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    7.5.2025AQ 2721
    »Wenn du für Frieden sorgen willst, musst du deinen Frieden ernst nehmen, nicht den der anderen.«
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    »Wenn du für Frieden sorgen willst, musst du deinen Frieden ernst nehmen, nicht den der anderen.«

    Du nimmst deinen Frieden nicht dadurch ernst, dass du so tust, als wärst du friedlich. Du nimmst deinen Frieden dadurch ernst, dass du wahrnimmst, wenn du nicht friedlich bist, wenn du deinen Unfrieden fühlst. Und deinen Unfrieden fühlst du zum Beispiel, wenn andere nicht friedlich sind. Doch statt deinen Unfrieden zu fühlen, willst du lieber Frieden in anderen herstellen.

    Das ist kein aktives Wollen. Das ist unsere automatisierte Tendenz. Wenn du Frieden willst, musst du nicht Frieden wollen. Du musst alles fühlen wollen. Dir Frieden bei dir selbst oder bei anderen zu wünschen, ist eine Übersprungsreaktion. Sie sorgt dafür, dass du das zugrundeliegende Problem nicht erkennst. Du bist nicht bereit, Unfrieden zu fühlen.

    Frieden ist eine Übung. Eine Übung im Gegenteil von Frieden. Solange du denkst, dass Frieden durch die Beruhigung deines Nervensystems entsteht, kannst du zwar temporären Frieden erfahren, aber nie in Frieden leben. Der Friede, der in dich einzieht, nachdem du alles Gegenteilige von Frieden gefühlt hast, ist ein anderer als der, den du erlebst, wenn dein Nervensystem beruhigt wird. Du kannst dann mit allem in Frieden sein. Auch mit dem Unfrieden.

    Du übst also nicht Frieden, sondern Unfrieden. Das ist die wichtigste Übung. So zu tun, als wärst du im Frieden, obwohl du es nicht bist, ist nicht die richtige Übung. Damit übst du, dich weiterhin zu verstellen: So zu tun, als ob und weiterhin eine Maske zu tragen und ein Schauspiel auf der Bühne des Lebens zu inszenieren.

    Nichts hat das Potenzial, dich so sehr in den Frieden zu bringen wie der Unfriede. Nichts ist so hilfreich für den Frieden wie das scheinbare und gefühlte Gegenteil davon.