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    1.3.2026AQ 3019
    »Es sind immer die Uniformierten, die Angst verbreiten und die Uninformierten, die dadurch Angst bekommen.«
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    Angst wird selten von jenen verbreitet, die sich auskennen. Sie wird aber auch nicht von denen verbreitet, die sich nicht auskennen. Sie wird immer von denen verbreitet, die auf Linie sind. Und zwar sogar unabhängig davon, ob sie selbst Angst haben oder nicht. Die Uninformierten und die Ängstlichen springen dann auf diese Angst auf. Das bedeutet nicht nur, dass sie Angst fühlen aufgrund dessen, was von den Uniformierten erzählt wird. Es bedeutet, dass sie den Informationen, die mit Hilfe von Angst verbreitet werden, glauben. Und das vollkommen unabhängig davon, ob diese Informationen der Wahrheit entsprechen oder nicht.

    Die Ängstlichen überprüfen diese Informationen nämlich nicht. Es geht ihnen auch gar nicht um die Information, es geht ihnen um ihre Angst und dass sie bestätigt wird. Die Bestätigung der eigenen Angst sorgt dafür, dass man sich mit seiner Angst ein bisschen wohler fühlt. Man richtet es sich in seiner Angst so bequem wie möglich ein. Und da man nicht weiß, dass man seine Gefühle, also auch die Angst, im Körper wahrnehmen könnte, sucht man lieber weiterhin nach der Bestätigung der Angst. Man sucht also nach Informationen, die das Angstgefühl bestätigen. Und so verbreiten wir unsere Angst.

    Auf diese Art und Weise formieren und informieren wir unsere Welt in uns und außerhalb von uns durch Glaube und Ungläubigkeit statt durch Wissen aufgrund von Erfahrung in der Praxis. Die Lösung ist weder der Angst zu folgen, noch sie zu ignorieren. Es ist Angst in dir. Das gilt es erst einmal anzuerkennen. Nicht durch Gedanken, sondern durch Wahrnehmung. Durch Wahrnehmung dessen, was tatsächlich ist. Wahrnehmung geschieht nicht durch Gedanken oder Worte. Wahrnehmung ist eine Hinwendung. Die Hinwendung deiner Aufmerksamkeit zu dem, was du wahrnimmst.

    Selbstverständlich kannst du auch Gedanken wahrnehmen, doch Denken ist nicht wahrnehmen. Wenn du zum Beispiel andere Menschen sehen willst, dann nimmst du sie wahr. Du nimmst sie so wahr, wie sie in dir sind. Du musst ihnen dazu nicht sagen: "Ich sehe dich. Ich nehme dich wahr." Du musst dazu wahrnehmen, welches Gefühl, sprich, welche Körperempfindung sie in dir auslösen. Erst wenn du das wahrnehmen kannst, nimmst du den anderen wirklich wahr. Denn dann erst merkst du, dass der andere gar nicht deine Gefühle ist und sie trotzdem eng mit ihm verknüpft sind.

    Wenn also die Uniformierten Angst verbreiten, dann verbreiten sie nicht ihre Angst. Sie verbreiten auch nicht deine Angst. Sie sprechen deine Angst in dir an und weil deine Angst angesprochen wird, springst du darauf an. Du springst nicht durch Information darauf an, sondern durch Emotion. Und weil es dich emotional beschäftigt, hältst du die Information für wahr.

    Uniform
    uninformiert
    Angst
    Bestätigung