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    9.7.2026AQ 3149
    »Geringe Mittel zwingen dich, Prioritäten zu setzen.«
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    Die meisten Menschen neigen dazu, sich über geringe Mittel oder geringe Möglichkeiten zu beschweren. Das ist verständlich, wenn man davon ausgeht, dass geringe Mittel oder geringe Möglichkeiten einschränkend wirken. So wurde es uns schließlich auch beigebracht. Tatsächlich wirken sie befreiend. Denn sie zwingen uns, Prioritäten zu setzen und ermöglichen uns dadurch, neue Fähigkeiten zu lernen. Die Idee, dass unbegrenzte Mittel zu unbegrenzten Möglichkeiten führen oder umgekehrt, dass unbegrenzte Möglichkeiten zu unbegrenzten Mitteln führen, ist irrsinnig. Sie hat nichts mit der Realität zu tun. Ganz im Gegenteil.

    Wenn man sich anschaut, wer die meisten Mittel zur Verfügung hat, für die er noch nicht einmal etwas leisten musste, dann sieht man sehr schnell, dass diejenigen, die das betrifft, mit diesen Mitteln gar nicht umgehen können. Ein sehr schlimmes, aber auch sehr gutes Beispiel ist der Staat. Beamte, die nichts leisten müssen, neigen dazu, Gelder auszugeben, als ginge es um nichts. Und das stimmt ja auch. Für sie geht es um nichts. Sie können deshalb auch nicht mit Geld umgehen. Das sieht bei den meisten Beamten im Privaten sehr wahrscheinlich schon wieder anders aus. Dort haben sie keine unbegrenzten Mittel und können deshalb auch nicht so viel verschwenden. Da werden viele privat sehr wahrscheinlich sehr schwäbisch.

    Unbegrenzte Mittel führen nicht dazu, dass du lernst, mit ihnen umzugehen. Und nur weil du viel Geld hast, bedeutet das noch lange nicht, dass du dir alles kaufen kannst. Denn in vielen Bereichen kennst du dich so schlecht aus, dass jeder Kauf ein Fehlkauf ist. Ohne umfangreiche Fähigkeiten bringen dir die größten Geldtöpfe rein gar nichts. Wenn deine Mittel begrenzt sind, wirst du gezwungen, dir neue Fähigkeiten anzueignen. Du lernst zu wirtschaften und du lernst, sinnvoll zu investieren. Wenn du es nicht lernst, wirst du immer mehr dazu gezwungen.

    Viele finden das schlimm und schreien deshalb nach dem Sozial- und Wohlfahrtsstaat, der sich doch bitte um sie kümmern möge. Sie können gar nicht verstehen, dass das schlecht für sie ist. Das Verhalten, das sie begrüßen würden vom Staat, ist für sie selbst nachteilig. Da wir aber kurzfristige Bequemlichkeit vorziehen, wünschen wir uns lieber jemanden, der sich um uns kümmert und für uns angelt, statt uns das Fischen beizubringen.

    Es hat für dich keinen Wert, wenn du jemanden dazu bringst, alles für dich zu machen. Dadurch verlernst du auch noch die geringsten Fähigkeiten, die dir geblieben sind. Es hat aber immensen Wert, jemanden zu finden, der dir zeigt, wie es geht. Doch genau dazu sind die meisten Menschen nicht bereit. Da sie sich nicht vorstellen können, dass es einen Weg gibt, wollen sie sich auch keinen zeigen lassen. Und jeden Weg, der ihnen gezeigt wird, reden sie schlecht.

    Geringe Mittel sind der größte Segen. Sie sorgen dafür, dass du lernbereit wirst. Ein größeres Geschenk gibt es gar nicht. Deshalb sind geringe Mittel unbezahlbar.

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    Möglichkeiten
    Geld
    Fähigkeiten