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    18.10.2025AQ 2885
    »Aufgebrachte Aufklärer halten Aufklärer, die sich nicht so sehr aufregen wie sie selbst, für nicht aufklärend genug.«
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    Diese Aufklärer halten sich dann selbst für erwacht, weil sie sich besser und zu den richtigen Themen aufregen. Sie können dabei nicht erkennen, dass ihr Ego nur sein Betätigungsfeld verändert hat. Früher haben sie sich über andere Dinge aufgeregt, jetzt glauben sie, sie regen sich über die richtigen Dinge auf. Und richtig sind die Dinge dann, wenn sie für sich erkannt haben, dass sie für alle gefährlich sind. Und weil diese Dinge alle so gefährlich sind, müssen sie alle anderen wie wild darüber aufklären. Dabei gehen sie so weit, dass sie die anderen Aufklärer beschimpfen und beleidigen. Sie merken dabei überhaupt nicht, dass sie selbst bis vor Kurzem noch zu denen gehört hätten, die sie selbst beschimpft hätten.

    Falls dir das zu theoretisch klingt, ein ganz einfaches und praktisches Beispiel: Ein Mensch wird Vegetarier oder sogar Veganer. Er realisiert plötzlich für sich, dass Fleischessen entweder ungesund oder unmoralisch oder beides ist. Kaum hat er damit angefangen, seine Ernährung umzustellen, beginnt er zu missionieren. Er klärt alle anderen auf, wie ungesund oder unmoralisch der Konsum von tierischen Lebensmitteln ist. Er realisiert dabei gar nicht, dass er bis vor Kurzem noch selbst hätte aufgeklärt werden müssen. In seiner Verblendung denkt er aber, dass er jetzt alle anderen aufklären muss, weil er jetzt ja den richtigen Weg gefunden hat.

    Wenn das so wäre und wenn es einen richtigen Weg geben würde, dann müssten ihn ja alle Menschen gehen, oder? Sollte man diesen Weg also erzwingen? Und wenn du von selbst darauf gekommen bist, dürfen die anderen auch von selbst darauf kommen? Wie viel Zeit hat man denn, um das zu erkennen, was du erkannt hast? Hast du es schon mit 10 oder 15 erkannt oder vielleicht doch erst mit 30 oder 40? Und warum glaubst du, dass es alle anderen jetzt schneller erkennen müssen?

    Dieser Mechanismus hat überhaupt nichts mit dem Thema zu tun. Dieser Mechanismus ist unser Hang zum Zwang. Es ist unser Ego, das andere zwingen will. Und Spirituelle wollen andere natürlich nicht zwingen, sie wollen nur aufklären. Da wird schöngefärbt bis zum Anschlag. Denn die Energie im Hintergrund ist ganz klar der Zwang. Und dieser Hang zum Zwang unseres Ego liegt einfach nur daran, weil wir selbst gezwungen wurden.

    Das ist auch lustig zu beobachten, denn diese Tendenzen gibt es natürlich auch in der anarchistischen Szene. Da sind ja Menschen, die behaupten, dass alles auf Freiwilligkeit beruhen muss. Und ich sehe das nicht aus anarchistischen, sondern aus spirituellen Gründen so: Alles muss auf Freiwilligkeit beruhen. Wenn du diese Anarchisten dann aber reden hörst, dann fühlt sich das gar nicht so frei an.

    Und auch bei den Verschwörungserkennern gibt es ganz ähnliche Diskussionen. Sie streiten sich darüber, wer die ultimative, die alles entscheidende Verschwörung entdeckt hat. Und das ist natürlich immer die Verschwörung, die uns endgültig versklavt. Lustigerweise sagen das diejenigen, die genau in diesem Moment, in dem sie darüber streiten, der Sklave ihres eigenen Verstandes sind. Das bedeutet nicht, dass es keine schlechten und sogar schlimmen Dinge auf dieser Welt gibt, aber wenn du dich nur darüber aufregst, dann hast du die Ursache dafür noch nicht gefunden. Und die Ursache dafür sind nicht die bösen anderen.

    Es ist ja gerade angesagt, dass alle anderen die Soziopathen, Psychopathen und Narzissten sind. Das ist leicht zu erkennen. Genauso wie es leicht zu erkennen ist, dass alle anderen keine Veganer sind. Viele Aufklärer glauben wirklich, dass ihr Aufregen einen Wert hätte. Denn sie sind überzeugt davon, wenn sie es mit ihrer Aufregung schaffen, genügend anzustecken, dass dann die Horrorszenarien, die sie sich ausmalen, nicht eintreten. Dabei erkennen sie nicht, dass die Horrorszenarien längst eingetreten sind und dass wir trotzdem ziemlich gut leben können.

    Wenn man erkannt hat, dass die Horrorszenarien der Regierungen wie zum Beispiel Klimawandel ein Schwindel sind, dann ist es kein Fortschritt, wenn man sich über Chemtrails aufregt. Denn die Aufregung bleibt die gleiche. Der Inhalt, also die Information, verändert sich. Aber die Gefühle, also die Emotion ist identisch. Sie bleiben alle in der Aufregung hängen. Du weißt ja, dass ich überhaupt kein Typ bin, der verlangt, dass man sich nicht mehr aufregt. Ganz im Gegenteil: Du solltest die Aufregung bewusst fühlen. Und wir sollten an unseren Themen wachsen.

    Solange wir nur den Grund unserer Aufregung ändern, haben wir nichts erkannt, obwohl wir unfassbar fest davon überzeugt sind, dass wir so viel mehr erkannt haben als die anderen. Wir arbeiten einfach nur mit den gleichen Mitteln an neuen Themen. Das wirkt wie Fortschritt, ist aber Stillstand. Und das nur, weil wir uns nicht vorstellen können, dass wir nicht mehr aufgeregt sind. Diese Abnahme der Aufregung muss ja auch nicht von heute auf morgen passieren, schließlich haben wir ein Leben lang Zeit dafür.

    Heute habe ich noch einen Hinweis in eigener Sache für dich: Am 31. Oktober werde ich bei meinem Online-Retreat "Verschwörungen, die Elite und das Ego" mehr zu diesem Thema sagen und dabei alle vor den Kopf stoßen. Ich werde es weder den Verschwörungserkennern noch den Verschwörungsleugnern recht machen. Dabei werden sowohl Verschwörungserkenner als auch Verschwörungsleugner auf ihre Kosten kommen. Aber gar nicht so wie sie denken.

    Lustigerweise gibt es in meinem Leben bisher zwei eindeutige Lebensthemen. Das eine ist Geld und das andere sind Verschwörungen. Beide Lebensthemen habe ich so gnadenlos hart bearbeitet, dass du mit Sicherheit davon profitieren kannst. Als ich vor 25 Jahren in den sogenannten Kaninchenbau abgetaucht bin, habe ich die bis dahin intensivsten Ängste in meinem Leben gefühlt. Ich kann dir deshalb zu diesem Thema aus eigener Erfahrung und in einem Bereich berichten, den ich gemeistert habe. Und das ist etwas, das ich mir vor 25 Jahren überhaupt nicht vorstellen konnte.

    Ich lade dich herzlich ein, davon zu profitieren.

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