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    30.12.2025AQ 2958
    »Die öffentliche Meinung wird von jenen kontrolliert, die Angst vor Verlust haben.«
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    Menschen, die Angst haben, etwas zu verlieren, orientieren sich bei ihrer Meinung nicht an den ihnen innewohnenden moralischen oder ethischen Werten, sondern an dem, was sozial akzeptiert ist. Bei der Angst vor Verlust geht es immer um die Angst vor Statusverlust. Und dieser Statusverlust kann ideell oder materiell sein.

    Du kannst also entweder Angst davor haben, Geld, dein Haus, dein Auto oder andere materielle Werte zu verlieren oder du fürchtest um dein Ansehen. Jede psychologische Operation, jede Gedankenkontrolle kann nur mit Hilfe von Menschen erreicht werden, die Angst haben, etwas zu verlieren. Deshalb wird uns auch immer wieder gezeigt, dass es etwas zu verlieren gibt und was es zu verlieren gibt.

    Was die materielle Verlustangst betrifft, gibt es zwei Gruppen, die weniger Angst haben als der Rest. Die eine Gruppe sind die Mittellosen und die andere Gruppe sind die Reichen. Die einen haben nichts mehr zu verlieren und die anderen haben so viel, dass sie vor dem Verlust keine Angst mehr haben.

    Beides trifft auf die jeweiligen Menschen aber nur dann zu, wenn sie ihre Situation dazu genutzt haben, um ihre Programmierung zu transformieren. Und wenn du Angst hast, etwas zu verlieren, dann orientierst du dich nicht an deiner Moral, sondern lediglich an dem, was sozial akzeptiert ist. Dabei genügt es, dass du es als sozial akzeptiert wahrnimmst. Ob es tatsächlich so ist, weißt du vielleicht gar nicht.

    Wenn sich die Wahrnehmung des sozial Akzeptierten verändert, verändert sich auch die öffentliche Meinung. Um die öffentliche Meinung also zu verändern, müssen nur genügend Andeutungen und Androhungen gemacht werden, was sozial akzeptiert ist und was nicht. Die Angst der Menschen, gesellschaftlich irrelevant zu werden, regelt alles Weitere. Und das, obwohl gesellschaftliche Relevanz überhaupt nicht existiert, weil du in der Masse der gleichgeschalteten Meinungen untergehst.

    Die Menschen schwimmen einfach mit dem gefühlten Strom und das nur, um nichts zu verlieren. Dabei werden zwei wichtige Umstände vollkommen ignoriert. Der erste Umstand betrifft die Wahrscheinlichkeit des Verlusts. Die ist nämlich meist sehr viel geringer als angenommen. Der zweite Umstand betrifft das Ergebnis des Verlusts. Wir interpretieren Verlust programmiert als negativ. Dabei kann dich der Verlust deines gesellschaftlichen Status auch befreien. Es kann der Beginn eines vollkommen neuen Lebens sein.

    Jede gesellschaftliche Veränderung wird mit Hilfe derjenigen Menschen erreicht, die die meiste Angst haben. Denn die verteidigen das, was gesellschaftlich akzeptiert erscheint, am vehementesten. So funktioniert es auch mit denen, die in den Krieg ziehen. Es sind jene, die vor dem Verlust ihres Status mehr Angst haben als vor dem Verlust ihres Lebens.