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    8.7.2025AQ 2783
    »Der Wechsel von Krankheit zu Krieg ist der Wechsel von konkreter Angst zu diffuser Angst.«
    0:006:17

    »Der Wechsel von Krankheit zu Krieg ist der Wechsel von konkreter Angst zu diffuser Angst.«

    Die konkrete Angst war notwendig, um sie tief in uns zu etablieren, um uns zu erinnern, dass wir Angst haben und dass wir dafür auch gute Gründe haben. Und aufgrund dieser scheinbar guten Gründe haben wir uns dann gegenseitig Angst gemacht.

    Die Angst vor Krieg ist dagegen weniger konkret. Natürlich gibt es Krieg, aber die wenigsten von uns haben ihn bereits erlebt. Trotzdem hatten die meisten von uns bereits Angst davor. Auch deshalb, weil uns jahrzehntelang Angst gemacht wurde. Sie nannten es "den Kalten Krieg". Und diese Angst wird jetzt aufgewärmt. Die Angst, die wir durch Krankheit in uns aufgebaut haben, kann jetzt perfekt genutzt werden, um diffuse Ängste aufrechtzuerhalten. Wir sollen auf gar keinen Fall vergessen, dass wir Angst haben.

    Sobald dir das auffällt, bist du bereits dabei, aus dem Angstspiel auszusteigen. Wenn du das tust, wirft man dir Realitätsverweigerung vor. Realitätsverweigerung gibt es natürlich. Allerdings ist sie in die umgekehrte Richtung viel häufiger. Menschen, die sich nicht im Krieg befinden, haben Angst vor Krieg. Das ist entweder Realitätsverweigerung oder eine Erinnerung an ihren Krieg in ihnen selbst.

    Häufig ist es eine Kombination aus beidem und deshalb für die Betroffenen besonders schwierig zu durchschauen. Es ist genau genommen konstante Hypnose. Sowohl von professionellen Hypnotiseuren, die meistens im Fernsehen auftreten und Sendungen wie die Nachrichten moderieren, oder es ist Selbsthypnose. Wer es schon einmal versucht hat, weiß, dass es ein hoffnungsloser Versuch ist, einen Hypnotisierten aufzuwecken.

    Ganz besonders erstaunlich ist für mich ein Phänomen, das ich "hypnotisierte Hypnotiseure" nenne. Die meisten Menschen haben die Vorstellung, dass die Hypnotiseure alles im Griff haben. Vor allem glauben sie, die Hypnotiseure wüssten, was sie tun und sie könnten Wahrheit von Lüge unterscheiden. Doch die Hypnotiseure sind selbst Realitätsverweigerer. Entweder weil sie davon gut profitieren oder weil sie es so gelernt haben und ihr Leben lang nichts anderes getan haben. Sie glauben an das, was sie tun. Sie sind nicht nur überzeugt davon, sie können sich gar nichts anderes vorstellen. Es ist viel selbstverständlicher als eine Überzeugung. Und sie können sich auch gar nicht vorstellen, wie jemand das Gute, Schöne und Wahre, das sie in die Welt bringen, nicht sehen kann.

    Sie sind Hypnotiseure, die ihr Handwerk gelernt haben, ohne zu wissen, dass sie es gelernt haben. Als sie Hypnose lernten, hat man ihnen nicht gesagt, dass das Hypnose ist. Denn diejenigen, die es ihnen beigebracht haben, wussten es auch nicht. Sie waren selbst hypnotisiert.

    Und so können wir die psychologischen Mechanismen nicht mehr durchschauen. Mechanismen, die sehr einfach sind. Da sie sehr einfach sind, werden sie übrigens auch nicht zum ersten Mal angewendet oder beobachtet. Du kennst diese Mechanismen vor allem aus deiner eigenen Geschichte: Durch Krankheit, also Hypnose und Krieg, ist dein eigenes Trauma entstanden. Und so sind Krankheit und Krieg traumabasierte Machtinstrumente.

    Beide wirken nur über Angst. Wenn du keine Angst hast, können sie nicht gegen dich eingesetzt werden. Denn frei von Angst wirst du nicht aus deiner Programmierung heraus automatisiert reagieren. Dazu musst du aber gar nicht vollkommen frei von Angst sein. Es genügt, wenn du bereit bist, die Angst wahrzunehmen. Das unterbricht bereits den programmierten Kreislauf.

    Je diffuser eine Angst ist, desto schwieriger ist sie natürlich zu erkennen. Deshalb ist es so wichtig, ehrlich zu dir selbst zu sein. Ehrlich zu anderen zu sein, ist ganz nett, bringt dir manchmal aber nichts oder sogar Nachteile. Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, hat das nur Vorteile.

    Durch Ehrlichkeit dir selbst gegenüber erwachst du aus der Hypnose.