Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    • Audioquickies
    • Entbildung
    • Kryptogold
    • Goldesel
    • Kostenlos
    • Shop
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    Start
    AQ
    Anmelden
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    © 2026 Stefan Hiene
    ImpressumDatenschutzAGBKontaktKaffeeHilfe
    Alle Audioquickies
    6.10.2025AQ 2873
    »Der Schüler interpretiert seine eigene Entwicklung als die Phasen seines Lehrers.«
    0:000:00

    Das liegt daran, dass die meisten Schüler nach außen orientiert sind. Und wenn sich in ihnen etwas verändert, dann schauen sie nach außen und suchen nach dem Grund der Veränderung. Deshalb sind sie der Meinung, wenn sie sich anders fühlen, dass sich außerhalb von ihnen etwas verändert haben muss. Und das denken sie sogar dann, wenn sie mit einem Lehrer sind, der sie darauf hinweist, dass alles innen stattfindet. Sie sind dann trotzdem felsenfest davon überzeugt, dass sich der Lehrer verändert hat. Und sie sind auch davon überzeugt, dass ihre Intuition so ausgeprägt ist, dass sie das exakt einschätzen können. Und so tappen sie in die Falle.

    Die Falle ist nicht, ob sie mit ihrer Einschätzung oder ihrer Intuition richtigliegen oder nicht. Die Falle ist, dass es nicht wichtig ist, ob sich der Lehrer verändert hat oder nicht. Denn selbst wenn er sich verändert hat, fühlst du das in dir. Und was viele Schüler dann machen beziehungsweise das Ego vieler Schüler, das sagt sich dann: "Ich verlasse meinen Lehrer. Er ist nicht mehr so, wie ich ihn gewohnt bin." Was nur bedeutet, dass du jetzt etwas anderes fühlst als vorher und deshalb deine Zelte abbrichst und das Weite suchst, was erst einmal nichts anderes bedeutet als: Du willst das Gefühl, das ein veränderter Lehrer in dir auslöst, nicht fühlen. Dein Verstand sagt dir dann: "Ja, aber wo fängt das an und wo hört das auf? Ich kann mir doch nicht alles bieten lassen." Und das stimmt. Du musst dir gar nichts bieten lassen. Du kannst überall sofort gehen. Dann stellt sich nur die Frage: Wann willst du dein Ego konfrontieren?

    Ich habe Schüler, die sich an ihrem Lehrer aufarbeiten, nie verstanden, denn sie sind alle freiwillig bei ihm. Ich kann das auch im Sinne von radikaler Ehrlichkeit nicht verstehen. Ich muss meinem Lehrer nicht jeden Hirnfick erzählen, den ich gerade habe. Warum sollte ich mich an einem Menschen aufarbeiten, den ich selbst gewählt habe? Und warum sollte ich ihm unterstellen, dass meine Launen seine Phasen sind? Selbst wenn ich keine Launen habe, habe ich verschiedene Gemütszustände. Diese auf meinen Lehrer zu projizieren, ist absurd. Und selbst falls mein Lehrer gerade eine Laune hat, liegt es bei mir, sie zu genießen. Und zwar nicht so, wie es viele machen, nämlich mehr oder weniger von oben herab. Nach dem Motto: "Na ja, er ist auch nur ein Mensch." Sondern vollkommen zu genießen, dass er mir auch diesen Aspekt von sich zeigt und dann eben nicht den Blödsinn daraus machen, dass auch ich ihm jeden Aspekt von mir zeigen muss.

    Das ist so ein absurder spiritueller Blödsinn, auf den kann ich verzichten. Und all das sage ich nicht als Lehrer, sondern als Schüler. Ich habe das genau so von Anfang an und ohne Anleitung gelebt. Und ich werde es nie anders machen. Dazu ist mir die Verbindung zu meinem Lehrer zu heilig. Wenn ich mein Ego bei meinem Lehrer ausleben würde, würde das nicht ihm schaden, sondern mir. Deshalb interpretiere ich meine eigene Entwicklung nicht als die Phasen meines Lehrers.