Guten Morgen, Geliebte. Ich möchte dir heute erklären, wie es zu dieser Ansprache kam. Für viele Menschen klingt diese Ansprache ungewohnt und einige stören sich auch daran. Ich möchte dir als Erstes sagen, warum ich es nicht gemacht habe. Ich habe diese Anrede nicht zur Manipulation verwendet. Ich wollte damit auch niemandem schmeicheln und ich habe sie ganz sicher nicht gewählt, um toll dazustehen. Es war aber auch nicht meine Absicht, irgendjemand zu irritieren, außer mich selbst. Diese Anrede ist das Ergebnis einiger spontaner Erkenntnisse. Die für mich wichtigste davon ist folgende: Die Art und Weise, wie wir uns anreden, ist Gewohnheitssache. Ob du geduzt oder gesiezt wirst, ist Gewohnheitssache. Wie du gegrüßt wirst, ist regional häufig verschieden. Und es gibt Begrüßungen, die gelten als normal und es gibt Begrüßungen, die bringen uns durcheinander. Womit wir uns aber leichter tun — und das ist der zweite Punkt — ist, jemand schlecht anzureden. Schimpfen fällt uns nicht so schwer. "Hey, du Arsch" oder "du Vollidiot" ist schnell gesagt. Und da fühlen wir uns dann auch noch im Recht. Wir halten dann unser Schimpfen für vollkommen normal. Wenn du mich ein bisschen kennst, dann weißt du ja, dass ich kein Gegner des Schimpfens bin. Vor allem dann nicht, wenn der Verzicht aufs Schimpfen künstlich und erzwungen ist. Deshalb habe ich mir selbst die Frage gestellt: Warum fällt mir eine positive Anrede schwerer als eine negative? Und da ich ein Freund von Experimenten bin, habe ich es einfach gemacht. Ich habe nicht darauf gewartet, bis es eine offizielle Übung der bekanntesten Lehrer Deutschlands ist. Ich habe auch nicht darauf gewartet, bis ein Buch zu diesem Thema erscheint und ich habe vorher überhaupt keinen Onlinekurs dafür gemacht. Ich habe es einfach gemacht. Soweit ich mich erinnern kann: durchaus mit gemischten Gefühlen. Die Grundlage für diese Anrede war aber ganz sicher mein Lehrer. Er war es wahrscheinlich nicht persönlich und ich kann dir nicht mehr sagen, wer damit angefangen hat. Und ich habe es sehr wahrscheinlich von seinen Schülern übernommen, dass ich ihn mit "Beloved Samarpan" angeschrieben habe, also "Geliebter Samarpan". Und das ist mir überhaupt nicht schwergefallen. Ich hatte dabei auch kein einziges Mal gemischte Gefühle. Das ist so einfach für mich. Darüber muss ich nicht einmal nachdenken. Wenn ich ihm schreibe, dann schließe ich auch mit den Worten "in love", also "in Liebe". Und auch das fällt mir überhaupt nicht schwer. Denn ob ich die Liebe in diesem Moment spüre oder nicht, die Liebe für meinen Lehrer vergeht nicht. Es gibt auch nichts, was diese Liebe erschüttern kann. Es gibt auch nichts, was meine Liebe während meiner Arbeit erschüttern kann. Ganz egal, ob ich Audioquickies aufnehme, Retreats gebe, Interviews gebe oder in der Entbildung oder Intensiventbildung Fragen beantworte. Die Antworten kommen immer aus der Liebe zu mir, aus der Liebe zum Leben und aus der Liebe zu den Menschen, die mit mir sind. Die Reihenfolge dazu ist vollkommen egal. Denn diese Liebe ist nicht persönlich. Und damit wären wir auch schon beim letzten Thema, das die Gemüter am meisten erregt. Ich bin kein Freund der Verwendung möglichst vieler englischer Wörter. Aber in diesem Bereich wäre Englisch ein Vorteil, denn "beloved" heißt halt sowohl "Geliebte" als auch "Geliebter". Und da ich auch kein Freund davon bin, die Sprache möglichst kompliziert zu gestalten, verwende ich lediglich eine Form. Manche Männer, aber auch Frauen meinen, das sei ja die weibliche Form und das stimmt. Gleichzeitig ist es aber auch die Mehrzahl. Ich könnte also auch sagen: Guten Morgen, geliebte Damen und Herren. Und da ich kein formaler Typ bin, lasse ich das "Damen und Herren" einfach weg. Ich könnte natürlich auch sagen: "Guten Morgen, geliebte Freunde." Aber es ist ja tatsächlich aus der weiblichen Form entstanden, zumindest sehr wahrscheinlich. Dafür kann ich nichts, denn das habe ich nicht entschieden. