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    7.12.2025AQ 2935
    »Dein wichtigster Schritt in die Freiheit: die Rolle des Außenseiters annehmen.«
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    Einige denken jetzt: "Ich bin doch gar kein Außenseiter." Und die anderen denken: "Das habe ich längst getan!" Und beide liegen falsch.

    Jeder ist ein Außenseiter. Nur weil du dich angepasst hast, bedeutet das nicht, dass du keiner bist. Und diejenigen, die ihre Rolle als Außenseiter angenommen haben, haben sie im Widerstand oder in Resignation angenommen. Beides ist keine Annahme. Wirklich angenommen hast du deine Rolle als Außenseiter erst, wenn du in Harmonie damit bist. Das ist etwas vollkommen anderes, als zu sagen: "Ja, genau, ich bin der Außenseiter."

    Aber zuerst zu der Erkenntnis, dass jeder ein Außenseiter ist. Keiner von uns hat anfangs reingepasst. Jeder wurde passend gemacht und jeder musste sich bis zu einem gewissen Grad anpassen, um dazuzugehören und mitmachen zu können. Wie gleichgeschaltet unsere Gesellschaft ist, konntest du in den vergangenen Jahren sehr gut beobachten und gerade jetzt kannst du es noch besser beobachten.

    Die Menschen reden vom Krieg, als wäre es das Normalste der Welt. Außenseiter würden das niemals tun. Das geht nur, wenn man sich an den Wahnsinn der Gesellschaft anpasst. Die Gesellschaft ist also im Kern eine psychologische Operation. Ohne psychologische Kriegsführung gibt es keine gleichgeschaltete Gesellschaft. Wir kommen nämlich nicht gleichgeschaltet hierher.

    Erst wenn du das erkennen kannst, bist du auch in der Lage, genau nachzuschauen, ob du deine Rolle als Außenseiter tatsächlich angenommen hast. Solange du deine Rolle als Außenseiter in Resignation oder im Widerstand lebst, hast du sie nicht angenommen. Wirklich angenommen hast du sie erst, wenn du harmonisch mit dieser Rolle als Außenseiter lebst. Und das ist ein Weg, keine Entscheidung.

    Und niemand verspricht dir, dass es deshalb leichter wird. Vor allem ich nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass erst einmal das Gegenteil der Fall ist. Es wird schwieriger. Es gibt nur einen kleinen Hoffnungsschimmer und der hat damit zu tun, dass eine gleichgeschaltete Gesellschaft krank ist. Und eine kranke Gesellschaft braucht ein ausgleichendes Element. Und dieses ausgleichende Element sind immer die Außenseiter.

    Es sind diejenigen, die die Grenzen testen. Es sind die Verrückten, die Künstler, all jene, die der Gesellschaft den Spiegel vorhalten. Deshalb gibt es für die Außenseiter auch immer einen Platz, sogar innerhalb der Gesellschaft. Eine kranke Gesellschaft leistet sich sozusagen ihre Hofnarren. Und sie leistet sich diese Hofnarren, weil sie sonst an ihrem eigenen Schmerz zerbricht. Und der Schmerz kommt bei jedem Einzelnen daher, dass er sich nicht erlaubt, ein Außenseiter zu sein. Deshalb müssen andere diese Rolle für ihn übernehmen.

    Jeder, der seine Rolle als Außenseiter lebt, ist damit Vorbild, Inspiration und Heilung. Viel wichtiger aber als die Funktion für die anderen ist die Annahme der Rolle des Außenseiters für deine eigene Heilung. Wenn du in Harmonie mit dir zu dir selbst stehen kannst, verändert das alles. Das bedeutet auch, dass dich niemand mehr angreifen kann. Besser gesagt, es kann dich jeder angreifen, aber es berührt dich nicht mehr.

    Alle können mit dem Finger auf dich zeigen und sagen: "Da ist er, der Außenseiter! Der, der alles anders macht als wir. Der, der alles falsch macht." Und du kannst ehrlich und vollen Herzens antworten: "Ja, genau. Der bin ich."