Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    • Audioquickies
    • Entbildung
    • Kryptogold
    • Goldesel
    • Kostenlos
    • Shop
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    Start
    AQ
    Anmelden
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    © 2026 Stefan Hiene
    ImpressumDatenschutzAGBKontaktKaffeeHilfe
    Alle Audioquickies
    14.7.2025AQ 2789
    »Wenn du mit deinem Lehrer auf einer Stufe stehen willst, bist du nicht mehr aufnahmefähig.«
    0:004:47

    »Wenn du mit deinem Lehrer auf einer Stufe stehen willst, bist du nicht mehr aufnahmefähig.«

    Dein Wunsch, mit dem Lehrer auf einer Stufe zu stehen, steht zwischen dir und dem Lehrer. Dieser Wunsch verhindert deine Hingabe. Die Fähigkeit zur Hingabe ist aber essenziell für Spiritualität. Es geht dabei nicht um den Lehrer. Ein guter Lehrer hat nichts von deiner Hingabe, aber du hast etwas davon, nämlich die Verbindung zu deinem Lehrer.

    Der Wunsch, auf Augenhöhe zu kommunizieren und mit deinem Lehrer auf einer Stufe zu stehen, ist eine Ablenkung. Es würde dir gar nichts bringen, wenn du es erreichen würdest, denn der Grund für deinen Wunsch ist die Illusion, unterlegen zu sein. Dein Lehrer sieht dich gar nicht als unterlegen. Nur dein Ego fühlt sich so. Es ist getriggert, gekränkt, fühlt sich schlecht oder falsch behandelt und strebt deshalb nach mehr. Aber nicht, weil "mehr" schöner ist, sondern weil sich "unterlegen" so beschissen anfühlt.

    Das Gefühl von "unterlegen" kommt aber nicht von deinem Lehrer. Es kommt von deinem bisherigen Leben. Und seitdem strebst du danach, endlich nicht mehr unterlegen zu sein. Könntest du dieses Streben aufgeben und wärst du das erste Mal bereit, vollkommen unterlegen zu sein, würde sich deine Illusion komplett auflösen. Es ist nicht nur so, dass du nicht unterlegen bist, es ist sogar egal, falls du tatsächlich unterlegen bist. Du hast bisher nur erlebt, dass diejenigen, die dir das Gefühl von Unterlegenheit geben, deine Situation ausnutzen. Und dagegen wehrst du dich.

    Das ist auch nicht unbedingt verkehrt. Es ist nur so, dass das ein guter Lehrer niemals tun würde. Dein Geist, deine Programmierung reagiert aber noch so, als würde er es tun, als wäre er der Feind. Ein Feind, den du aus deinem bisherigen Leben kennst, der aber in deinem Lehrer nicht existiert. Trotzdem willst du dich ihm gegenüber schützen und deshalb verlangst du von ihm, dass er mit dir auf Augenhöhe kommuniziert und mit dir auf einer Stufe steht. Wenn der Lehrer diesem Wunsch nachkommt, hat er nichts verloren, aber du hast auch nichts gewonnen. Noch genauer gesagt: Du hast gewonnen, dass dein Wunsch erfüllt wurde. Und du hast alles verloren, was dir dein Lehrer geben kann.

    Ein spiritueller Lehrer kann dir nur geben, wenn du empfangsbereit bist. Wenn du meinst, es besser zu wissen, wenn du widersprechen willst, wenn du deinen Schmerz nicht fühlen willst, unterlegen zu sein, dann machst du dicht, weil du dich auf den Teil konzentrierst, der nicht spirituell ist, weil du dich auf den Teil konzentrierst, der deiner Spiritualität im Weg steht. Du lässt dich von deinem Ego ablenken und willst sogar deinen Lehrer mit reinziehen.

    Erst wenn du bereit bist, dich unterlegen zu fühlen, kann dein Lehrer dich aufrichten.