Gut gegen Böse ist eine Ablenkung. Die sogenannten Guten begehen einen riesengroßen Fehler. Du kannst das Spiel aber nicht auf der Ebene gewinnen, auf der es begonnen wurde. Das Böse ist nicht das, wofür wir es halten. Wir denken, schlechte Absichten seien das Böse. Tatsächlich ist das Böse die Dualität. Sobald du auf der Ebene der Dualität bist, kämpfst du. Entweder als Guter oder als Böser. Als Böser kämpfst du gegen das Gute und als Guter kämpfst du gegen das Böse. Jetzt wird oft so getan, als könntest du diese Ebene durch eine Art Anstrengung verlassen. Zum Beispiel indem du deine Schwingung hochhältst. Deine Schwingung hochzuhalten darf aber noch nicht einmal eine Anstrengung sein, denn jede Anstrengung ist bereits wieder ein Kampf. Alles, was du im spirituellen Bereich durch Anstrengung gewinnst, wirst du wieder verlieren. Du verlierst es, weil du auf der gleichen Ebene unterwegs bist wie bisher — nur auf der anderen Seite. Das ändert gar nichts. Ganz egal, für wie lichtdurchflutet und lichtvoll du dich selbst hältst. Und sogar unabhängig davon, wie lichtdurchflutet und lichtvoll du bist. Es gibt eine ganz berühmte Geschichte, die wohl fast jeder kennt, die genau das beschreibt, worum es im heutigen Zitat geht. Es ist die Geschichte von Adam und Eva. Sie essen vom Baum der Erkenntnis und die Erkenntnis ist die Unterscheidung von Gut und Böse. Das ist der Beginn der Dualität. Vorher waren sie unschuldig, weil sie jenseits der Dualität waren. Nach dieser Erkenntnis sind sie nicht mehr unschuldig. Und zwar unabhängig davon, ob sie auf der Seite der Guten oder der Bösen stehen. Jenseits der Dualität existiert etwas, das wir uns gar nicht vorstellen können, solange wir innerhalb dieser Erbsünde leben. Dort stellt sich die Frage nach Gut und Böse nicht. Ein aktiver Verstand neigt dazu, das sofort zu verurteilen. Denn er glaubt, das sei böse. Und damit beweist er nur, dass er sich innerhalb dieses Spiels befindet. Er glaubt wirklich, es sei böse, wenn man Gut und Böse nicht unterscheiden könnte. Und da unser Verstand verrückt ist, interpretiert er in jeden, der das nicht kann oder der jenseits seines Spiels von Gut und Böse lebt, direkt die schlimmsten Dinge, die man sich nur vorstellen kann. Als würde es uns ganz natürlicherweise ständig zu diesen schlimmen Dingen hinziehen. Dadurch erkennt er nicht, dass diese Dinge von ihm erschaffen wurden. Alle menschlichen Entgleisungen wären ohne Verstand gar nicht möglich. Doch das kann er nicht erkennen und deshalb wettert er gewaltig gegen Nondualität. Nondualität kommt in dieser Geschichte von Adam und Eva übrigens auch vor. Es ist das Paradies. Es ist das, was vor der Dualität existiert hat. Die Guten verstehen immer noch nicht, dass sie den Kampf aufgeben müssen. Sie glauben wirklich, wenn sie genügend Gutes tun und wenn sie sich dabei ganz viel Mühe geben, dann könnten wir endlich in Frieden leben. Ins Paradies kommst du aber nicht durch Arbeit. Es kann kein anstrengender Weg sein. Denn auch die Anstrengung und der Widerstand finden innerhalb der Dualität statt. Es muss auch nicht alle Dualität auf einmal wegfallen. Du kannst dir ganz gemütlich einen Bereich deines Lebens nach dem anderen genauer anschauen. Und du kannst dich an die sogenannten Probleme in diesem Bereich hingeben. Das kannst du üben. Das darf aber keine Anstrengung sein. Und falls du dich dafür verurteilst, dass du es wieder einmal nicht geschafft hast, dann musst du auch diese Verurteilung ignorieren. Alle Veränderungen, die notwendig sind, um das bisherige Spiel zu verlassen, müssen immer auf der individuellen Ebene stattfinden. Das bedeutet nicht, dass ich gegen Gemeinschaften bin, aber es bedeutet, dass du diesen Prozess alleine erleben musst. Nicht weil ich das so will, sondern weil es nur dann eine echte Veränderung ist. Wenn du darauf wartest, dass dir andere helfen oder dass andere den gleichen Weg gemeinsam mit dir gehen, dann wartest du zu Recht vergebens. Wenn du diesen Weg gegangen bist, ergeben sich Gemeinschaften von ganz alleine. Und wenn nicht, dann macht das überhaupt nichts. Und zwar deshalb, weil du es in dir bereits verwirklicht hast. Diese Verwirklichung ist nicht mehr von äußeren Umständen abhängig. In dieser Verwirklichung ergeben sich die äußeren Umstände — so wie sie sollen und so wie es für dich am besten ist. Und das funktioniert dann, wenn du dich von dem Spiel Gut gegen Böse nicht mehr ablenken lässt.