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    2.12.2025AQ 2930
    »Wenn du Menschen ihr Problem nimmst, wird ihr Emotionalkörper alles unternehmen, um zum ursprünglichen Zustand zurückzukehren.«
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    Das heutige Zitat ist für Menschen mit Helfersyndrom nicht geeignet. Ebenso ist es ungeeignet für Menschen, die der Meinung sind, irgendjemand sei für das Allgemeinwohl zuständig. Es gibt nämlich kein Allgemeinwohl. Es gibt nur individuelles Wohl und das ist je nach Individuum extrem verschieden. Vor allem aber kann man für das Wohl von anderen nichts tun.

    Scheinbar und temporär natürlich schon. Doch nach einer gewissen Zeit holt sich das Ego die alten Umstände zurück. Wenn nicht die äußeren, dann zumindest die inneren. Die äußeren Umstände können sich verändert haben und trotzdem werden die ursprünglichen inneren Zustände wiederhergestellt. Wenn die Grenzen des Leids erweitert werden, dehnt sich das Ego bis an diese Grenzen aus.

    Niemand hört das gerne, weil wir alle auf Geschichten von Veränderung stehen. Wir fänden es so schön, wenn wir anderen helfen könnten und wenn uns geholfen würde. Wir fänden es so schön, wenn äußere Umstände unser Inneres definieren würden. Doch das tun sie nicht. Ganz egal, wie sehr wir es uns wünschen. Es ist sogar unabhängig davon, wie gut wir manifestieren können. Unsere alten inneren Zustände kommen dann einfach in einem neuen äußeren Gewand daher. Die Gründe für unseren Zustand haben sich geändert, aber nicht unser Zustand.

    Ein Held ist nicht der, der seinen inneren Zustand durch künstliches Getue ins Positive verändert. Ein Held ist der, der diesen Moment so erleben kann, wie er wirklich ist. Auch dann, wenn dieser Moment dunkel oder depressiv ist.

    Der Großteil der Mainstream-Spiritualität ist damit beschäftigt, dich aus diesem Zustand herauszuholen. Und sie bilden sich wirklich ein, sie könnten das. Und für ein paar Stunden oder Tage funktioniert es sogar. Das hat auch einen ganz einfachen Grund. Sie können nicht mit dir sein, wenn du nicht so bist, wie es für sie angenehm ist. Du würdest sie nämlich in das hineinziehen, wo sie nicht hinein wollen. Deshalb flüchten sie. Und damit es nicht so aussieht, als würden sie flüchten, wollen sie dir zeigen, wie du von dort wegkommst.

    Tatsächlich haben sie Angst vor ihrer eigenen Dunkelheit und Depression. Sie sind nicht die Figuren, die du auf der Bühne siehst. Sie sind Flüchtende. Es sind Menschen, die sich ihr eigenes Problem scheinbar genommen haben und deren Emotionalkörper alles tut, um in den ursprünglichen Zustand zurückzukehren. Damit das nicht passiert, inszenieren sie sich. Sie inszenieren sich als glücklich, heilig und selbstbewusst ... und zuversichtlich.

    Falls du dich fragst, woher ich das weiß: Ich habe acht Jahre damit experimentiert. Erst acht Jahre mit mir und dann acht Jahre mit anderen. Dabei wurde nichts so deutlich wie das. Sobald ich aufgehört habe, die Emotionen zu stützen, ist alles wie ein Kartenhaus in sich selbst zusammengefallen und ihr Emotionalkörper ist zum ursprünglichen Zustand zurückgekehrt.