Manche behaupten auch, die Menschen werden mit den falschen Themen abgelenkt. Das würde bedeuten, dass sie die Themen nicht selbst wählen würden. Niemand kann dich ablenken, wenn du für dich richtig wählst. Und wie du für dich richtig wählst, jenseits deines bockigen Egos, das sagt: "Ich weiß schon, welche Themen ich wähle!", das verrate ich dir in diesem Audioquickie.
Dazu muss ich erst einmal festhalten, was die falschen Themen sind. Auch Themen, bei denen du denkst, dass andere sich selbst verändern müssen, sind die falschen Themen. Oder besser gesagt: Du kannst diese Themen richtig und falsch nutzen. Und die meisten Menschen nutzen diese Themen falsch. Sie nutzen diese Themen sowohl bei politischen als auch bei spirituellen Diskussionen vollkommen falsch.
Die richtigen Themen sind diejenigen Themen, bei denen du etwas verändern kannst. Du kannst dich zum Beispiel dein Leben lang über zu hohe Steuern aufregen. Dann glaubst du, dass die Politiker etwas verändern müssten. Und bei einigen Politikern bist du sogar der Meinung, dass sich die Politiker selbst ändern müssten. Zumindest aber gehören einige von ihnen vor Gericht oder ins Gefängnis. Diese Aufregung hat für dich überhaupt keinen Wert. Sie verändert über Jahre und Jahrzehnte rein gar nichts in deinem eigenen Leben. Dadurch bleiben sowohl die Themen erhalten als auch deine Aufregung darüber. Würdest du dagegen etwas unternehmen, um nicht mehr so viele Steuern zu zahlen, müsstest du dich in kürzester Zeit nicht mehr so sehr aufregen. Und wenn die Aufregung wegfällt, wird unglaublich viel Energie für praktische Lösungen frei. Wenn die Menschen nur zwanzig Prozent ihrer Aufregung in praktische Lösungen investieren würden, würden sie sich und damit das System dramatisch verändern. Und genau darauf darfst du nicht warten. Du selbst musst mit dieser Veränderung beginnen, indem du dich nicht mehr mit den falschen Themen beschäftigst.
In diesem Bereich unterscheiden sich die klassischen Medien überhaupt nicht von den alternativen Medien. Sie treiben nur andere Säue durchs Dorf. Das Prinzip ist immer das Gleiche: Sie beschäftigen uns mit Themen, an denen wir nichts verändern können. Der einzige Bereich, in dem das nicht so ist, ist der von uns verurteilte Bereich der Werbung. Sie wirbt mit Themen, bei denen wir tatsächlich etwas verändern können. Der passive Teil der Medien mit ihren Themen, an denen wir nichts verändern können, existiert also nur für den aktiven Bereich der Werbung, in dem es gewünscht ist, dass wir etwas verändern. Es liegt also nur an uns, ob wir in dem Bereich, in dem wir bisher nichts verändert haben, etwas verändern.