Faschismus und Antifaschismus sind in aller Munde. Doch niemand von ihnen weiß, was es bedeutet. Es bedeutet all das nicht, was sie behaupten, dass es bedeutet. Faschismus ist etwas vollkommen anderes. Faschismus bedeutet, dass der Staat mit den Unternehmen zusammenarbeitet, um die Gesetze durchzusetzen. Das hat keiner von den Antifaschisten auf dem Schirm und größtenteils würden sie dem sogar zustimmen.
Diejenigen, die als Faschisten bezeichnet werden, sind demnach keine und die tatsächlichen Faschisten sitzen in Regierungen und Unternehmen. Den meisten ist das selbstverständlich nicht bewusst und sie sind überzeugt davon, dass sie etwas Gutes bewirken. Ein Faschist im Geiste bist du also dann, wenn du dir wünschst, dass Staat und Unternehmen eng zusammenarbeiten, um staatliche Gesetze durchzusetzen. Ich kenne niemanden, der einen derartigen Wunsch hat und sich deshalb als Faschist bezeichnet. Und diejenigen, die die anderen als Faschisten bezeichnen, haben diese Definition ganz sicher auch nicht auf dem Schirm.
Die Kategorisierungen und Schuldzuweisungen bauen also auf vollkommen falschen Definitionen auf. Dadurch stellt sich natürlich aber auch die Frage, ob es überhaupt so viele Faschisten gibt. Die Antwort ist leider "Ja" und sie wissen gar nichts davon. Es sind nämlich alle, die Erwartungen und Ansprüche an andere haben. Denn genau so funktioniert der Staat. Er nimmt es den einen weg und gibt es den anderen. Dieser Vorgang wird als "sozial" beschrieben. Tatsächlich ist es antisozial und faschistisch.
Wenn es dein Interesse ist, dass anderen etwas weggenommen wird, damit es dir gegeben werden kann und wenn du erwartest, dass dir dabei der Staat und Unternehmen helfen, dann bist du ein Faschist. Du willst, dass anderen etwas weggenommen wird. Notfalls mit dem Druck und der Gewalt von Staaten und Unternehmen. Das ist alles andere als sozial. Das ist gewalttätig. Das bedeutet auch, dass alles, was als "sozial" beschrieben wird, tatsächlich meistens das Gegenteil davon und auch faschistisch ist.
Man nennt das "die satanische Umkehr". Moralisch Fragwürdiges und Verwerfliches wird als die höchste Moral angepriesen. Dabei ist es auch noch so, dass du selbst gar nichts machen musst, es genügt, wenn du eine feste Meinung dazu hast. Und so stabilisierst du ein unmoralisches System. Du bist überzeugt davon, dass man den armen Menschen helfen muss. Notfalls, indem man den anderen gewaltsam etwas wegnimmt. Und da sich 99 Prozent der Menschen darauf geeinigt haben, dass diese Haltung moralisch höchstwertig ist, können sie sich die entscheidenden Fragen nicht mehr stellen:
Warum will ich, dass andere für mich sorgen? Warum erwarte ich, dass andere für andere sorgen? Und dann die entscheidende Frage: Warum sorge ich nicht für andere, wenn ich will, dass für andere gesorgt ist? Warum will ich meinen moralischen Anspruch an andere delegieren?