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    2.8.2025AQ 2808
    »Der Staat ist ein Dienstleister, der die immer noch viel zu große Nachfrage nach Autorität bedient.«
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    »Der Staat ist ein Dienstleister, der die immer noch viel zu große Nachfrage nach Autorität bedient.« Unregierbar

    Selbst Autorität, Herrschaft und Zwang werden von Angebot und Nachfrage bestimmt. Die meisten Menschen denken, dass diese spezifischen Dienste, die auf Gewalt basieren, nicht von Angebot und Nachfrage bestimmt werden. Sie gehen davon aus, dass Obrigkeit alles durchsetzen kann, was sie will. Und das ist überhaupt nicht der Fall! Obrigkeit kann nur das durchsetzen, wofür es eine Nachfrage gibt. Das gilt auch dann, wenn sie für diese Nachfrage selbst gesorgt haben. Und das wird selbstverständlich gemacht.

    Obrigkeit löst Probleme, die sie selbst erschaffen hat und die Lösung der Probleme kreiert neue Probleme, die dann wieder gelöst werden müssen. Die von Obrigkeit erschaffenen Probleme sorgen für die Nachfrage nach Lösungen und diese Nachfrage hat ausschließlich damit zu tun, dass wir nicht eigenverantwortlich handeln wollen. Wir wollen die Lösung auf etwas Größeres übertragen. Wir wollen Macht abgeben und das ist unsere Nachfrage nach Autorität.

    Je nachdem, was dir lieber ist, kannst du jetzt einmal in dich gehen oder dir die spirituelle Szene anschauen: Hast du schon einmal von Selbstermächtigung gehört? Hast du schon einmal davon gelesen, dass Eigenverantwortlichkeit so wichtig sei? Glaubst du das wirklich? Wenn ja, hast du kein Argument mehr für Wahlen. Du hast auch kein Argument mehr für Politiker. Und diese Erkenntnis hat auch überhaupt nichts mit Politik zu tun, sondern damit, ob du es wirklich verstanden hast. Eigenverantwortung und Nachfrage nach Autorität passen nicht zusammen. Und jetzt beobachte eine spirituelle Szene, die überzeugt ist von Autorität, die dich als schlechten Menschen oder zumindest als unverantwortlich abstempelt, falls du nicht wählen gehst.

    An der Bereitschaft, eine Erkenntnis radikal zu leben, kannst du erkennen, wie tief die Spiritualität tatsächlich wirkt. Spiritualität, die nicht in der Lage ist, diese tiefen Programmierungen und Überzeugungen über Bord zu werfen, kann keine Spiritualität sein. Du bleibst dann einfach in deiner eigenen kleinen heilen Welt, redest sie dir vielleicht ein bisschen schön und bist überzeugt davon, dass du spirituell bist. Und während du bei dir selbst nichts oder nur kleine Bereiche änderst, glaubst du, du änderst etwas, indem du wählen gehst. Das ist in etwa so, wie wenn du denkst, du würdest etwas verändern, indem du bei Lidl statt bei Aldi einkaufen gehst.

    In Wahrheit hat sich deine Nachfrage nach Autorität überhaupt nicht verändert. Du glaubst noch immer nicht an deine Größe, obwohl dir das alle sagen, dass du ganz, ganz groß bist. Und dann schau dir die an, die dir das sagen und realisiere, dass sie dich auffordern, wählen zu gehen. Wenn du das Spiel komplett durchschaust, dann bedeutet es natürlich, dass auch das irrelevant ist. Doch wenn es wirklich irrelevant ist, warum machen dann alle so weiter wie vorher? Aus Bequemlichkeit? Oder doch noch aus Überzeugung?

    Wenn es tatsächlich egal ist, dann kannst du einmal Autorität nachfragen und einmal keine Autorität nachfragen. Aber wer macht das? Wer traut sich das? Und wer ist wirklich so flexibel? Wie viele handeln tatsächlich noch nach tiefster Überzeugung und können dabei nicht erkennen, dass die tiefe Überzeugung eine Programmierung ist?

    Sie ist keine Realität, die etwas verändert. Sie ist auch nicht, wie behauptet, hilfreich. Sie ist eine Gewohnheit, in die du dich verliebt hast. Du bist ganz sicher nicht von ihr abhängig. Aber die Autorität ist von deiner Überzeugung abhängig. Und deshalb würde Autorität niemals irgendetwas unternehmen, was deine Nachfrage nach Autorität einschränkt oder überflüssig macht.

    Das ist der Selbsterhaltungstrieb von Autorität. Sie sorgt dafür, dass Nachfrage nach ihr notwendig ist.