Passives Einkommen muss aktiv aufgebaut werden. Passives Einkommen entsteht nicht durch deinen Wunsch, passiv zu sein. Es entsteht nur, wenn du aktiv etwas dafür tust. Du brauchst also von Anfang an keine Passivität anstreben, denn du musst etwas dafür tun. Und wenn du sowieso immer etwas dafür tun musst, dann könntest du auch das wählen, was dich begeistert. Falls das logisch für dich klingt, schau noch mal genau nach: Welcher Wunsch wird in dir beim Versprechen von passivem Einkommen angesprochen? Was ist der Teil, der dich reizt? Warum bist du auf der Suche nach passivem Einkommen? Es kann nur einen einzigen Grund dafür geben: Du bist mit deinem aktiven Einkommen nicht zufrieden. Du magst nicht, was du machst. Und du bist mit den Umständen, unter denen es entsteht, nicht zufrieden. Du hast keine Lust auf den Stress, der damit verbunden ist. Wenn du ehrlich zu dir bist, dann willst du gar kein passives Einkommen. Der Wunsch nach Passivität beim Einkommen kommt nur von deiner Überforderung beim aktiven Einkommen. Wenn auch passives Einkommen aktiv aufgebaut werden muss, dann könntest du auch gleich aktiv etwas aufbauen. Du könntest das tun, indem du nach aktivem Einkommen strebst in einem Bereich, in dem du gerne tätig bist. Und wenn du gerne tätig bist und mit Freude arbeitest, dann ergibt sich Fülle von ganz allein. Und zwar selbst dann, wenn du nicht viel verdienst. Die meisten reichen Menschen kommen nicht zu passivem Einkommen, indem sie das passive Einkommen aufbauen. Sie kommen dazu, weil sie mit ihrem aktiven Einkommen so viel verdienen, dass sie nicht mehr wissen, wohin damit. Und das investieren sie dann in Bereiche, die ihnen zusätzlich passives Einkommen bringen. Dabei darfst du aber nicht vergessen, dass auch die Verwaltung des passiven Einkommens ein Aufwand ist. Außerdem solltest du dich in dem Bereich, in den du investierst, wenigstens ein bisschen auskennen. Es macht deshalb anfangs viel mehr Sinn, in den Bereich zu investieren, in dem du dich bereits auskennst, also in dich. Solange du dein aktives Einkommen nicht in einem Bereich generierst, in dem du wirklich gerne unterwegs bist, musst du diesen Bereich erst noch finden. Denn der Wunsch nach passivem Einkommen existiert nur so lange, wie du diesen Bereich noch nicht entdeckt hast. Wenn sich deine Arbeit nicht mehr wie Arbeit anfühlt, dann hast du keinen Wunsch nach passivem Einkommen und dann kannst du den Wunsch, den du nicht hast, plötzlich einfach so realisieren. Die Umsetzung dieses Wunsches ist dann überhaupt nichts Besonderes mehr. Denn dieser nicht existierende Wunsch ist auch nicht aus dem Widerstand entstanden. Dann musst du auch nicht mehr — wie viele andere übrigens — hart an deinem passiven Einkommen arbeiten. Das Versprechen von passivem Einkommen ist ein Versprechen derjenigen, die wollen, dass du an ihrem passiven Einkommen arbeitest. Es ist immer das Versprechen, dich irgendwann zurücklehnen zu können. Dieser Wunsch nach Entspannung kommt immer aus dem Stress. Du willst keinen Stress mehr haben und deshalb hättest du gerne passives Einkommen, das du aber aktiv aufbauen musst. Wer das nicht erkennen will, der arbeitet weiter mit Stress. Der Stress ist das Einzige, was dich stört. Und da sich die wenigsten Menschen den Kern ihrer Probleme anschauen wollen, gibt es jede Menge Menschen, die mit Stress am Aufbau ihres passiven Einkommens arbeiten. Der Kern unserer Probleme ist niemals ein äußerer Zustand oder Umstand. Der Kern unseres Problems ist immer in uns. Und unsere Unbewusstheit darüber wird von anderen ausgenutzt, um uns mit Versprechen zu locken. Passives Einkommen, dessen Aufbau dich nervt, ist nicht halb so gut wie aktives Einkommen mit einer Tätigkeit, die du gerne machst.