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    14.4.2025AQ 2698
    »Je erfolgreicher du erscheinst, desto mehr Sinn sehen andere in dem, was du tust.«
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    Je erfolgreicher du erscheinst, desto mehr Sinn sehen andere in dem, was du tust.

    Mit deinem durch die Gesellschaft konditionierten Verstand verhält es sich genauso. Auch er sieht mehr Sinn in dem, was du tust, je erfolgreicher du bist. Oft hat er diesen Erfolg noch nicht einmal genau definiert. Für manche genügt es bereits, dass du überhaupt irgendetwas tust. Sie sehen bereits einen Sinn darin, dass du beschäftigt bist. Ganz nach dem Motto: Dann bist du weg von der Straße und kommst nicht auf dumme Gedanken.

    Falls du dennoch auf dumme Gedanken kommst, hast du keine Zeit, sie umzusetzen. Andere sehen dich als erfolgreich, wenn du bekannt und anerkannt bist. Und für die große Mehrheit spielen deine Einnahmen eine Rolle. Du musst zumindest Geld damit verdienen. Und je mehr Geld du verdienst, desto erfolgreicher bist du. Und selbstverständlich vermischt unser Verstand gerne diese verschiedenen Aspekte und gibt ihnen je nach Lust und Laune eine unterschiedliche Bewertung oder ein unterschiedliches Gewicht. Einige Menschen bringen auch das Argument der Produktivität. Ob du also etwas leistest und ob du etwas zur Gesellschaft beiträgst. Und obwohl wir das gerne hören, haben all diese Kriterien absolut keine Bedeutung. Selbst spirituelle Menschen neigen dazu, darüber zu philosophieren, welches Argument welche Bedeutung hat. Sie relativieren dann alles und glauben, so zu einer Lösung zu kommen. Obwohl das niemals der Fall ist. Die meisten Menschen wollen zwei der härtesten Erkenntnisse nicht zulassen. Die erste Erkenntnis ist: Es ist alles gesellschaftlich konditioniert. Wie die anderen die Dinge sehen, wie die anderen dich sehen, wie du die Dinge siehst, wie du dich selbst siehst — all das hat damit zu tun, was man dir über dich und die Welt erzählt hat. Und vor allem hat es damit zu tun, wie sich die Menschen, die dir das erzählt haben, dabei angefühlt haben. Die zweite Erkenntnis, vor der sich die meisten Menschen drücken, ist folgende: Es ist alles eine Beschäftigungstherapie. Du machst etwas, weil du dich beschäftigen musst. Und für diese Beschäftigungstherapie hast du keine Anleitung bekommen. Oder besser gesagt: Du hast dafür die falsche Anleitung bekommen. Und falls du dich auf die Suche nach einer Anleitung machst, suchst du bei den falschen Menschen. Du suchst bei denen, die die erwähnten Kriterien erfüllen. Diese Kriterien entspringen aber nicht dir, sondern anderen. Du hast sie nie überprüft, schleppst sie aber trotzdem mit dir herum. Falls du in Kreisen unterwegs bist, in denen Menschen sagen: "Ich habe diese Kriterien nicht mehr. Ich habe sie längst abgegeben!"— glaub ihnen kein Wort und lauf so schnell du kannst! Oder schau dir ihr Leben an. Schau genau hin. Schau, was sie machen. Und schau, wie sie ihr Leben meistern und ob sie es überhaupt meistern. Schau genau hin, ob sie leben, was sie predigen. Menschen, von denen wir lernen könnten, was Erfolg tatsächlich ist, sind übrigens Künstler. Vor allem jene, die den Prozess lieben. Sie werden dir alle sagen: "Es ist kein Rennen, sondern eine Reise." Und sie werden dir auch sagen, dass es immer nur um die Erfahrung während der Kreation geht. Was dabei herauskommt, muss dir vollkommen egal sein. Der Verstand versteht solche Aussagen gerne falsch und denkt dann: "Hach, dann mache ich laisser-faire und ich mach, was ich will und ich muss ja gar nichts lernen. Stefan hat gesagt: 'Wir können einfach so in den Tag hineinleben.'" Nein, das bedeutet das überhaupt nicht. Das bedeutet auch nicht, dass du dich nicht verbessern darfst. Es bedeutet noch nicht einmal, dass du keinen Ehrgeiz entwickeln darfst. Aber es bedeutet, dass du von einem vollkommen anderen Punkt aus agierst. Du ignorierst die gesellschaftlichen Konventionen, du ignorierst die Ideen deines Verstandes und du konzentrierst dich auf deine Schöpfung. Die kannst du, darfst du und willst du auch gut machen. Nicht besser als andere, sondern so gut, wie es dir möglich ist. Und alles, was du dafür können musst, aber noch nicht kannst, kannst du auch lernen. Und in dieser Erfahrung, in diesem Weg liegt der Sinn. Er liegt nicht in dem, was du erreicht hast. Er liegt nicht darin, ob die anderen dich als erfolgreich einschätzen. Dieser klassische Erfolg mit den gesellschaftlichen Kriterien, wann jemand erfolgreich ist, ist reiner Zufall und hängt von der Zeit, von den Umständen und vielen anderen Faktoren ab. Dein persönlicher Erfolg ist davon vollkommen unabhängig. Wenn dir klar ist, dass das hier eine Beschäftigungstherapie ist, dann ist dir auch klar, dass du dir deine Beschäftigung selbst aussuchen kannst. Du therapierst dich selbst. Und die Therapie ist erfolgreich, je mehr du die Erfolgskriterien der anderen ignorieren kannst. Denn das sind auch die Erfolgskriterien deines eigenen Verstandes. Und je mehr du deinen Verstand ignorieren kannst, desto erfolgreicher bist du tatsächlich. Denn jenseits deines Verstandes gibt es nur die Erfahrung.