»Dein Herz braucht keinen Energieaustausch. Es fließt einfach über.«
Unser Verstand hat einen hervorragenden Trick auf Lager. Er interpretiert, was unser Herz will. Unser Herz will sich angeblich austauschen, verbinden und vereinigen. Ich muss dir sagen: Dein Herz will gar nichts. Dein Herz ist wie eine Blume. Eine Blume duftet und sie kümmert sich nicht darum, wohin der Wind ihren Duft trägt. Den Wind, die Stärke des Windes und die Richtung des Windes bestimmen will immer nur dein Verstand.
So kannst du auch ganz einfach herausfinden, ob es sich wirklich um dein Herz handelt oder ob dein Verstand beteiligt ist. Sobald eine Absicht, irgendein Wollen beteiligt ist, ist es nicht mehr dein Herz. Und jetzt macht der Verstand einen zweiten Trick. Er sagt dir, dass es nicht mehr gut ist, sobald es nicht mehr nur dein Herz ist.
Ich spreche aber gar nicht von gut oder schlecht. Ich spreche auch nicht von richtig oder falsch. Ich spreche davon, dass du es beobachten kannst. Und vor allem kannst du mit deiner Fähigkeit zu beobachten herausfinden, was tatsächlich funktioniert und wie es funktioniert. Und wenn du dann noch in deinem Körper wahrnimmst, dann kannst du sogar fühlen, ob es für dich richtig ist. Dann kannst du selbst genauer untersuchen, ob es so etwas wie "Herzensbusiness" geben kann. Oder ob du zu etwas, das man so nennt, nur absichtslos kommen kannst.
Du kannst dann auch überprüfen, ob und wann sich dein Verstand angesprochen fühlt. Mit welchen Versprechen kann man dich locken? Worauf kaut dein Verstand stunden- oder sogar tagelang herum? Warum will er ständig eingreifen? Und warum unterstützt du ihn dabei? Wie versucht er mal wieder Wind zu spielen? Und hast du ihn schon so genau untersucht, dass du tatsächlich beurteilen kannst, ob er Wind ist und ob er ein guter Wind ist? Unterstützt er wirklich dein Herz oder verhindert er es? Er selbst erzählt dir selbstverständlich, dass er es nur unterstützen will. Als wüsste er, wie das geht und als könnte er es!
Es gibt kaum ein mächtigeres Ego als einen Verstand, dem scheinbar etwas gelungen ist. Ab dem Zeitpunkt des Erfolgs bläht er sich auf, als wäre er der Größte. Als hätte er es gemacht. In der Welt der Erfolgreichen gibt es beides: Es gibt sehr große Egos, die behaupten, sie hätten das gemacht. Und es gibt demütige Menschen, die ganz klar sagen, dass sie viel Glück hatten. Und sie wissen, dass sie es nicht wiederholen können.
Mit der Welt des Misserfolgs verhält es sich übrigens genauso. Es gibt Egos, die sich das selbst zuschreiben. Sie glauben, es sei ihre Schuld. Und es gibt jene Menschen, die ganz entspannt wissen: Es muss nur der richtige Zeitpunkt kommen.