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    23.2.2020AQ 821
    »Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.«
    0:006:50
    Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser. Das klingt erstmal einfach nur wie die Umkehrung des bekannten Spruchs »Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.«, aber tatsächlich enthält dieses Zitat eine komplette Anleitung in deine Freiheit, denn »Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.«, ist unsere Programmierung. So sind wir erzogen, in Angst und Schrecken. Und wir denken, wir müssen, weil es sich in uns nicht gut anfühlt, außerhalb von uns die Dinge und die Menschen kontrollieren. Wenn du stattdessen vertraust, beziehungsweise wenn du vertraust, obwohl du tatsächlich nicht vertrauen kannst, gehst du ein immenses Risiko ein. Dieses Risiko ist nicht nur sehr realistisch und sehr hoch, sondern es fordert dich auch extrem heraus. Also all diese Worte in der Spiritualität, die so schön klingen und so sanft und so weich und so liebevoll wie Vertrauen und Hingabe, sind keine einfachen Handlungen oder keine einfachen Entwicklungen in dir, sondern die Entwicklung hin zu Vertrauen ist hochdramatisch und mit einem enormen Risiko verbunden, das die meisten Menschen in der Regel nicht eingehen wollen. Für die meisten Menschen bleibt Vertrauen deshalb eine Kopfsache. Und das muss auch so sein, weil sie Vertrauen mit dem Kopf üben. Einfach deshalb, weil sie nicht bereit sind, ein Risiko einzugehen. Wenn du vertraust, ohne dass es einen Grund zu vertrauen gibt — ich muss es noch besser sagen —, es ist eigentlich in dem Moment gar kein Vertrauen, also du kannst wirklich nicht vertrauen, weil du hast es nie geübt, du weißt gar nicht, wie das gehen soll und du hast Angst und aufgrund von Angst und Befürchtungen, weil du nicht vertrauen kannst, willst du bestimmte Dinge nicht tun, willst du bestimmte Dinge nicht ihrem eigenen Lauf überlassen, sondern du willst sie kontrollieren. Du willst Dinge und Menschen kontrollieren. Was du also als erstes brauchst, ist nicht Vertrauen, sondern was du als erstes brauchst, ist die Bereitschaft, ein immenses Risiko einzugehen. Ein Risiko, das du nicht im Griff hast, das du nicht kontrollieren kannst. Das will dir aber keiner erzählen, weil nur so wenige Menschen sich dazu in der Lage fühlen und weil man deshalb denkt, dann ist das nicht erfolgreich und tatsächlich ist es die einzige Möglichkeit, in die Freiheit zu kommen. Wenn du kein Risiko eingehen willst, wirst du niemals frei sein. So einfach ist das. Es ist hart, das sich einzugestehen oder das zu erkennen, aber es ist so. Diesen sanften Flow-Weg, den dir alle verkaufen wollen, den gibt es nicht und den sind die, die dir diesen Weg verkaufen wollen, auch nicht gegangen, außer sie sind nicht frei. Wenn du das aber machst und wenn du bereit bist, nicht nur ein Risiko einzugehen, sondern hunderte Risiken, wenn du bereit bist, gegen deine Programmierung zu gehen, wenn du bereit bist, deine Gefühle und deine Programme und alle deine Automatismen herauszufordern, geschieht Transformation im Schmerz, im Feuer deines Schmerzes. Nicht mit rosa Plüsch-Wolken, sondern im Feuer deines Schmerzes, auf den du wiederholt keine Lust haben wirst, dort kann Transformation auch überhaupt nur stattfinden. Deshalb ist das heutige Zitat nicht einfach nur die Umkehrung des bekannten Zitats, sondern es ist ein Wegweiser in deine Freiheit. Wenn du dieses Zitat verstehst und umsetzt, brauchst du nie wieder irgendetwas anderes lesen, verstehen und umsetzen.