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    20.1.2026AQ 2979
    »Es wird niemals einen gemeinschaftlichen Wandel geben.«
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    Der gemeinsame gesellschaftliche Wandel, den sich die meisten Menschen wünschen, wird für immer eine Illusion bleiben. Denn Gesellschaft ist das Gegenteil von Wandel. Sie basiert auf gegenseitiger Erwartungshaltung und dadurch wird alles im bestehenden Rahmen gehalten.

    Die Idee von einem gemeinschaftlichen Wandel oder von einem gemeinschaftlichen Aufstieg kommt nur dadurch zustande, dass wir uns Unterstützung wünschen. Und Unterstützung wünschen wir uns, weil wir Angst haben. Wir haben Angst davor, alleine dazustehen. Das ist aber die Voraussetzung für Wandel. Denn wenn alle Angst haben, gibt es keinen. Dann brauchen sie alle einen Vorturner. Und diese Vorturner sind immer manipuliert oder manipulativ.

    Wir wünschen uns also Gemeinschaft, weil wir Angst haben. Und die Aufgabe dieser Vorturner ist es, uns die Angst zu nehmen. Dann ist es aber kein eigener Wandel mehr. Es ist nur noch das, was du überall beobachten kannst. Es ist angepasstes Nachgeplapper, das zudem komplett in der Theorie stattfindet, weil sie ja alle Angst haben, selbst etwas zu machen. Gesellschaft hasst Praktiker. Denn ein Praktiker hält der Gesellschaft massiv den Spiegel vor. Jedes Urteil der Gesellschaft wird durch den Praktiker zerstört.

    Wenn Menschen also nach spirituellen Gemeinschaften suchen, dann ist das erst einmal der gleiche Antrieb. Sie wollen diejenige Angst nicht fühlen, die sie fühlen würden, wenn sie alleine losgehen würden. Und sie wollen in Gemeinschaft über ihre Angst sprechen. Sie glauben wirklich, das würde etwas bringen. Es bringt auch etwas, nämlich weitere Verdrängung der Angst. Und so wird keiner wirklich fähig. Alle bleiben in ihrer angstbesetzten Unfähigkeit hängen.

    Das bedeutet nicht, dass du dir keine Hilfe nehmen darfst, aber du darfst nicht erwarten, dass derjenige, der dir hilft, dir die Angst nimmt. Und ein guter Helfer nimmt dir diese Angst auch nicht. Es ist egal, ob er sich Freund, Helfer, Coach oder Lehrer nennt. Ein guter versucht, dir nicht deine Angst zu nehmen, weil er weiß, dass deine Gefühle für dich sind. Und er weiß das aus eigener Erfahrung, weil er keine Gemeinschaft gebraucht hat, um selbst loszugehen.

    Das wirst du selbst bei den erfolgreichsten Unternehmern, Sportlern, Künstlern und so weiter finden. Sie alle berichten davon, dass sie am Anfang Angst hatten. Das ist kein Makel, das ist eine Auszeichnung und eine Bestätigung dafür, dass sie alles richtig machen. Ohne Angst und ohne Schmerz gibt es keine Entwicklung. Solange wir uns an der Gesellschaft orientieren, orientieren wir uns an der Vermeidung und Unterdrückung unserer Gefühle. Und weil das so gut funktioniert, wird es dir auch an jeder Ecke angeboten.

    Ist dir aufgefallen, wie viele spirituelle Medien und Propheten schon seit Jahren und Jahrzehnten von einem gemeinsamen Aufstieg sprechen? Jedes Jahr werden diese Prognosen wiederholt und kein einziges Mal hat er gemeinschaftlich stattgefunden. Wenn er stattfindet, ist er immer individuell.

    Die meisten Menschen haben ja Angst vor Individualität, sowohl vor ihrer eigenen als auch vor der der anderen. Deshalb verstecken sie sich im Kollektiv. Und daher kommt auch der immense Drang der meisten Menschen nach sozialer Gemeinschaft. Sie wollen alle etwas abgenommen bekommen. Sie denken, sie wollen die Veränderung, den Wandel und die eigene Arbeit daran abgenommen bekommen. Tatsächlich wollen sie die Angst nicht fühlen.

    Eine Gesellschaft, in der die Menschen bereit und in der Lage sind, ihre Angst zu fühlen, ist nicht steuerbar. Deshalb wird das nirgends gelehrt und das Märchen vom gemeinschaftlichen Wandel aufrechterhalten. So bleibt ihnen nur die Hoffnung. Für immer.

    Wandel
    Gemeinschaft
    Unterstützung
    Angst