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    17.1.2026AQ 2976
    »Deine Wirklichkeit hat mit deiner Realität nichts zu tun.«
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    Die Veränderung in der Realität bringt dir nichts, wenn sich deine Wirklichkeit nicht verändert. Diese Erklärung ist theoretisch und philosophisch, bis du sie in der Praxis erkennst. Ich erkläre dir heute erst die Theorie und schildere dir dann die Beispiele aus der Praxis.

    Erst einmal die ganz einfache Definition von Wirklichkeit und Realität. Die Realität ist das, was angeblich objektiv messbar ist. Die Wirklichkeit ist das, was du erlebst, was du fühlst. Für Kopfmenschen klingt das logisch. Jeder, der Einblick in seine eigene Wirklichkeit hat, weiß deshalb, dass es keine Realität gibt. Und das zeige ich dir Schritt für Schritt.

    Alles, was du mit der Veränderung der Realität außerhalb von dir verbindest, muss in dir stattfinden, weil du es sonst nicht erfahren kannst. Wenn du willst, dass sich deine Realität verändert, meinst du damit immer, dass sich deine Wirklichkeit verändert. Also das, was du fühlst, was du wahrnimmst. Da unsere Aufmerksamkeit gekapert wurde und wir in die Welt gezogen wurden, verbinden wir mit der Veränderung in der Welt, also mit der Veränderung der Realität, die Veränderung unserer erlebten Wirklichkeit.

    Das ist grundlegend falsch. Noch kann es sein, dass du mir nicht glaubst, aber du kannst es überprüfen. Es kann sich außerhalb von dir rein faktisch verändern und du bleibst innerlich trotzdem gleich. Damit sich dein Erleben verändert, genügt es vollkommen, wenn du dich innerlich veränderst. Mehr noch: Die Veränderung deines Erlebens ist deine innere Veränderung. Wenn du es bis hierher nicht fühlen konntest, kommen hier die praktischen Beispiele.

    Es gibt Menschen, die haben wenig Geld und fühlen sich deshalb scheinbar zur Arbeit getrieben. Wenn man sie fragt, warum sie arbeiten, dann sagen sie, weil sie das Geld brauchen. Und weil sie so fleißig sind und so viel arbeiten, bekommen sie das Geld auch. Ihre äußere Situation beginnt sich zu verändern. Sie verändert sich so sehr, bis sie so viel Geld haben, dass sie nicht mehr arbeiten müssten. Sie arbeiten aber nicht nur weiter, sie arbeiten mit dem gleichen Druck, den sie hatten, als sie wenig oder kein Geld hatten.

    Ihre äußere Realität hat sich komplett verändert, ihre innere Realität dagegen überhaupt nicht. Trotzdem hätten sie früher gedacht: "Wenn sich meine äußere Realität verändert, also wenn ich mehr Geld habe, würde ich nicht mehr so viel Druck fühlen. Und deshalb könnte ich langsamer machen." Machen sie aber nicht, denn der Druck kam nie aus der Realität, sondern aus ihrer erlebten Wirklichkeit. Er war innen und niemals außen.

    Deshalb bringt dir die Realität gar nichts und deshalb bringt dir auch die Veränderung deiner Realität nichts. Trotzdem glauben wir so sehr daran, dass uns die Veränderung unserer äußeren Realität innerlich verändern würde. Es ist das größte Missverständnis. Und dieses Missverständnis sorgt für unser gesamtes Unheil und damit natürlich auch für das Unheil in der Welt. Die Menschen, die das in der Praxis leben, sind rar gesät. Und die meisten verstehen es für die anderen und wüssten, was die anderen tun müssen, damit sich ihr Leben verändert, damit sich ihre Wirklichkeit verändert.

    Deine Wirklichkeit hat mit deiner Realität nichts zu tun. Deshalb bringt dir noch nicht einmal die Definition von Realität irgendetwas. Und deshalb gibt es auch keine Objektivität. Objektivität würde voraussetzen, dass du ein Objekt bist. Du bist aber subjektiv, ein fühlendes Wesen, das die Realität auch nur fühlend wahrnehmen kann. Ohne Gefühle keine Wahrnehmung. Das geht so weit, dass selbst Logik Gefühle auslöst.

    All das kann und will der Verstand nicht wahrhaben. Er möchte logisch darüber nachdenken, um das Problem zu lösen. Und obwohl er damit ständig scheitert und das Problem nie gelöst bekommt, lässt du ihn daran festhalten. Und auch du selbst hältst daran fest, indem du fest überzeugt davon bist, dass die Veränderung deiner Realität zu einer Veränderung deiner erlebten Wirklichkeit führen würde. Das ist nicht wahr. Es ist sogar grundlegend falsch.

    Könnten wir uns besser beobachten, würden wir feststellen, dass der Veränderung unserer Realität immer die Veränderung unserer inneren Wirklichkeit vorausgeht.