Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    • Audioquickies
    • Entbildung
    • Kryptogold
    • Goldesel
    • Kostenlos
    • Shop
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    Start
    AQ
    Anmelden
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    © 2026 Stefan Hiene
    ImpressumDatenschutzAGBKontaktKaffeeHilfe
    Alle Audioquickies
    12.4.2026AQ 3061
    »Selbstvertrauen beginnt mit Angst.«
    0:000:00

    Genau genommen gibt es überhaupt kein Selbstvertrauen. Es gibt die Abwesenheit davon beziehungsweise Misstrauen dir selbst gegenüber. Wenn dieses Misstrauen wegfällt, nennt man das Selbstvertrauen. Selbstvertrauen ist damit aber keine Anwesenheit, sondern eine Abwesenheit. Vertrauen in dich selbst ist nichts, was du lernen kannst, denn es war einmal dein ursprünglicher, natürlicher Zustand. Und das, was ursprünglich und natürlich vorhanden ist, nimmst du nicht als positive Eigenschaft wahr. Es ist so natürlich und damit so normal für dich, dass es dir nicht auffallen kann. Sobald es dir auffällt, ist es etwas Erlerntes und nichts Natürliches.

    Trotzdem versucht dich eine ganze Szene in dein Selbstvertrauen zurückzubringen. Oder noch schlimmer, sie wollen, dass du dein wahres Selbst findest. Und sie denken alle, es wäre das positive Gegenteil zu deinem aktuellen negativen Zustand. Der Einzige, der so denken kann, ist jemand, der in einem negativen Zustand ist oder sich in einem negativen Zustand wähnt. Dabei erkennt er nicht, dass sein negativer Zustand eine Programmierung ist. Anders gesagt, es ist etwas, das er gelernt hat. Deinen natürlichen Zustand kannst und musst du nicht lernen, sonst wäre er nicht natürlich. Alles, was du lernst, musst du dir hinzufügen. Und da liegt der große Fehler. Sie glauben alle, dass der positive Zustand das Gegenteil vom negativen Zustand ist und dieser positive Zustand sei anzustreben und den müsstest du neu lernen. Tatsächlich musst du den negativen Zustand vergessen. Du musst den negativen Zustand verlernen oder wie ich es nenne "entbilden". Du hast ihn dir eingebildet und jetzt musst du ihn dir ausbilden.

    Ich wähle diese Namen nicht zufällig, sondern immer aus eigener Erfahrung. Und das Ausmaß der Bedeutung dieser Namen können die meisten Menschen gar nicht wahrnehmen. Sie glauben, ich hätte halt ein nettes Wortspiel erfunden. Dabei geht es nie darum, dir etwas hinzuzufügen, sondern alles Überflüssige wegzulassen. Und genau dieser Schritt macht enorm viel Angst, denn du vertraust dir nicht. Ganz im Gegenteil, du misstraust dir und du vertraust allen anderen, nur nicht dir selbst. Du bist in der Tiefe überzeugt, dass es alle anderen besser wissen. Wenn du jetzt protestierst und denkst: "Nein, das glaube ich nicht!", dann ist das nur dein Widerstand und nicht echt. Es ist die Abwehr deines Ego, erkannt zu werden.

    Wie entsteht also Selbstvertrauen? Es ist einfach, aber auch hart. Du musst bereit sein, jede Angst zu fühlen. Erst dann ist es dir egal, was die anderen sagen und du kannst dem folgen, was dir entspringt. Du hast dann aber überhaupt nicht das Gefühl von Selbstvertrauen. Du hast das Gefühl vom Schiss deines Lebens. Es wird nämlich auch nicht einfacher, sondern ganz im Gegenteil, es wird deutlich schwieriger. Denn sobald du nicht mehr auf andere hörst, macht dir dein eigener Verstand Angst und es machen dir alle Verstände um dich herum Angst. Vielleicht hast du es sogar schon einmal erlebt? Plötzlich machen sich alle Sorgen um dich. Und das nur, weil du nicht mehr auf sie hörst. Tatsächlich machen sie sich natürlich überhaupt keine Sorgen um dich, sondern sie versetzen sich in deine Situation und realisieren, wie viel Angst sie hätten, wenn sie das tun würden, was du tust. Und weil sie diese Angst nicht fühlen wollen, raten sie dir dringend davon ab.

    Selbstvertrauen ist die Fähigkeit, Angst zu fühlen. Und jeder, der dich vom Negativen ins Positive führen will, arbeitet genau genommen gegen dich. Denn er hält dich davon ab, diese Angst zu fühlen. Er will, dass du dich möglichst schnell anders fühlst, besser fühlst. Und dieses bessere Gefühl hält er fälschlicherweise für dein wahres Selbst. Und diesen Fehler begeht er nur, weil er selbst seine eigenen negativen Gefühle durch positive ersetzt hat. So konnte er nie herausfinden, was tatsächlich unter den negativen Gefühlen versteckt liegt. Er hält die positive Veränderung seiner Gefühle und seines Lebens für Spiritualität. Und deshalb glaubt er auch, er hätte jetzt Selbstvertrauen.

    Tatsächlich ist Selbstvertrauen von außen betrachtet das, was nach innen selbstverständlich ist.

    Selbstvertrauen
    Angst
    Misstrauen
    Entbildung