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    9.8.2025AQ 2815
    »Alles ausgedacht, bis du es machst.«
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    »Alles ausgedacht, bis du es machst.«

    Bis du es machst, lebst du in deiner Fantasie inklusive all deiner Gefühle von Angst bis Hoffnung. Erst wenn du es tatsächlich tust, erlebst du es wirklich in deiner Realität und damit außerhalb deiner Fantasie. Und wenn du nichts tust, bist du auf die Fantasie deines Verstandes hereingefallen.

    Diese Fantasie beinhaltet eben auch ausgedachte Gefühle. Oder besser gesagt: Dadurch, dass du dir eine Zukunft vorstellst, die jetzt noch nicht existiert, fühlst du tatsächlich etwas. Doch diese Gefühle basieren nicht auf deiner Erfahrung. Sie basieren auf deiner Vorstellung. Und die Vorstellung ist nicht deine erlebte Realität, obwohl du jetzt gerade aufgrund deiner Vorstellung Gefühle fühlst, die deine erlebte Realität sind.

    Und das vollkommen Verrückte dabei ist, dass die meisten Menschen eine Zukunft aufgrund dieser Vorstellungen vermeiden. Sie stellen sich vor, was passieren könnte, aufgrund dieser Vorstellung fühlen sie Körperempfindungen und wenn diese Körperempfindungen nicht angenehm sind, dann vermeiden sie die vorgestellte Zukunft. Diese Zukunft hat bisher aber nur in unserer Fantasie stattgefunden. Sie ist nicht real, obwohl die Gefühle tatsächlich hier sind. Die Gefühle sind auch real, aber sie basieren auf Fantasie.

    Es ist ähnlich, wie wenn du ins Kino gehst. Dein Verstand spielt dir einen Film vor und du bekommst Körperempfindungen. Ob dein Verstand den richtigen Film gewählt hat, weißt du gar nicht. Es ist sehr wahrscheinlich das veraltete Drehbuch eines verwirrten Regisseurs, der schon lange nichts Originelles mehr verfilmt hat. Trotzdem tut er immer noch so, als wäre er der Kapitän auf dem Schiff seiner sinkenden Kreativität. Er besteht darauf, zu wissen, was das Publikum will, weil er das seit 30, 40, 50, 60 Jahren weiß. Er ist unfassbar stolz darauf, dass jeder Film seine Handschrift trägt.

    Seine Handschrift bringt aber schon lange keine Menschen mehr in die Kinos. Du hast gar nicht gemerkt, dass du der letzte verbliebene Zuschauer bist. Und obwohl dich der Film immer noch nervt, bleibst du einfach sitzen. Du schaust weiter, als könntest du deine Erfahrung nicht verändern, als gäbe es nur das Ausgedachte dieses seltsamen Regisseurs und als hättest du keine Möglichkeit, es durch dein eigenes Erleben zu überprüfen. Wenn dir der Regisseur einen Film vorgibt, könntest du einfach einmal überprüfen, was passiert, wenn du das Kino verlässt und es tatsächlich tust.

    Und das könntest du immer wieder tun: bei jedem Film, bei jeder Geschichte, bei jeder Fantasie, bei jeder Idee über die Zukunft. Du kannst dir immer erst den Film anschauen und ihn dann in deiner erlebten Realität überprüfen. Nur so kannst du die ausgedachte, fantasierte Realität mit deiner erlebten Realität abgleichen. Wenn du keine Unterschiede findest, bist du der erste Mensch, dem es so geht.