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, wer mich gut findet. Im Vergleich zu vielen anderen habe ich mir für mein Marketing, das ich sowieso nicht geplant habe, auch keinen Avatar gebastelt. Ich habe mir nicht überlegt, wie du aussiehst, wie alt du bist und welches Geschlecht du hast. Aber nach einiger Zeit ist es mir natürlich aufgefallen, dass circa 75 bis 80 % Frauen bei mir sind. Ich könnte fast wetten, dass es jedem Lehrer so geht, der sich nicht auf Männer spezialisiert. Wenn ich mich damit beschäftige, alles möglichst neutral auszudrücken oder alle Möglichkeiten auszudrücken, dann passiert etwas, was überhaupt nicht hilfreich ist. Wir können uns dann nicht mehr aufs Wesentliche konzentrieren. Und das Wesentliche hat kein Geschlecht. Deine Seele ist nicht männlich oder weiblich. Sie hat mit deinem Körper überhaupt nichts zu tun. Ich hatte dazu schon einmal einen Aufwachquickie. Das war die Nummer 2545 und das Zitat dazu lautet: "Wenn du alles differenziert ausdrücken willst, kannst du nichts mehr sagen." Und es gab auch schon einmal eine Aufwachmedizin zu diesem Thema. Du kannst sie finden, wenn du bei Telegram das Stichwort "Relativismus" eingibst. Das Zitat dazu lautet: "Relativismus verhindert Spiritualität." Und zum Abschluss noch ein Thema, das in den aktuellen gesellschaftlichen Kontext passt. Wir beschäftigen uns mit den falschen Themen. Wir beschäftigen uns damit, ob jemand das richtige Pronomen verwendet und wir beschäftigen uns damit, ob ein Gendersternchen und eine Pause in der Aussprache reingehört. Wir tun damit so, als wären wir blöd. Als wüssten wir nicht, dass mit dem Wort "Lehrer" sowohl weibliche als auch männliche Lehrer gemeint sind. Und ich verstehe Frauen, die sich darüber aufregen, nur dadurch, dass ich weiß, es geht ihnen um etwas vollkommen anderes. Und selbst falls "Lehrer" die männliche Mehrzahlform wäre, dann braucht man sich damit überhaupt nicht beschäftigen. Denn es liegt an uns, wie wir diese Worte verwenden. Und nein, die Sprache prägt uns nicht. Das Verhalten der Menschen in unserem Umfeld und ihr Verhältnis zu uns prägt uns. Deshalb kann ich es nicht verstehen, wenn sich Männer von meiner Ansprache diskriminiert fühlen. Denn erstens ist es die Mehrzahl und zweitens, falls es nicht die Mehrzahl ist: Ist das wirklich dein Fokus? Damit willst du dich in deinem Leben beschäftigen? Wenn du dich dafür entscheidest, dann darfst du das selbstverständlich und da brauchst du auch überhaupt keine Erlaubnis von mir. Aber dafür bin ich überhaupt nicht hier. Ich möchte dich an etwas anderes erinnern. Und ich hoffe, dass das durch die große Auswahl der verschiedenen Zitate, die dir zur Verfügung stehen, die du alle im Lauf der Zeit anhören kannst, mittlerweile weit über 2000 Stück, ich hoffe, dass es dadurch rüberkommt, was ich transportieren möchte. Das funktioniert aber natürlich nur, wenn du deinen Fokus von dem scheinbaren Problem wegnimmst. Unser Verstand schafft es, aus allem ein Problem zu machen. Das kann er wirklich sehr gut. Es gibt aber eine Instanz in dir, die weiß es besser. Das bedeutet nicht, dass es dir sofort und immer gelingt. Aber es gibt eine Instanz in dir, die kann sich erinnern. Und falls es die nicht gibt oder falls du ihr mal nicht zuhören willst, bin ich für dich da.