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    2.5.2026AQ 3081
    »Meine Zitate sind nur der Anfang.«
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    Einige halten meine Zitate für banal. Andere denken, ich will immer nur provozieren. Dabei sind meine Zitate immer nur der Anfang. Sie sind der Beginn deines morgendlichen Satsangs. Solange du dringend auf das Zitat reagieren willst, kannst du dir sicher sein, dass du es nicht komplett erfasst hast. Ich sehe das auf Facebook oder Instagram, wenn mir Menschen widersprechen wollen oder wenn sie sagen wollen, dass das Zitat nichts Besonderes ist. Die Tiefe kommt oft erst im Text hinterher. Doch dafür hat kaum jemand Zeit, Geduld oder Geld. Außerdem glauben viele, sie wissen schon alles. Und es wurde ja auch schon alles gesagt. Trotzdem müssen sie noch einmal kommentieren. Und diejenigen, die es still und heimlich für sich genießen, die kommentieren nicht. Die sind beschäftigt damit, das Zitat und den Text wirken zu lassen.

    Dadurch finden nur wenige heraus, wie hilfreich diese Zitate sein können. Sie sind für Menschen, die es wirklich wissen wollen. Für Menschen, die wirklich bereit sind. Und Menschen, die wirklich bereit sind, hängen ihre Bereitschaft selten an die große Glocke. Bereit bist du in dir. Bereitschaft musst du eben niemandem erklären. Du musst sie auch nicht verteidigen. Spirituelle Bereitschaft ist eine innere Feier. Sie ist ein inneres Erblühen. Das kann dir niemand geben und das kann dir niemand nehmen. 

    Meine Zitate sind aber nicht nur deshalb der Anfang, weil anschließend noch ein längerer Text kommt. Meine Zitate können auch der Beginn deiner Schülerschaft sein und sie sind der Beginn für meine Retreats. Die Retreats führen die Zitate und die Texte in deine tägliche Praxis. Nicht als isolierte Übung oder als abgehobenes spirituelles Verhalten, sondern als echte spirituelle Übung, die zu deinem Leben wird. Solange du auswendig weißt, wer ein ähnliches Zitat oder einen ähnlichen Text geschrieben hat, bist du nicht spirituell. Du bist noch im Verstand und der Kopf vergleicht.

    Solange der Kopf vergleicht, kannst du es nicht wirken lassen. Nur wenn es wirkt, ist es spirituell. Wenn es nicht wirkt, hat dein Verstand einen Riegel vorgeschoben. Er möchte den Fehler finden in dem, was gesagt wird. Er möchte herausfinden, warum das nicht stimmt oder warum das andere besser gesagt haben. Und er möchte vor allem auch etwas zu diesem Thema sagen. Er findet seine eigene Meinung unfassbar wichtig. Und deshalb beginnen Menschen in ihrem Kopf zu streiten mit dem, was gesagt wird. Und sie glauben wirklich, das sei dann spirituell.

    Solange du deinem Lehrer widersprechen musst, ist es nicht dein Lehrer. Solange du glaubst, es besser zu wissen, hast du noch nicht losgelassen. Alle reden vom Loslassen, doch kaum jemand praktiziert es. Oder besser gesagt, sie praktizieren Loslassen so, wie es sich der Verstand vorstellt. Loslassen ist Hingabe an das, was ist. Das ist gleichzeitig die höchste Form der Spiritualität. Keine Vergangenheit, keine Zukunft, nur dieser Moment. Unabhängig davon, wie dieser Moment aussieht.

    So etwas gefällt einer spirituellen Szene, die sich auf einem Selbstoptimierungsstrip befindet, natürlich überhaupt nicht. Und auch vom "im Moment leben" gibt es viele künstliche Versionen. Ob es echt ist, kannst nur du herausfinden. Und dafür sind meine Zitate der Anfang.