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    5.9.2025AQ 2842
    »"Hingabe ist ein Weg und keine Aufgabe." Soham«
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    "Hingabe ist ein Weg und keine Aufgabe. Der Weg der Hingabe begreift alles als Unterstützung, nicht als Hindernis. Vieles geschieht heute auf der Welt, was man als schlimm, unglückselig, bedauerlich oder gefährlich beurteilen könnte. Wenn man sich allerdings hingibt, öffnen sich selbst in den schlimmsten Situationen die Türen in die richtige Situation. Wir können uns gesegnet fühlen, dass wir in dieser Zeit auf Erden sind."
    Soham

    Der Verstand versteht Hingabe falsch. Er setzt Hingabe mit Aufgeben gleich. Tatsächlich ist Hingabe Selbstermächtigung jenseits des Verstandes. Hingabe ist Selbstermächtigung jenseits des Ego. Das Ego hat sehr konkrete Vorstellungen davon, wie dein Leben aussehen sollte. Sobald es an eine Hürde oder an eine Grenze stößt, weiß es ganz genau, was sich wie ändern sollte. Es hat sehr konkrete Vorstellungen davon, was für dich ideal, perfekt oder zumindest wünschenswert wäre. Unter dieser Anspannung kann keine Hingabe stattfinden. Wenn du dich unter dieser Anspannung trotzdem hingibst, dann interpretiert das dein Ego als Aufgabe. Denn das Ego möchte dem Druck nicht nachgeben. Es will gegen jeden Druck kämpfen und so verbeißt es sich in die Hindernisse.

    Der erste Schritt zur Hingabe ist also, wenn du es nicht zulässt, dass sich dein Ego in die Hindernisse verbeißt. Wenn du in der Lage bist, deinen Fokus von den scheinbaren Hindernissen abzuziehen. Das bedeutet nicht, dass du so tust, als gäbe es diese Hindernisse nicht. Ganz im Gegenteil: Du akzeptierst die Hindernisse vollkommen. Und wenn du ein Hindernis vollkommen akzeptierst, dann musst du es nicht mehr bewältigen. Das heißt deshalb nicht, dass du es nie versuchen darfst, dieses Hindernis zu überwinden. Aber du kennst das ja: Es gibt Hindernisse, die immer wieder auftauchen und die du immer wieder nicht akzeptieren willst. Du hast schon tausendmal versucht, sie zu überwinden und es hat kein einziges Mal funktioniert.

    Wegen diesen Hindernissen streitest du mit dem Leben, dem Universum oder Gott oder auch einfach mit anderen Menschen. Immer wieder und wieder und wieder. Du konfrontierst dich damit zwar mit deiner erlebten Realität, aber halt auch auf sehr uneinsichtige Art und Weise. Wenn du ganz ehrlich bist, liegt darunter etwas, das die meisten so nicht zugeben möchten. Du willst es nicht wahrhaben. Du willst nicht wahrhaben, dass es dir immer wieder passiert und du willst, dass es sich jetzt endlich auflöst. Damit ist Hingabe ausgeschlossen. Der Verstand verkauft dir dieses Verhalten als lösungsorientiert. Er ist tatsächlich der Meinung, dass du nur hart genug daran arbeiten musst, um dieses Problem endlich zu lösen. Und ganz egal, wie oft du es versuchst: Es hat noch nie funktioniert.

    Es stellt sich also die Frage, wann du bereit bist, dich mit deiner erlebten Realität zu konfrontieren und dich hinzugeben, statt gegen sie zu kämpfen. Der Verstand tut in solchen Situationen oft so, als ginge es darum, eine Entscheidung zu treffen, als hättest du eine Wahl. Doch die wichtigste Wahl übersieht er und diese ist: weiterhin Kampf oder das erste Mal Hingabe.