.

»Schau bei dir nach.«

… dieser Satz meiner Mutter ist der wichtigste Satz meines Lebens.

Schau bei dir nach, ob das wirklich du bist oder ob es ein Programm ist, das du von deinen Eltern übernommen hast.

Schau bei dir nach, was gerade wirklich existiert und wodurch diese Wirklichkeit bei dir erscheint?

Ist es ein Gedanke? Ein Gefühl? Ein Urteil oder eine Bewertung?

Schau bei dir nach, wodurch die Welt außerhalb von dir so erscheint, wie sie dir erscheint.

»Schau bei dir nach.« ist Erleuchtung.

Vergiss Erleuchtung, wie sie in deinem Kopf existiert und lebe sie, wie sie in deinem Leben möglich ist, indem du bei dir nachschaust.

Die Suche nach Erleuchtung ist noch immer die Suche danach, besonders zu sein.

Erleuchtung ist das Gegenteil davon. Je erleuchteter du bist, desto unbedeutender fühlst du dich. Du wirst banal – normaler als normal. Du bist selbstverständlich. Nicht gut, nicht schlecht, sondern einfach so wie du bist. Du bist einfach.

Erleuchtung ist kein Zustand, der bleibt, sondern ein Weg, den du gehst. Es ist der Weg deiner Öffnung, wenn du bei dir nachschaust.

Als Kind hast du dich unter Schmerzen verschlossen. Als Erwachsener ist deine Öffnung deshalb ebenfalls mit Schmerzen verbunden.

Auf dem Weg deiner Öffnung ist es oft der scheinbar einfachere Weg, dich umzudrehen und zu gehen. Der bereicherndere ist es, zu bleiben … bei dir selbst … und dir dann genau anzuschauen, wie das alles in dir funktioniert.

In der Programmierung, im Urteil wirft das Ergebnis dieser Innenschau oft kein gutes Licht auf dich.

Tatsächlich wirft es das erste Mal überhaupt Licht auf dich.

So beginnst du zu leuchten.

Von innen.

Für dich.

Inspiriert? Teile deine Inspiration mit der Welt …

3 Kommentare, sei der nächste!

  1. Nein, du wirst nicht banal. Das, was du sehen wirst, ist das Schönste und Zarteste überhaupt. Und das Kraftvollste und Stärkste, denn es hat jeden Zerstörungsversuch und alle Traumata heil überstanden, obwohl es das nicht trifft, weil es so tief versteckt war, dass es fast nicht zu finden war. Und zuerst kommt es als hauchzartes Gefühl, dass du noch nie gefühl hast und einem anderen Menschen entgegenbringst. Dieser Mensch fällt quasi in dein Herz und du weißt noch nicht, dass dieses Gefühl eigentlich dir selbst gilt und erst ist es nur schön. Doch dann räumt es deine Mauern ab, du weißt nicht, wie dir geschieht, so unfassbare Schmerzen, die du einschließen musstest, brechen sich Bahn. Du versinkst in einem Meer von Schmerz und zum ersten Mal in deinem Leben ergibst du dich, du hast keine Kraft mehr und willst nichts mehr Wollen, nichts mehr Sollen, nichts mehr Scheinen und schreist und hasst und du fällst und fällst und fällst und du tust nichts dagegen und du hörst, wie es in dir bricht und kannst nicht aufhören zu weinen, es schüttelt dich so dermaßen und du lässt es einfach zu, weil du nicht mehr kannst. Und dann ist auf einmal Ruhe, du merkst es kaum, weil du so erschöpft bist, doch die Ruhe wird immer lauter und auf einmal spürst du dich und du siehst dich und du siehst, wie wunderschön du bist und dieses zarte Gefühl gehört zu dir, denn es ist so zart, wie du selbst. Und dann weinst du um dich, dass du dich so verstecken musstest, um überhaupt existieren zu können und du willst nie mehr fort von dir.

    1. Was tun wenn man dachte diesen Punkt schon einmal erreicht zu haben. Gefühlt zu haben …aber nun fühlt es sich so an als hätte ich mich wieder verloren. War ich nicht gut genug. Gibt es noch schlimmeren Schmerz den ich spüren muss. Der noch in mir verborgen ist. Ich habe Angst daran zu zerbrechen. Und trotzdem aufgeben will ich nicht.

  2. was w i r k lich in UNS passiert, wirkt. wirken ist ähnlich wie wringen, beides sind Druck-, Scher-, Dreh-Prozesse, die mitunter schmerzen, …aber nach wringen, sieht alles wieder frisch + voll aus. so ist’s auch mit dem wirklichen in uns, das, wenn es als in-uns (als Teilchen des all-eins ?) erkannt wird, hinaus sprudelnd andere inspiriert.
    diese ramponierungs-Prozesse sind scheinbar genau das, was wir brauchen, damit wir in voller kraft wirken (können). leider sind wir (meistens) so programmiert, das schmerz vermieden werden soll, deshalb checken wir (oft) nicht, wie wirksam er jedoch sein kann, denn nur wer den schmerz kennt, kann ängste (schatten) ablösen, und sein inneres licht voll leben.
    D A N K E für dein bodenständiges statement zu Erleuchtung <3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.