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    8.6.2025AQ 2753
    »Die Benennung des Gefühls ist bereits die Trennung vom Gefühl.«
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    »Die Benennung des Gefühls ist bereits die Trennung vom Gefühl.«

    Die Beschreibung des Gefühls ist bereits der erste Gedanke. Und Gedanken trennen dich von dem, was ist. Es sind Interpretationen und Assoziationsketten. Sie sind nicht echt, sondern virtuell. Je mehr Abstand du von ihnen bekommst, desto realer wird deine Welt. Und je realer deine Welt wird, desto unrealer werden Fantasiewelten.

    Eine der größten Fantasiewelten, in denen wir leben, ist die Welt der Nachrichten und der Informationen. Alle Informationen sind aufgrund von Emotionen manipuliert und die attraktivste Emotion für uns ist immer noch die Angst. Informationen, die dir Angst machen, bekommen deine Aufmerksamkeit eher als Informationen, die dir keine Angst machen. Das funktioniert auch im Positiven. Denn Informationen, die dir Hoffnung machen, bekommen ebenfalls mehr Aufmerksamkeit als Informationen, die dir keine Hoffnung machen. Die wenigste Aufmerksamkeit bekommen Informationen, die dich auf dich selbst zurückwerfen.

    Spirituelle Lehrer haben also per Definition die unattraktivsten Informationen für dich. Wenn sie dir dann auch noch sagen, dass du deine Gefühle nicht benennen musst, erklärt dir dein Verstand den Ausbruch von endloser Langeweile. Tatsächlich ist es nur Langeweile für deinen Verstand. Für dich selbst wird es abenteuerlich. Denn das, was du fühlst, hast du noch nie bewusst wahrgenommen. Dein Verstand kann dich jetzt weder über Angst noch über Hoffnung manipulieren. Und das interpretiert er als die Hölle. Er sagt dir, dass so ein Leben überhaupt nicht lebenswert ist und er sagt dir deshalb, dass ein Leben ohne ihn schon sehr depressiv ist.

    Tatsächlich wird ein Leben mit weniger Verstand viel interessanter. Du nimmst Dinge wahr, die du bisher überhaupt nicht wahrnehmen konntest und du konntest sie bisher nicht wahrnehmen, weil dein Verstand so schnell reagiert hat, dass gar keine Zeit für Wahrnehmung war. Er hat sofort reagiert und mit Gedanken geschossen. Die meisten Menschen kennen das gar nicht anders und die meisten Menschen können deshalb auch überhaupt nicht beobachten, was in ihnen geschieht. Es geht alles viel zu schnell. Und sobald dein Gefühl benannt ist, sind die Tore zur Wahrnehmung bereits geschlossen.

    Die Benennung des Gefühls ist bereits Gedankenaktivität. Sobald du einen Namen für das Gefühl hast, fragst du dich, woher es kommt, warum es jetzt gerade hier ist und wie du es so schnell wie möglich wieder loswerden kannst. Vieles davon ist so unbewusst, dass du es gar nicht mitbekommst. Die Grundlage davon sind gar keine Gedanken, sondern körperliche Abwehrreaktionen. Dein Körper versucht, die Gefühle zu unterdrücken. Erst wenn der Widerstand diesen Gefühlen gegenüber wegfällt und du ihnen keinen Namen mehr geben musst, gibt es die Möglichkeit, die Gefühle als Körperempfindungen wahrzunehmen.

    Das ist der Beginn deines Erwachens. Du erwachst zu der Realität, die durch die Benennung der Gefühle verdrängt wird. Das ist ein echter Dimensionswechsel. Nicht die sonst übliche Dissoziation in der spirituellen Szene. Ein Dimensionswechsel, der deine Realität erfahrbar macht. Deine erlebte Realität, bevor der Verstand einsetzt.