Die Fähigkeit zur Manifestation macht sie überflüssig.

Mein Weg zur pursten Form der Manifestation, die nicht auf meinem Willen basiert, sind die folgenden fünf wesentlichen Erkenntnisse:

1. Der Wunsch, manifestieren zu können, kann nur aus einem gefühlten Mangel entstehen.

Wenn du keinen Mangel fühlst, hast du auch keinen Wunsch nach einem besseren Gefühl.

Ohne gefühlten Mangel bist du wunschlos glücklich:

Du bist so glücklich, dass du keine Wünsche hast und du bist auch ohne Wünsche glücklich.

Wünsche sind nicht nur nicht notwendig, sondern vollkommen überflüssig, wenn du keinen Mangel fühlst.

Es ist ganz normal, dich hier im Mangel zu fühlen. Wenn es so ist, dass wir aus der Einheit in die Dualität inkarnieren, dann muss sich die Dualität als Mangel anfühlen.

2. Der Wunsch, manifestieren zu können, ist bereits das Hindernis für deine Fähigkeit zur Manifestation.

Jede Manifestationsanleitung beinhaltet, dass du dich bereits so fühlen sollst, wie du dich am Ziel fühlen willst.

Da der Wunsch nach Manifestation aus einem gefühlten Mangel kommt, ist der Grund für deinen Wunsch bereits das Hindernis:

Du fühlst dich nicht vollständig oder sogar negativ und willst das ändern.

Dabei hast du aber keine guten Gefühle wie am Ziel, sondern Gefühle wie am Anfang. Du willst das negative Gefühl loswerden und bist im Widerstand zu dem, wie es jetzt ist, statt jetzt Fülle zu fühlen.

3. Du willst nur einen Teil des Gesetzes der Anziehung und damit von Manifestation leben.

Du denkst beim Gesetz der Anziehung immer nur in eine Richtung und dabei ist dir nicht bewusst, dass es auch das Gesetz der Abstoßung gibt.

Dieses Gesetz willst du aber nicht leben, weil du es immer noch allen recht machen willst.

Würdest du das Gesetz der Abstoßung leben, würdest du merken, dass du den Schiss deines Lebens hast, wenn du Absagen verteilst.

4. Du willst Veränderung ohne die dazugehörige Veränderung.

Der vierte Punkt ist eine Kombination aus den ersten drei Punkten:

Aufgrund des gefühlten Mangels wünschst du dir dringend Veränderung, doch du traust dich nicht auch der vollkommen natürlichen Abstoßung zu folgen, um weitere unangenehme Gefühle zu vermeiden.

Du willst die notwendige Veränderung ohne das Alte loszulassen. Gefühlte Veränderung ist oft schmerzhaft und deshalb willst du sie vermeiden. Du willst nur die von dir als positiv eingestufte Veränderung, ohne zu wissen, ob sie wirklich so gut für dich ist und ohne die tatsächliche Veränderung.

Du willst Veränderung ohne gefühlte Veränderung.

5. Die Fähigkeit zur Manifestation macht sie überflüssig.

Es wird dir in allen Manifestationsanleitungen gesagt, dass du dich fühlen solltest, als wäre dein Wunsch schon eingetreten, als wärst du bereits am Ziel.

Ist dir klar, dass diese Fähigkeit Manifestation vollkommen überflüssig macht?

Du willst immer nur das Gefühl. Das positive Gefühl ist dein tatsächliches Ziel. Wenn du also das Gefühl bereits fühlen kannst, bevor du das manifestierte Ziel erreicht hast, brauchst du die Manifestation nicht mehr.

Das Paradox ist: Die Fähigkeit zur Manifestation macht Manifestation überflüssig, denn es ist in dir bereits jetzt so, wie du es dir für die Zukunft wünschst.

Deshalb ist Manifestation so viel einfacher als sie gelehrt wird und es gibt sogar eine aktive und eine passive Abkürzung zur Manifestation.

Die passive Variante:
1. Erkenne, was jetzt hier ist.
2. Komme in Frieden damit.

Die aktive Variante:
1. Folge deiner Freude. (Gesetz der Anziehung)
2. Wende dich ab, wenn dir etwas nicht gefällt. (Gesetz der Abstoßung)

Du folgst einfach — genau wie ein Magnet — deiner Anziehung und Abstoßung.

Bei einem Magneten ist es genauso neutral wie bei dir:

Die Abstoßung ist keine Ablehnung des Menschen, es ist nur der falsche Pol am falschen Ort zur falschen Zeit. Es ist kein Problem. Es passt einfach nicht. Es stößt sich ab. Mehr ist da nicht. Es gibt da kein Drama, kein unsoziales Sein und kein Urteil.

Umgekehrt ist es auch bei Anziehung nichts Besonderes. Es ist natürlich. Du fühlst dich angezogen, du kommst näher.

Das ist die purste Form der Manifestation und selbstverständlich kannst du beide Varianten miteinander kombinieren.

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5 Kommentare, sei der nächste!

  1. Lieber Stefan,

    es haut mich immer wieder aus den Latschen, wenn ich lese was du schreibst, weil es einfach so wahnsinnig zutrifft und einfach klingt und jedem einleuchten müsste. Danke, danke, danke

    1. Wow!
      Mit Deinen Worten rund um das Thema Manifestation/Zielsetzung klärst Du so viel in mir, was da als Frage(n) und Unklarheiten schon drei Jahre in mir rumgeisterte.
      Selbst bei Soham habe ich es nicht so klar „verstanden“.
      Ich hatte beim Universum um Klärung gebeten und schwups – da ist sie, ganz unerwartet und frei Haus.😊 Ich danke Dir so sehr!🙏

  2. Hallo,

    Habe mir gestern einiges von dir angehört.

    Einfach genial, genial einfach.

    Über einiges musste ich schmunzeln, z.B. als du sagtest, du rufst Kritiker auf den Plan 😂.

    Das kenn ich nur zu gut.

    Und durch deine Beiträge habe ich festgestellt, ich bin schon wieder vom Weg abgekommen.

    Also hab ich mich wieder auf den Weg gemacht, den Weg zu mir.

    Dankeschön 🌺

    Angelika

  3. Deine Worte sind so treffend. Wir lassen Veränderung nur dann zu wenn sie uns angenehme Gefühle beschert. Wenn es sich unangenehm anfühlen könnte gehen wir in den Verstand. Ich bin ein Meister des Grübeln, habe soviel Angst vor meiner eigenen Courage. Durch mein Grübeln geht mir soviel positive Lebensenergie verloren.

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