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    12.1.2026AQ 2971
    »Die Welt ist so, weil wir so sind.«
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    Die meisten Menschen gehen davon aus, die Welt sei so, wie sie ist, weil die anderen so sind. Die anderen sind schuld am Zustand der Welt. Die Welt ist aber nicht so, wie sie ist, weil die anderen so sind. Die Welt ist so, wie sie ist, weil wir so sind.

    Ich erkläre dir das heute anhand eines ungewöhnlichen Beispiels. Wozu nutzt du dein Smartphone? Die meisten haben WhatsApp oder eine andere Software, um zu kommunizieren. Also die klassische Telefonfunktion. Welche Software hast du sonst noch installiert? Vielleicht eine App von deiner Bank? Eine App, um den Weg zu finden und vielleicht auch ein paar Apps, um einkaufen zu können. Die meisten haben auch eine ganze Menge Spiele installiert. Sehr wahrscheinlich kennst du Candy Crush. Du vertreibst dir damit die Zeit. Und sonst? Nutzt du dein Smartphone auch für deine Freiheit? Hast du zum Beispiel eine App installiert, die es dir ermöglicht, mit unzensierbarem Geld zu zahlen?

    Ich meine damit nicht deine Bankapp. Ich meine auch nicht PayPal oder irgendeine Kreditkarte. Meine Frage ist: Hast du eine App installiert, die es dir ermöglicht, Monero und Bitcoin zu empfangen und zu versenden? Wenn nicht, warum nicht? Warum nutzt du dein Smartphone so, wie es für dich vorgesehen ist und nicht so, wie es für dich möglich ist?

    Das war jetzt gerade die Frage eines Verschwörungstheoretikers. Als gäbe es jemanden, der plant, wie du dein Smartphone nutzen darfst. Selbst wenn es den gibt, er kann dich nicht daran hindern, eine App zu installieren, mit der du Bitcoin und Monero empfangen und senden kannst. Du hast es entweder nicht auf dem Schirm, du hast nicht daran gedacht, du hältst es nicht für notwendig, du findest es doof, du willst dich nicht damit beschäftigen. Das ist vollkommen in Ordnung. Doch erkenne dann auch, dass es so ist, weil du es so willst. Du kannst kein unzensierbares Geld empfangen und du kannst kein unzensierbares Geld senden. Deshalb ist die Welt für dich genau so!

    Falls du dich mit Bitcoin nicht auskennst, könnte es jetzt vielleicht unverständlich werden. Ich möchte dieses Beispiel aber weiterführen, weil es so viel über uns aussagt. Bitcoin ist richtig verwendet unzensierbares Geld. Niemand kann es stoppen, nicht einmal die Geheimdienste. Jeder, der etwas anderes behauptet, befindet sich im La La Land. Denn kein Einziger, der die Technologie studiert hat, die Bitcoin ausmacht, konnte irgendeine Möglichkeit finden, wie es auf technische Weise kontrolliert oder gesteuert werden kann.

    Aber es kann anders gesteuert werden und es wird anders gesteuert. Und diese Steuerung findet auf zwei verschiedene Arten statt. Die erste ist, dir zu sagen, dass du dich nicht damit beschäftigen sollst. Und da das nicht funktioniert, wenn man es offensichtlich macht, macht man es indirekt, indem man dir Angst macht. Oder man macht es schlecht. Man sagt dir zum Beispiel, dass es eine Blase ist. Oder man sagt dir, dass Bitcoin viel zu viel Energie verbraucht. Die sogenannte Künstliche Intelligenz braucht übrigens auch sehr viel Energie. Darüber spricht kaum jemand. Bei Bitcoin hast du es schon oft gehört.

    Wenn du durch den ersten Schritt nicht davon abzuhalten bist und Bitcoin kaufst und verwendest, versucht man die Verwendung einzuschränken beziehungsweise in ganz bestimmte Kanäle zu leiten. Was derzeit zum Beispiel forciert wird, ist die Verwendung von Bitcoin als digitales Gold. Wenn du weißt, dass es Papiergold gibt, also Gold, das nur auf dem Papier und nicht in echt existiert, kannst du dir deinen eigenen Reim darauf machen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass mittlerweile auch Papier-Bitcoin entstehen. Das sind also keine echten Bitcoin, sondern Fantasie-Bitcoin.

    Als digitales Gold stört Bitcoin das existierende Finanzsystem kaum bis gar nicht. Bitcoin würde das existierende Finanzsystem nur wirklich stören, wenn du es wie Geld verwenden würdest. Davon kann dich niemand abhalten. Zumindest rein technisch nicht. Aber du wirst trotzdem davon abgehalten, entweder aufgrund der sogenannten öffentlichen Meinung oder weil du dich nicht damit beschäftigst. Die meisten Menschen, die eine starke Meinung zu Bitcoin haben, haben keine Ahnung von Bitcoin. Ich habe ein bisschen Ahnung von Bitcoin. Und deshalb habe ich keine starke Meinung. Ich weiß nämlich, dass ich noch viel zu viel nicht weiß. Und ich beschäftige mich schon acht Jahre mit Bitcoin. In den letzten Monaten wieder intensiver.

    Ich habe einen Bitcoin-Coach gebucht, der mir persönlich alles erklärt. Das ist manchmal ganz schön viel und ich bin regelmäßig überfordert. Ich brauche deshalb viele Wiederholungen und es dauert relativ lang, bis ich es verstehe. Aber wenn ich es verstehe, erlebe ich Momente, die es wert sind. Wenn ich verinnerliche, was Bitcoin ist, wie es funktioniert und wie ich es in der Praxis anwenden kann, dann kann mir niemand mehr etwas Falsches erzählen und es kann mir niemand mehr Angst machen. Außerdem kann auch niemand bestimmen, wie ich Bitcoin verwende. Das geht nur, solange ich keine Ahnung habe.

    Wenn ich keine Ahnung habe, ist die Welt so, wie ich bin. Und wenn ich ein bisschen Ahnung habe, auch.

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