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    23.11.2025AQ 2921
    »Es geht nicht darum, ob die Verschwörungstheorien wahr sind, sondern ob du die Gefühle wahrnehmen kannst, die sie auslösen.«
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    Für Medienberichte gilt das Gleiche. Entscheidender als der Wahrheitsgehalt der Medienberichte oder Verschwörungstheorien ist das, was sie in dir erzeugen. Und während viele Menschen so tun, als wäre das klar oder als könnten sie das, ist kaum jemand in der Lage dazu. Unsere automatisierten Reaktionen zur Unterdrückung unserer Gefühle sind so schnell, dass wir es gar nicht wahrnehmen können. Und die wenigen, die es wahrnehmen können, nehmen es dann trotzdem nicht wahr, weil sie ganz schnell Licht und Liebe darüber schütten wollen.

    Die Herausforderung, das wahrzunehmen, was tatsächlich ist, ist für die Mehrheit der Menschen zu groß. Denn das, was ist, erzeugt keine Geschichte und damit keine Ablenkung. Ablenkung ist aber genau das, wonach wir uns sehnen. Wir wollen abgelenkt werden und wenn uns andere nicht ablenken, dann machen wir das selbst.

    Wenn du beginnst, die Gefühle, die die Medienberichte und Verschwörungstheorien in dir auslösen, im Körper wahrzunehmen, verlieren sie im Lauf der Zeit ganz automatisch ihre Macht. Das bedeutet nicht, dass du dich nie wieder damit beschäftigen darfst. Ganz im Gegenteil. Wenn die Geschichte die Macht über dich verliert, kannst du dich sogar noch intensiver mit ihr beschäftigen. Gerade in der Spiritualität versteht das kaum jemand. Die meisten wollen am liebsten nicht mehr darüber sprechen.

    Unberührt oder zumindest nicht mehr so sehr aufgewühlt von der Geschichte, kannst du viel entspannter darüber sprechen. Doch dazu müsstest du üben, in jeder Sekunde in deinem Körper zu sein oder in deinen Körper zurückzukommen. Sobald es dir auffällt, dass du nicht mehr fühlst und stattdessen denkst oder handelst, kommst du zurück, indem du dich fragst: "Wo im Körper fühle ich das?" Dazu brauchst du kein Meditationskissen und auch keine andere Auszeit vom Leben. Das geht jederzeit und vollkommen unabhängig von den Umständen.

    Deshalb ist das gelebte Spiritualität. Keine künstliche Spiritualität und auch kein Wunschdenken. Es ist auch keine moderne Spiritualität und damit kein Lifestyle. Denn das bekommt außer dir niemand mit. Entgegen der Bestrebungen des Ego ist Spiritualität auch überhaupt nicht dafür da, dass irgendjemand davon erfährt. Niemand muss wissen, dass du spirituell bist. Noch nicht einmal dein Partner. Ich muss mich korrigieren: gerade nicht dein Partner und auch nicht deine Familie, nicht deine Verwandten und nicht deine Freunde. Diese pseudospirituellen Diskussionen kannst du dir alle ersparen. Sie bringen dich nicht weiter.

    Gelebte Spiritualität findet nur und ausschließlich in dir statt. Niemand muss sie erkennen und niemand muss sie bestätigen. Es ist deine private Angelegenheit. Sie ist so intim wie sonst nichts anderes in deinem Leben. Deshalb kannst du entgegen der landläufigen Meinungen der meisten Spirituellen auch problemlos weiterhin fernsehen. Genauso problemlos kannst du dich weiterhin mit Verschwörungstheorien beschäftigen.

    Der entscheidende Unterschied ist nicht, was du tust. Es ist entscheidend, ob du es für dich nutzt. Und du nutzt alles nur dann für dich, wenn du das wahrnimmst, was es in dir auslöst. Alles andere ist Verschwendung.

    Verschwörungstheorie
    Gefühle
    Medien
    gelebte Spiritualität