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    18.4.2026AQ 3067
    »Das größtmögliche Gift: Hoffnung auf Kollektivismus.«
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    Im Zustand der Hoffnung zu leben ist schon beschissen genug. Denn Hoffnung bezieht sich immer auf die Zukunft. Und das bedeutet gleichzeitig, dass du nicht hier sein willst. Es gibt Menschen, die bezeichnen sich als hoffnungslos, sie sind es aber nicht wirklich. Insgeheim hoffen sie immer noch. Wenn du wirklich hoffnungslos bist, kannst du dich das erste Mal in deinem Leben auf diesen Moment, so wie er tatsächlich ist, beziehen. Du musst dann nicht mehr voller Hoffnung in die Zukunft schweifen und kannst stattdessen hoffnungslos hier sein.

    Hier und jetzt hoffnungslos zu sein bedeutet natürlich, dass du die Gefühle fühlst, die mit Hoffnungslosigkeit verbunden sind. Und diese Gefühle nennt man gar nicht Hoffnungslosigkeit. Sie heißen viel eher Wut, Trauer, Angst. Es sind all die unangenehmen Körperempfindungen, die wir nicht wahrnehmen wollen. Dementsprechend ist Hoffnung auch kein Gefühl, sondern ein Verdrängungsmechanismus. Der alleine ist schon beschissen, aber in Kombination mit der Hoffnung auf Kollektivismus wird es noch beschissener. Denn jetzt hoffst du nicht nur auf die Zukunft, sondern auch noch auf die anderen. Das bedeutet, dass du alles komplett aus deiner Hand gibst. Und das bedeutet auch, dass du immer hoffnungsloser wirst, je mehr Hoffnung du hast.

    Die Hoffnung auf die Zukunft ist schon eine Unmöglichkeit, denn die Zukunft tritt nie ein. Du erreichst sie niemals, weil sie immer in der Zukunft liegt. Und dann machst du diese Zukunft auch noch von den anderen abhängig. Das ist purer Wahnsinn, denn du lebst nicht auf der kollektiven Ebene. Du kannst die anderen nicht verändern. Du kannst es natürlich versuchen und vielleicht hast du das ein oder andere Erfolgserlebnis, aber du bleibst immer abhängig von den anderen. Der Wunsch, dass eine Bewegung entsteht, ist immer der Wunsch, es nicht selbst machen zu müssen. Das ist einer der dümmsten Wünsche überhaupt. Denn entweder du willst es, dann machst du es oder du willst es nicht, dann lässt du es sein. Auf andere zu hoffen bedeutet nur, deine eigene Verantwortung zu ignorieren.

    Hoffnung auf Kollektivismus ist das Schlimmste, das du dir selbst antun kannst. Entweder macht es dich unbeweglich oder falls du es bereits bist, hält es dich unbeweglich. Mit Hoffnung auf Kollektivismus in der Zukunft kannst du immer so tun, als könntest du selbst nichts tun. Und genau dafür ist diese Hoffnung da. Sie ist die Erklärung oder besser gesagt Ausrede dafür, nichts tun zu müssen. So kannst du dich dein Leben lang hinter der Hoffnung verstecken.

    Meine Empfehlung für dich ist: Sei hoffnungslos und mach es trotzdem. Dadurch wird sich mehr verändern als mit aller Hoffnung dieser Welt.

    Hoffnung
    Kollektivismus
    Verdrängungsmechanismus
    Zukunft