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    29.3.2025AQ 2682
    »Ein guter Sklave zeigt anderen, wie man ein guter Sklave ist.«
    0:004:42
    Ein guter Sklave zeigt anderen, wie man ein guter Sklave ist. Ein guter Sklave im Sinne des Sklavensystems ist derjenige, der die anderen dazu anhält, ein guter Sklave zu sein. Er sagt dir: "Das darf man nicht. Dafür hast du keine Genehmigung. Das ist verboten. Das ist nicht sozial. Du solltest es so machen, wie es alle machen. Du darfst nicht nur an dich denken. Sei doch nicht so egoistisch. Du kannst das System nicht verlassen und du solltest es auch nicht verlassen. Hier ist doch gut für dich gesorgt. Du brauchst nichts mehr erforschen. Alles ist bereits entdeckt." Ein guter Sklave stützt das System, das ihn versklavt. Und es ist ihm überhaupt nicht klar, dass er das tut. Er glaubt nämlich, dass das System gut sei, weil es ihn stabilisiert und weil es ihm die Unsicherheit nimmt, die er fühlen würde, würde das System nicht existieren. Er braucht das System für seine eigene Beruhigung und deshalb empfiehlt er es auch allen anderen. Nichts ist ihm ein größeres Gräuel als Unsicherheit. Deshalb lehnt er alles ab, was gefährlich ist. Er übersieht dabei, dass Leben in Gefangenschaft nicht ungefährlicher ist als Leben in Freiheit. Es gibt nur andere Gefahren. Er sieht die Gefahren eines aufregenden Lebens in Freiheit und er ignoriert die Gefahr eines monotonen Lebens in Stagnation. Er macht lieber jeden Tag das Gleiche, als irritiert zu werden. Und er hält andere an, es ihm gleichzutun. Damit ist er nicht nur ein guter Sklave für sich selbst, er ist gleichzeitig auch noch ein guter Sklave für den Besitzer der Plantage. Denn er sorgt dafür, dass sich die anderen Sklaven nicht gegen den Besitzer der Plantage auflehnen. Ein guter Sklave glaubt übrigens auch, dass die Sklaverei beendet wurde. Er hält die Sklaverei für Freiheit. Er kann das mentale Gefängnis, in dem er sitzt, nicht erkennen, weil er das Gefängnis seiner Gefühle nicht erkennen kann. Er akzeptiert das mentale Gefängnis nur, um das Gefängnis seiner Gefühle nicht zu provozieren. Wenn du kein Sklave sein willst, dann musst du zumindest in einigen Bereichen das Gegenteil tun. Hör dir die Audio einfach noch einmal von vorne an und überleg dir, was das Gegenteil sein könnte. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es dich genau dort, nämlich zum Gegenteil, schon lange hinzieht. Wenn du dabei das heutige Zitat betrachtest, dann kommst du zu einem erstaunlichen Ergebnis. Das eine Gegenteil ist: Ein freier Mensch zeigt anderen, wie man frei ist. Die andere Variante ist noch radikaler: Ein freier Mensch zeigt anderen gar nichts. Er ist damit beschäftigt, ein freier Mensch zu sein. Nur Sklaven kümmern sich darum, wie auch andere gute Sklaven sind.