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    15.6.2025AQ 2760
    »Um aus dir selbst heraus schöpfen zu können, musst du jede Suche nach Bestätigung aufgeben.«
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    »Um aus dir selbst heraus schöpfen zu können, musst du jede Suche nach Bestätigung aufgeben.«

    Solange du nach Bestätigung suchst, bist du manipulierbar. Und wenn du manipuliert werden kannst, kannst du nicht aus dir selbst heraus schöpfen. Die Suche nach Anerkennung sorgt dafür, dass du nicht authentisch sein kannst. Sie versperrt dir den Weg zu dir selbst. Und während diese Suche nach Anerkennung dazu führt, dass du von außen manipuliert werden kannst, ist sie im Kern eine Manipulation, die von dir ausgeht. Du hast ein Ziel und du manipulierst dich dementsprechend. Du manipulierst dich selbst so, dass du von anderen manipulierbar wirst.

    Unser Problem ist nur, dass wir diese erste Manipulation nicht mitbekommen und verdrängen und deshalb können wir dann so tun, als hätten uns andere manipuliert. Selbstverständlich läuft das alles unbewusst. Und wie immer bei Unbewusstheit kann das niemals ein Vorwurf sein, was wir tun, es ist nur ein Hinweis für Selbsterkenntnis. Und die geht so: Falls es dir selbst nicht so geht, kennst du bestimmt Menschen, auf die das Folgende zutrifft:

    Wir behaupten, wir wüssten nicht, wozu wir hier sind. Wir denken auch, dass wir unsere Gabe nicht kennen und unsere Berufung erst finden müssen. Wir bewundern andere, die das bereits geschafft haben und wir behaupten, wir wüssten nicht, was uns Freude bereitet. Das stimmt auch alles. Das stimmt aber alles nur aus einem einzigen Grund. Und der Grund ist, dass wir Bestätigung priorisieren. Auch das bekommen wir natürlich nicht mit und die meisten von uns würden es sogar bestreiten. Tatsächlich tun wir alles, um bestätigt zu werden. Vor allem aber tun wir all das nicht, wobei wir Angst haben, dass andere uns nicht bestätigen könnten oder schlimmer noch: wofür wir kritisiert werden könnten. Und die Vermeidung von Kritik ist immer nur der Wunsch, bestätigt zu werden.

    Es geht jetzt nicht darum, dass du kritikfähig werden musst und jede Kritik annehmen musst, aber du musst bereit sein dafür, vor allem in dir. Denn derjenige, der dich als Allererstes kritisiert, ist dein Verstand und nicht die anderen. Bereitsein für Kritik bedeutet nicht, dass du sie dir zu Herzen nimmst. Du musst nur wissen, was kommt. Es muss dir nur klar sein: Sobald du etwas tust, was dir entspringt, wirst du Kritik ernten. Das geht so weit, dass Kritik ein sicheres Zeichen dafür ist, auf dem richtigen Weg zu sein. Überspitzt könnte man sagen: Die anderen kritisieren dich dafür, dass du nicht mehr nach Bestätigung suchst. Wenn du keine Bestätigung mehr willst, wirst du oft sogar am härtesten kritisiert.

    Viele Menschen setzen diesen Zustand mit dem Einsatz von Ellbogen gleich. Tatsächlich tust du keiner Fliege etwas zuleide, aber jeder Verstand merkt, dass du unabhängig von ihm wirst. Und sobald er das merkt, setzt die Kritik ein. Dein Verstand und der Verstand der anderen will dich wieder einfangen. Er will nicht zulassen, dass du frei wirst. Das ist das Letzte, das er gebrauchen kann. Denn wenn du frei bist, bist du unabhängig von ihm. Du brauchst seine Bestätigung nicht mehr und du kannst aus dir selbst heraus schöpfen. Diese Unabhängigkeit macht ihn vollkommen verrückt. Die ist er nicht gewöhnt, denn er ist das Gegenteil davon. Also beginnt er, dich zu bekämpfen.

    Und so funktioniert jeder Kontrollmechanismus: Wir wollen bestätigt werden. Dadurch sind wir manipulierbar und kontrollierbar. Denn jetzt sind wir abhängig von dem, der uns die Bestätigung gibt. Diese Bestätigung muss übrigens nicht immer offensichtlich sein, sie kann auch sehr subtil wirken. Das kann sogar so weit gehen, dass kein Eingriff oder keine Kritik schon die Bestätigung ist.

    Wenn du deinen Wunsch und deine Suche nach Bestätigung aufgibst, hast du das erste Mal in deinem Leben die Möglichkeit herauszufinden, was deine Schöpfung tatsächlich ist.