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    3.4.2026AQ 3052
    »Es geht nur darum, zu üben, mit den schwierigen Gefühlen, die auftauchen, Frieden zu schließen. Soham«
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    Das ist ein neues Zitat und es ist das erste, was ich von Soham gehört habe. Dieser eine Satz hat mein Leben verändert und verändert es immer noch. Es war der erste spirituelle Satz, den ich nicht theoretisch verstanden, sondern praktisch umgesetzt habe. Jeder weitere spirituelle Satz danach war nur noch eine Variante davon. Denn dieser Satz war und ist die Grundlage. Ganz egal, was ich höre, ganz egal, was ich lese, ganz egal, was ich erlebe, dieser Satz weicht nicht von meiner Seite. Ich kann ihn für kurze Zeit verdrängen oder ignorieren, aber ich kann seitdem nicht mehr so tun, als hätte ich ihn nicht gehört und als würde ich ihn nicht kennen. Vor allem aber kann ich nicht so tun, als wüsste ich nicht, was zu tun ist.

    Dieser Satz kommt so harmlos daher und ist auch ganz leicht zu übersehen. Wenn du verstehst, wie er gemeint ist, ist er tatsächlich eine Naturgewalt. Er macht das, was viele andere nur behaupten, zu tun. Er führt dich zu dir selbst zurück und er verbindet dich mit deiner Seele. Nicht auf die magische und wunderschöne Art und Weise, wie es alle anderen anpreisen, sondern durch deine tatsächlich erlebte harte Realität. Da ist dann keine Licht-und-Liebe-Duselei mehr notwendig. Im Lauf der Zeit merkst du sogar selbst, dass sie vollkommen überflüssig ist. Denn derjenige, der gelernt hat, bei einem Orkan zu segeln, sehnt sich nur sehr kurz nach Flaute. Er hat die Herausforderung des echten Lebens angenommen und deshalb flüchtet er nicht mehr. Vor allem flüchtet er nicht mehr vor seinen eigenen Gefühlen.

    Denn das sind wir alle. Wir sind alle Flüchtlinge ... Gefühlsflüchtlinge. Wir versuchen, jedes unangenehme Gefühl so schnell wie möglich zu verdrängen. Oder wir suhlen uns darin und verlängern es dadurch. Wir versuchen jedenfalls immer, irgendetwas mit den Gefühlen, die Körperempfindungen sind, zu machen. Wir denken über sie nach und wir überlegen uns eine Strategie, wie wir mit ihnen umgehen sollten. Dabei gibt es eine ganz einfache Möglichkeit: Wir können üben, sie weder zu verdrängen noch zu verstärken und sie dadurch so hier sein zu lassen, wie sie sind. Dadurch schließen wir Frieden mit ihnen.

    schwierige Gefühle
    Frieden
    Gefühlsflüchtlinge