Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    • Audioquickies
    • Entbildung
    • Kryptogold
    • Goldesel
    • Kostenlos
    • Shop
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    Start
    AQ
    Anmelden
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    © 2026 Stefan Hiene
    ImpressumDatenschutzAGBKontaktKaffeeHilfe
    Alle Audioquickies
    11.4.2025AQ 2695
    »Bildung ist Einbildung.«
    0:005:34
    Bildung ist Einbildung. Da Bildung sehr stark standardisiert ist, kommt sie uns normal vor. Das liegt aber nicht daran, dass es normal ist, sondern weil es weitverbreitet ist. Durch die Standardisierung ist uns nicht klar, dass die Auswahl der Lernbereiche und die Inhalte dieser Lernbereiche willkürlich sind. Je spezialisierter wir werden und je mehr Fachwissen wir lernen, desto mehr bilden wir uns auf unsere Bildung etwas ein. Tatsächlich ist Bildung kein Selbstzweck, sondern immer nur dafür da, dass du etwas tun kannst. So setzen wir Bildung aber schon lange nicht mehr ein. Bei den meisten Menschen ist Bildung ein Teil ihres Ego. Sie definieren sich über ihre Bildung und sie gehen davon aus, dass sie etwas Besseres sind, wenn sie gebildeter sind. Die Gebildetsten sind aber nicht jene, die am meisten wissen, sondern jene, die am meisten können. In Zeiten von Internet und Suchmaschinen bringt dir auswendig gelerntes Wissen sowieso nichts mehr. Und in der Zeit von Künstlicher Intelligenz, die alles täuschend echt fälschen kann, stellt sich nicht mehr die Frage, ob du es weißt, sondern ob du es einordnen kannst. Und ich meine damit keine pseudointellektuelle Einordnung in den weltpolitischen Kontext oder dergleichen. Ich meine damit die Einordnung im Verhältnis zu deinem Leben. Ist es für dich überhaupt relevant oder ist es nur Füllstoff, der dich ablenkt? Die meisten Informationen sind sowieso Propaganda. Und genau diese Informationen, die Propaganda sind, werden dir als Bildung verkauft. Das meiste Wissen, das an den Schulen gelehrt wird, ist Vorratswissen. Und auch viele der erlernten Kompetenzen sind Vorratskompetenzen. Du brauchst sie überhaupt nicht, aber du kannst es schon einmal. Ein ganz einfaches Beispiel: Du kannst Englisch, aber du brauchst es nicht. Du kannst zehn verschiedene Sprachen lernen und nie mit einem Menschen in dieser Sprache kommunizieren. Du giltst dann trotzdem als gebildet. Welchen Wert hat das, wenn du es gar nicht anwendest? Und so ist unser gesamtes Leben: Es geht nicht darum, ob du es kannst, sondern ob du es tust. Wenn du es anwendest, dann merkst du auch, dass du es gar nicht perfekt können musst, damit es einen Wert für dich hat. Unser Perfektionismus im Bildungsbereich ist vollkommen überflüssig. Er dient uns nicht. Er dient uns genauso wenig wie unsere Einbildung, etwas darzustellen, weil wir gebildet sind. Im echten Leben ist Bildung situativ und mit fließenden Übergängen. Es braucht nur selten die Situation: "Jetzt lerne ich etwas und dann erst mache ich es." Meistens lernst du, während du es tust. Oder du lernst Schritt für Schritt mit einer Anleitung und setzt es Schritt für Schritt um. Bildung als Auszeichnung macht keinen Sinn. Bildung als Selbstzweck nur dann, wenn sie dir Freude bereitet. Ganz egal, wie viel du weißt und wie gebildet du bist: Du weißt immer viel mehr nicht, als du weißt. Und du bist immer ungebildeter, als du gebildet bist. Wenn du dich in einem Bereich sehr gut auskennst und vielleicht sogar eine Koryphäe bist, dann bist du in hunderttausend anderen Bereichen keine. Bildung und Wissen sind nicht das Ziel dieses Lebens. Bildung ist immer nur ein Mittel zum Zweck. Sie ist nie dazu gedacht, uns etwas darauf einzubilden.