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    10.11.2025AQ 2908
    »Es geht nie ums Geld. Es geht immer darum, das zu tun, was du willst.«
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    Das klingt vielleicht einfach und logisch, ist es aber nicht. Denn du weißt gar nicht, was du willst. Das denkst du nur. Du denkst, du wüsstest, was du willst. Doch dieses Wollen kommt aus deiner Programmierung. Deshalb geht es nicht darum, zu tun, was du willst, sondern darum, herauszufinden, was du willst. Und das geht nur, indem du etwas tust, statt darüber nachzudenken.

    Die meisten Menschen denken nur darüber nach, dass sie etwas tun möchten. Sie überlegen, was das sein könnte und sie planen. Sie planen nicht nur, was sie tun, sie planen auch, wann sie es tun. Und bei ihren Planungen kommen sie ganz oft zu dem Schluss, dass es finanziell nicht möglich ist.

    Das ist immer ein Trick des Verstandes, der nicht will, dass du etwas tust. Denn sobald du etwas tust, kannst du nicht mehr darüber nachdenken, ob du es tun solltest und wann du es tun wirst. Denn du tust es ja bereits. Tun macht den Denker überflüssig und das hat er gar nicht gern. Das bedeutet, er kann sich nur dann wichtig machen, wenn du nichts tust. Vor allem dann, wenn du nichts Neues tust.

    Wenn du etwas tust, das bereits Routine für dich ist, kann er sich noch leichter wichtig machen, weil du dann parallel auch denken kannst, weil bei Routinetätigkeiten die Tätigkeit in den Hintergrund treten kann. Dadurch hast du wieder Kapazitäten frei, deine Aufmerksamkeit auf das Denken zu richten.

    Jetzt verstehst du auch, warum es Advaita gibt. Advaita ist die Kunst, nicht zu denken. Es geht also gar nicht darum, etwas zu tun. Es geht darum, dass dich das Tun vom Denken abhält. Wenn du etwas Neues machst, dann ist deine Aufmerksamkeit gebunden und diese gebundene Aufmerksamkeit hält dich davon ab, dich mit deinem problematischen Denken zu beschäftigen.

    Das problematische Denken ist das programmierte Denken. Das ist dasjenige Denken, das auf deinen ungeliebten Gefühlen basiert — vollkommen unabhängig davon, ob der Gedanke zum Gefühl oder das Gefühl zum Gedanken führt. Das Ergebnis ist immer das gleiche: Du fühlst dich in deiner Programmierung gefangen. Deshalb darf es auch nicht ums Geld gehen. Denn Geld ist ebenfalls eine Programmierung.

    Außerhalb deines Denkens ist weniger oder sogar gar keine Programmierung. Zu wissen, was du willst, würde deshalb auch nicht helfen. Es würde nur helfen, wenn du dann auch tust, was du willst und wenn dich dieses Tun so sehr einnimmt, dass du nicht mehr dazu kommst, deinen Fokus auf dein Denken zu richten, oder wenn dein Denken so auf die Tätigkeit fokussiert ist, du so sehr im Lösungsmodus bist, dass dein programmiertes Denken nicht übernehmen kann.

    Das ist das Geheimnis des Tuns.