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    18.3.2026AQ 3036
    »Wenn der Schüler beim Lehrer Ego entdeckt, sollte er entweder erkennen, warum das nicht hilfreich ist oder weiterziehen.«
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    Es herrscht ein vollkommen falsches Verständnis von Schülerschaft. Und das kommt dadurch zustande, dass sich Menschen nicht hingeben können. Bei der Hingabe geht es nicht um den, an den du dich hingibst, sondern darum, dass du dich hingibst. Wer diese Erfahrung nicht machen kann oder nicht machen will, wird Schülerschaft immer falsch verstehen. Er wird sie immer aus dem Ego heraus interpretieren und deshalb davon ausgehen, der Lehrer hätte etwas von der Hingabe seiner Schüler.

    Das Ego muss das auch so interpretieren, sonst wäre es nicht das Ego. Genau solche Wahnvorstellungen hat das Ego nämlich. Es selbst denkt, es hätte etwas davon, wenn man sich ihm hingeben würde. Und deshalb beginnen viele Schüler nach einiger Zeit der Selbstreflexion, ihren Lehrer zu analysieren. Manche behaupten sogar, sie wüssten intuitiv, was beim Lehrer los ist. Dabei verstehen sie die Komplexität ihrer Verwirrung überhaupt nicht. Erstens ist es in der Spiritualität vollkommen egal, was beim anderen los ist. Spiritualität bedeutet, herauszufinden und zu beobachten, was bei einem selbst los ist.

    Doch da das anstrengend und schmerzhaft ist, beginnt der Verstand, diese Selbstbeobachtung zu beenden. Und wen könnte man besser analysieren als den Lehrer oder andere Schüler? Und wenn man sucht, dann findet man etwas und wenn man nichts findet, bildet man sich etwas ein. Und wenn man sich nichts einbildet, fehlinterpretiert man seine Gefühle, bezieht sie auf die aktuelle Situation und behauptet dadurch, man würde intuitiv fühlen, was beim anderen los ist. All das ist falsch, weil das das ist, wie man bisher gelebt hat.

    Wenn du beim Lehrer einen Fehler suchst, dann wirst du ihn finden. Du findest ihn aus zwei Gründen. Erstens, weil du auf der Fehlerebene suchst und zweitens, weil kein Mensch ohne Fehler ist. Mein Leben hat sich dramatisch verändert, als ich den ersten Menschen getroffen habe, bei dem ich keine Fehler mehr gefunden habe. Und der Grund dafür, warum ich keine Fehler mehr gefunden habe, war nicht, dass ich auf einem rosa Wölkchen saß und mein Lehrer mir Puderzucker in den Arsch geblasen hat. Der Grund dafür war ein anderer. Ich habe nicht mehr danach gesucht. Und ich habe nicht mehr danach gesucht, weil das andere, was ich von meinem Lehrer bekommen habe, so viel wesentlicher war, dass alles andere im Vergleich dazu unwesentlich wurde.

    Ich hatte viele schöne Ereignisse in meinem Leben. Aber das war das wesentlichste. Und dieses Ereignis hat mich für immer mit meinem Lehrer verbunden. Nicht auf der weltlichen Ebene, nicht auf der Fehlerebene, sondern auf Seelenebene.