Das heutige Zitat kannst du wunderbar rein theoretisch mit den Menschen diskutieren und sie werden dir alle zustimmen. Sie werden es für eine wunderbare Erkenntnis halten. Doch in der Praxis werden sie damit überhaupt nichts anfangen können. Sie werden aufgrund dieses Zitates nichts verändern, weil sie lieber philosophieren, statt Spiritualität zu leben. Du kannst etwas ändern und ich erkläre dir auch, wie.
Nicht nur Geld hat keinen Wert, alles hat keinen Wert. Nichts hat einen Wert aus sich selbst heraus. Wert wird durch dich gegeben. Du gibst allem seinen Wert. So weit würden mir die meisten zustimmen. Oder sie hatten diese Erkenntnisse sogar selbst schon. Doch bei den meisten bleibt all das rein theoretisch. Entweder wissen sie nicht, wie man das in der Praxis umsetzen kann. Oder sie wollen es nicht. In der Praxis umsetzen kannst du es nur, wenn du Folgendes verstehst: Das Geld selbst hat keinen Wert, aber du gibst ihm einen Wert. Und diesen Wert gibst du ihm nicht durch Gedanken. Und genau an diesem Punkt biegen die meisten vollkommen falsch ab.
Sie glauben, der Wert sei ein Glaubenssatz, etwas Ausgedachtes. Dabei ist Wert ein Gefühl. Und es ist nicht nur ein Gefühl, es sind hunderte. Und diese Gefühle kommen auch nicht von anderen. Sie kommen von dir. Du löst Gefühle in Bezug auf den Wert von Dingen aus. Dadurch bekommen sie einen Wert. Du löst auch Gefühle in Bezug auf Geld in dir aus. Dadurch bekommt Geld seinen Wert. Besser gesagt, dadurch bekommt Geld deinen Wert.
Das folgende Beispiel kennt fast jeder, doch in der Praxis kann es niemand umsetzen: Welchen Wert hat ein Glas Wasser? Jetzt gerade, wo du vielleicht sogar in der Nähe eines Wasserhahns bist oder neben einer Wasserflasche sitzt, hat es jetzt gerade keinen großen Wert für dich. Du würdest mir sehr wahrscheinlich keine zehn Euro für ein Glas Wasser geben. Wärst du dagegen jetzt gerade in der Wüste und würdest verdursten, könnte es sein, dass du bereit wärst, mir all dein Geld für ein einziges Glas Wasser zu geben.
Das Dumme an solchen Beispielen ist, dass sie rein hypothetisch sind. Und es stellt sich die Frage, wie du diese Erkenntnis in deine tägliche Praxis integrieren kannst. Dazu musst du deine Gefühle in Bezug auf Geld deprogrammieren. Das geht nicht durch Denken. Das geht nur, indem du eine Erfahrung machst. Eine Erfahrung machst du immer dann, wenn du etwas fühlst. Die meisten versuchen an diesem Punkt, deine Gefühle zum Geld positiv aufzuladen. Du bekommst dann Sätze wie "Ich bin es mir wert" und die sollst du den ganzen Tag vor dich hin sagen. Doch die meisten können diese Sätze nicht glauben. Und zwar nicht deshalb, weil sie es sich nicht wert sind, sondern weil ein viel tiefer liegendes Gefühl diesem Gedanken widerspricht. Wenn das nicht der Fall ist, funktioniert Manifestation ganz einfach. Ansonsten nicht.
Deshalb musst du als Erstes bereit sein, deine Gefühle in Bezug auf Geld herauszufordern. Das erreichst du nicht dadurch, dass du alles so weitermachst wie bisher, sondern das erreichst du dadurch, dass du etwas anders machst. Anders, als du denkst oder anders, als es dir gesagt wurde. Du musst deine Gefühle in Bezug auf Geld provozieren. Kein einziges davon ist die Wahrheit, weil Dinge keinen objektiven Wert haben. Nichts hat einen objektiven Wert. Jeder Wert ist subjektiv. Das Subjekt bist du und du hast Gefühle. Wenn du bereit bist, alle Gefühle in Bezug auf Geld beziehungsweise den Wert von Dingen zu fühlen, besteht das erste Mal in deinem Leben die Möglichkeit, dass sich etwas verändert. Die Veränderung außerhalb von dir darfst du aber nicht zur Voraussetzung machen.
Worauf du es ankommen lassen musst und was dir Freude bereiten muss, sind die Experimente, die Provokation deiner Gefühle. Das musst du wirklich wollen und in dem musst du bereits die Bereicherung fühlen. Das ist die tatsächliche Fülle: Deine Fähigkeit zu fühlen und deine Fähigkeit, deine Gefühle herauszufordern. Ohne diese beiden Fähigkeiten ist dein Leben leer und bedeutungslos, weil du die Fülle und die Bedeutung durch deine Gefühle gibst. Und diese Gefühle wurden rein zufällig vergeben. Zufällig in dem Sinn, dass du sie aus deinem Umfeld übernommen hast. Wären andere Menschen in deinem Umfeld gewesen, die andere Gefühle in Bezug auf Wert und Geld hatten, hättest du andere Gefühle übernommen und dementsprechend hätte Geld einen vollkommen anderen Wert für dich.
Es hat also absolut keinen Wert, wenn du das heutige Zitat auswendig lernst. Du musst bereit und in der Lage sein, deine Gefühle in Bezug auf Geld und Wert herauszufordern. Das machst du, indem du paradox intervenierst. Sprich, in Situationen, in denen dir vollkommen klar ist, was zu tun ist und wie viel du zum Beispiel auszugeben hast, so viel oder so wenig ausgibst, dass es dich selbst irritiert. Außerdem kannst du Dinge tun, für die Geld nicht gedacht ist. Lass deiner Fantasie dabei freien Lauf und fühl alle deine Gefühle.