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    20.10.2025AQ 2887
    »Wenn Menschen Angst haben sollen, weil es fünf vor zwölf ist, dann darf es niemals zwölf werden.«
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    Der Trick für die Ermöglichung von Kontrolle ist die Aufrechterhaltung von Angst. Angst entsteht nicht in dem Moment, in dem etwas passiert, sondern vorher. Wir haben Angst, weil etwas Schlechtes oder Schlimmes passieren könnte. Und um diese Möglichkeit aufrecht zu halten, muss es immer fünf vor zwölf sein. Wenn es zwölf ist, passiert es bereits und dann hast du keine Angst mehr. Zumindest keine Angst, mit der man dich kontrollieren kann. Es darf also niemals zwölf sein. Es darf niemals so weit kommen, dass die Angst überflüssig wird, weil es passiert ist.

    Du kannst dir alle Angstszenarien der Regierungen und der Medien in den letzten Jahrzehnten anschauen. Und du wirst ausnahmslos feststellen, dass es für dich niemals zwölf Uhr wurde. Das liegt nicht an einer ausgeklügelten Planung. Es gibt keine bewusste Strategie dahinter. Das ist so, weil unser Verstand so funktioniert. Deshalb macht er unter dem Eindruck neuer Informationen auch einfach so weiter wie bisher. Er hat dann plötzlich Angst vor neuen Gefahren. Der Inhalt, also die Gefahr ändert sich, nicht aber das Ergebnis. Du hast Angst vor etwas in der Zukunft, was aber schon bald geschehen könnte. Und wenn wir jetzt nicht alle gemeinsam handeln, dann ist es zu spät.

    So treibt er dich seit 20, 30, 40, 50, 60 Jahren vor sich her. Mit dieser Angst haben dich nicht andere im Griff, sondern dein Verstand dich. Das erkennen besonders jene nicht, die zu neuen Informationen erwacht sind. Sie sind der Überzeugung, sie haben jetzt die richtigen Informationen, die wirklich gefährlichen Informationen, also die Informationen, die uns wirklich retten könnten.  Alternativ stecken sie auch den Kopf in den Sand und sagen, dass sowieso nichts mehr zu retten sei. Sie merken währenddessen nicht, dass es gar nichts zu retten gibt, weil sie ziemlich gut leben und das Einzige, das sie runterzieht, ihr eigener Verstand ist.

    Und der Verstand bekommt Folgendes nicht auf die Reihe: Ja, es gibt die Inhalte, die ihn füttern. Und ja, diese Inhalte können auch wahr sein. Seine eigene Reaktion darauf hat aber mit dem Inhalt nichts zu tun. Der Inhalt ist nur der Auslöser für die Gefühle und die anschließende Reaktion des Verstandes. Oder natürlich auch umgekehrt: Der Inhalt ist der Auslöser für die Gedanken und diese Gedanken lösen die Gefühle aus. Die Reihenfolge ist vollkommen egal. Entscheidend ist, ob du das Muster unterbrechen kannst.

    Wenn du das Muster unterbrechen kannst, dann funktioniert die Panikmache mit fünf vor zwölf bei dir überhaupt nicht mehr. Dann fällst du aus der Matrix heraus und bist plötzlich nüchtern. Nüchtern, also vom Verstand nicht betrunken zu sein, fühlt sich erst einmal seltsam an, es ist aber überhaupt nicht schlimm. Schlimm und herausfordernd wird es nur, wenn du dir einbildest, du müsstest deinen Zustand den vom Verstand Betrunkenen erklären.

    Wenn du es schon einmal bei Alkoholisierten versucht hast, dann weißt du, dass das nicht geht. Vollkommen egal, wie liebevoll, zuvorkommend, verständnisvoll und einfühlsam du bist, sie werden dich nicht verstehen. Das ist das Mindeste. Wenn es dumm läuft und wenn du darauf bestehst, es ihnen doch zu erklären, dann könnte es auch sein, dass sie sich gegen dich auflehnen.

    Sie werden erst alles versuchen, um dich in ihren Rausch hineinzuziehen. Und wenn sie das nicht schaffen, dann bist du für sie der Spielverderber, den sie loswerden müssen. Sie wollen betrunken bleiben. Gönn ihnen den Spaß.

    Angst
    Kontrolle
    Verstand
    Regierung