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    22.5.2026AQ 3101
    »Wenn du dir selbst geholfen hast, verschwindet dein Drang, anderen zu helfen.«
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    Wenn du dir selbst geholfen hast, dann hast du dich selbst aufgeklärt. Und zwar durch eine eigene echte Erfahrung. Damit verschwindet nicht nur dein Drang, anderen zu helfen, sondern auch dein Drang, andere aufzuklären. Dabei kann deine Selbsthilfe sogar die Hilfe anderer beinhalten, denn auch für die Hilfe anderer musst du bereit sein, eine Erfahrung zu machen.

    Menschen wollen anderen Menschen nur dann helfen und sie aufklären, wenn sie sich selbst nicht zu helfen wissen und sich selbst nicht aufgeklärt haben. Sobald du es für dich geklärt hast, fällt dein gesamter Druck der Aufklärung vollkommen weg. Du kannst dann auch sehen, wie diese Erde gedacht ist. Sie ist Hilfe zur Selbsthilfe. Und damit du das erkennst, gibt es sogenannte Probleme. Die sind oft nicht angenehm, aber wenn sie angenehm wären, gäbe es ja kein Problem und dann könntest du auch nichts erkennen.

    Erkennen kannst du immer nur dann etwas, wenn du als Erstes leidest und dann erkennst, dass das Leiden überflüssig war. Und damit war es natürlich nicht überflüssig. Was für ein schönes Paradox! Um dir selbst helfen zu können, brauchst du eine Herausforderung, um einen gewissen inneren Antrieb zu entwickeln. Wenn du nicht wenigstens ein bisschen leidest, entwickelst du überhaupt keinen Antrieb. Unser Drang, anderen zu helfen, ist sowieso irre, weil er eine Übersprungshandlung ist, damit wir uns selbst nicht helfen müssen. Wir können dann bei und vor anderen schlau tun, während wir für unser eigenes Leben keine Lösungen finden. Wir wären gern für andere da, können aber noch nicht einmal für uns selbst da sein. Und weil wir es uns selbst nicht erklären können, erklären wir es den anderen.

    Der Verstand wird das nie verstehen und er wird immer dagegen protestieren, denn dadurch ist seine Existenzgrundlage gefährdet oder zumindest stark eingeschränkt. Er kann dich nicht mehr von dir ablenken. Und vor allem kann er dich nicht mehr mit der Hilfe anderer von dir ablenken. Und da wird er wuschig bis aggressiv. Und mit dieser Aggressivität versucht er nur, zu seinem Status quo zurückzukehren. Er versucht sein "sich um andere kümmern" zu rechtfertigen und damit so schnell wie möglich wieder für sich zurückzugewinnen.

    Nur daher rührt sein Drang. Und nur deshalb kann er echte Freiheit niemals akzeptieren und kennenlernen. Er findet vorher immer noch irgendeinen Grund, warum das nicht geht. Und die einzige Frage ist: Glaubst du ihm? Und falls du ihm glaubst, lautet die einzige Frage: Reagierst du auf ihn?

    Helfen
    Drang