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    27.9.2025AQ 2864
    »Das Henne-Ei-Problem sitzt davor.«
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    Jahrhunderte lang haben sich Menschen mit dem Henne-Ei-Problem beschäftigt. Sie haben sich gefragt: "Was war als Erstes da? Die Henne oder das Ei?" Und heute präsentiere ich dir die Lösung. Wann immer wir über ein Problem nachdenken, nehmen wir uns selbst aus dem Problem heraus. Wir tun so, als wären wir objektiv oder sogar noch extremer: Wir realisieren gar nicht, dass wir so tun, als gäbe es uns nicht. Wir eliminieren beim Denken den Beobachter. Dabei geschieht ohne den Beobachter überhaupt nichts.

    An einem einfachen und häufigen Beispiel kann ich dir das ganz leicht erklären. Vielleicht schaust du zwischendurch Videos im Internet, zum Beispiel auf YouTube oder bei Instagram. Und neben vielen schauspielerischen Leistungen gibt es dort auch Videos, die angeblich zufällig aufgenommen wurden. So etwas gibt es natürlich tatsächlich, wie zum Beispiel Videos von Überwachungskameras. Aber es gibt auch Videos, bei denen sich die Menschen entweder selbst filmen oder filmen lassen. Und die meisten Zuschauer tun so, als gäbe es dort gar keine Kamera, als wüssten die Protagonisten nicht, dass sie gerade aufgenommen werden, sprich als wäre das alles vollkommen authentisch.

    Authentisch sind die meisten Menschen nur dann, wenn sie nicht wissen, dass sie aufgenommen werden. Und selbst das ist nicht immer der Fall, denn Menschen spielen unterschiedliche Rollen. Aber wir als Zuschauer vergessen das. Wir tun so, als wären wir mit dabei und als würden die Protagonisten das nicht mitbekommen, dass jemand mit dabei ist. Natürlich wissen die nichts von uns, aber sie wissen etwas von der Kamera.

    Und so wie wir uns beim Schauen von Videos verhalten, so verhalten wir uns auch, wenn wir Probleme wälzen. Wir realisieren nicht, dass wir selbst es sind, die gerade darüber nachdenken: "Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei?" Bei zu starkem Fokus auf das Henne-Ei-Problem vergisst du nur allzu leicht den entscheidenden Faktor: den Betrachter, also dich selbst. Und genau dort liegt die Lösung: bei dir selbst. Wenn du realisierst, dass du gerade darüber nachdenkst, was zuerst da war, die Henne oder das Ei, und dann merkst, dass das gar nicht wichtig ist, weil du etwas tun kannst, wenn du willst, dann löst sich das Henne-Ei-Problem in diesem Moment auf.

    Ein Henne-Ei-Problem gibt es zum Beispiel im Bereich von Bitcoin. Die Geschäfte sagen: "Wir werden Bitcoin akzeptieren, wenn es weiter verbreitet ist." Und die Kunden sagen: "Wir werden mit Bitcoin bezahlen, wenn es häufiger akzeptiert wird." Über dieses Problem kannst du tage- und wochenlang nachdenken: "Wer sollte den ersten Schritt machen? Wie können wir für die Verbreitung sorgen?" Oder du beginnst, dich damit zu beschäftigen und in jedem Geschäft nachzufragen, ob du mit Bitcoin bezahlen kannst. Genauso kannst du jedem anbieten, der dir Geld geben möchte, dass er mit Bitcoin bezahlen kann. Und dann schaust du einfach, was passiert. Dann machst du es in der Praxis statt in der Theorie und unter Ausschluss der Idee, dass der Beobachter des Henne-Ei-Problems etwas verändern könnte.

    Einige halten mich für clever, weil ich Bitcoin- und Monero-Kurse anbiete, damit du bei mir in Bitcoin und Monero bezahlen kannst. Und einige andere halten mich für töricht und sagen mir: "Das kann nicht funktionieren." Ich habe mich an keiner der beiden Stimmen orientiert. Ich bin einfach meiner Leidenschaft gefolgt: Ich mache es gern. Es bereitet mir Freude. Und falls es in diesem Bereich ein Henne-Ei-Problem gibt, bin ich Teil der Lösung. Ich sehe es aber überhaupt nicht als Problem, denn selbstverständlich geht das überhaupt nicht so schnell, wie manche denken oder hoffen. Ich wünsche mir noch nicht einmal, dass sich Bitcoin und Monero stärker verbreiten. Denn so wie es ist, ist es für mich vollkommen in Ordnung.

    Wann immer du in deinem Leben denkst, es gäbe ein Henne-Ei-Problem, mach dir bewusst, dass es gerade einen Denker gibt, der das denkt und einen Beobachter, dem das nicht klar ist, dass er gerade etwas beobachten könnte. Er könnte beobachten, wie du dich in einem Problem verlierst und dabei nicht realisierst, dass du der Beobachter bist.

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