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    19.2.2026AQ 3009
    »Gebrauchsanleitung.«
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    Ich möchte dir heute eine Gebrauchsanleitung für die Audioquickies geben. Manche Menschen tun sich sehr leicht, mich falsch zu verstehen. Das liegt meistens an Unterstellungen, wie ich sei. Sie meinen herausgefunden zu haben oder sogar genauestens zu wissen, was mich antreibt. Manche meinen zu wissen, dass ich nur provozieren will. Andere erkennen in dem, was ich sage, meine eigenen Themen. Und manche stören sich daran, dass ich kaum ein gutes Haar an der Mainstream-Spiritualität lasse.

    Dazu muss ich dir sagen, dass ich eine Gabe habe, für die ich nichts kann und die ich auch gar nicht unbedingt haben möchte. Es ist auch keine echte Gabe, es ist eher etwas, das mir geschieht. Mir werden, ob ich will oder nicht, regelmäßig die Vorgänge hinter den Kulissen gezeigt. Ganz egal, wie sehr ich mich versuche rauszuhalten, ganz egal, wie vorsichtig ich bin und manchmal sogar dann ganz besonders, wenn ich vorsichtig bin, werden mir die Vorgänge hinter den Kulissen um die Ohren geknallt. Und zwar unabhängig davon, ob mich das emotional berührt oder nicht. Ich bekomme Einblicke, die ich nie haben wollte und um die ich nie gebeten habe.

    Ich erzähle dir das Wenigste davon, denn ich möchte niemanden bloßstellen. Es geht mir nicht darum, dir zu sagen, wie blöd die anderen sind. Aber manchmal erzähle ich es dir als Möglichkeit zur Selbsterkenntnis. Und das bedeutet in diesem Zusammenhang nicht nur zu erkennen: "So bin ich auch", oder "So könnte ich auch sein", sondern zum Beispiel auch: "Wie seltsam, dass mir das nicht auffällt. Ich hätte der Show auf der Bühne geglaubt."

    Im Kern geht es mir aber immer darum, unser eigenes Schauspiel zu entlarven. Und so solltest du die Audioquickies auch für dich nutzen. Wir können uns selbst in den anderen erkennen. Wenn wir das tun, dann verurteilen wir sie nicht mehr. Das Verhalten selbst können wir trotzdem seltsam finden. Spiritualität ist kein Redeverbot und sie ist vor allem kein Erkenntnisverbot.

    In diesem Zusammenhang möchte ich dir noch etwas mitgeben, das du mit großer Wahrscheinlichkeit erkennst, wofür du dich aber auch sehr wahrscheinlich verurteilst. Es gibt irgendeine Situation in deinem Leben, die hat meistens mit anderen Menschen zu tun und du hast sofort ein erstes Gefühl. Dieses erste Gefühl ist nicht gerade sehr positiv. Man könnte auch sagen, es ist ausgesprochen oder zumindest subtil negativ. Doch weil du ein guter Mensch sein willst und weil es manchmal auch unpraktisch wäre, auf dieses Gefühl sofort zu reagieren, übergehst du es ein bisschen. Du stellst es zumindest irgendwie hintenan.

    Die Situation und die Dinge entwickeln sich und im Lauf der Zeit stellt sich immer deutlicher heraus, dass dein erstes Gefühl richtig war. Vielleicht nicht die Geschichte, die du dahinter vermutet hast, sprich die Begründung, die du dir ausgedacht hast, stimmt vielleicht nicht, aber mit deinem Gefühl lagst du goldrichtig. Und während du dich als Erstes für dieses Gefühl verurteilt hast, verurteilst du dich jetzt dafür, dass du ihm nicht gefolgt bist. Beides ist saudoof.

    Denn durch die Verurteilung wird die notwendige Erkenntnis verdrängt. Und die Erkenntnis ist genau der Prozess, den ich gerade beschrieben habe. Je mehr du den erkennst, desto mehr wird sich alles fügen. Nicht weil du etwas veränderst, sondern weil du erkennst. Erkenntnis ist der Kern von allem. Deshalb darf es in der Spiritualität keine Tabuthemen geben.

    Wenn wir verschweigen, was wir erkennen, unterdrücken wir uns selbst. Das bedeutet nicht, dass du dich auf den Marktplatz stellen musst, um es in die Welt hinaus zu rufen. Aber du kannst mit jenen darüber sprechen, die es aus eigener Erfahrung verstehen. Alle anderen sind dafür sowieso nicht zugänglich.

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