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    27.3.2025AQ 2680
    »Nicht jeder, der dir Angst macht, versucht dir Angst zu machen.«
    0:007:32
    Nicht jeder, der dir Angst macht, versucht dir Angst zu machen. Der Verstand verwendet spirituelle Aussagen sehr pauschal. Er macht aus jedem Satz eines spirituellen Lehrers ein Gesetz oder zumindest eine Regel. Und diese Regel wendet er dann auf alles an. So haben viele Spirituelle gelernt, dass sie nicht der Angst folgen sollen und dass jeder, der ihnen Angst macht, nicht in ihrem Leben sein sollte. Wenn du Angst hast, bedeutet das nicht, dass dir jemand Angst gemacht hat. Jemand hat dir etwas gesagt und du hast Angst bekommen. Die Angst ist nicht wegen dem anderen hier. Und sie ist auch nicht wegen dem hier, was er gesagt hat. Beides, der andere und das, was er gesagt hat, haben die Angst in dir ausgelöst. Es ist deine Angst. Und sie ist eine Körperempfindung. Sie will dir nichts sagen außer: "Hier bin ich. Nimm mich wahr. Lass mich so da sein, wie ich bin. Selbstverständlich sagt sie das nicht, aber so könntest du mit ihr umgehen. Besonders in der Spiritualität haben viele Menschen die Angewohnheit nachzufragen, was das bedeuten soll: "Was will mir das sagen?" Und dadurch versuchen sie, ihren Weg zu finden. Sie versuchen, die Signale ihres Körpers zu deuten und dementsprechend zu handeln. Und so bedeutet das Gefühl von Freude für sie immer: "Das ist die richtige Richtung." Und das Gefühl von Angst bedeutet: "Dort gehe ich nicht hin." Und das ist ein richtig fieser Trick deiner Programmierung. Menschen, die mich aus den Retreats kennen, wissen, dass ich in Beispielen spreche. Es fällt mir anders sehr schwer, diese Dinge zu erklären. Und deshalb habe ich auch dafür ein Beispiel für dich: Es gibt immer wieder Menschen, die mich kontaktieren und mir sagen: "Stefan, ich habe da ein Kryptoprojekt gefunden und ich bin einfach meiner Freude gefolgt. Und das ist ganz wunderbar. Ich genieße das total und das ist total transformierend für mich." Nicht immer, aber oft merke ich sofort, dass das ein Betrugsprojekt ist. Und zwar ohne dass ich den Namen oder irgendwelche Details kenne. Ich fühl das. Und wenn ich dann mit ihnen darüber spreche, dann hat sich bisher jedes Mal herausgestellt, dass ich richtig lag. Mir wäre lieber, ich würde nicht richtigliegen. Und deshalb schaffe ich es auch, meine Klappe zu halten. Ich sage es nur denjenigen, die es wirklich wissen wollen. Das andere Beispiel ist ganz ähnlich. Und da geht es um Angst. Menschen schicken mir immer wieder Kryptoprojekte und fragen mich, was ich davon halte. Wenn ich dann antworte, dass ich keinen Spiri kenne, der im Kryptobereich unterwegs ist und auf kein Betrugsprojekt hereingefallen ist, dann meinen sie, ich möchte ihnen Angst machen. Und Angstmachen ist natürlich ganz falsch und deshalb abzulehnen. Ich möchte aber niemandem Angst machen. Es ist einfach die Wahrheit. Wir sind manipulierbar und verführbar. Das ist ja auch nicht schlimm, denn es ist tatsächlich eine gute Erfahrung. Du machst die Erfahrung, dass du dich für etwas begeisterst. Du bist Feuer und Flamme und dann wirst du enttäuscht. Jede Phase dieser Erfahrung ist äußerst wertvoll. Ich will diese Erfahrung auch niemandem nehmen. Ich bin niemand, der sagt: "Siehst du, habe ich es dir doch gesagt. Hättest du nur auf mich gehört." Das machen Eltern und andere Klugscheißer. Aber wenn mich jemand explizit fragt, dann sage ich es halt. Und dann bin ich derjenige, der Angst macht oder der die ganze Sache viel zu negativ sieht. Ich sehe es aber gar nicht negativ. Ich sehe es. Das ist alles. Ich bin auch selbst auf Betrugsprojekte hereingefallen. Allerdings mit einem wesentlichen Unterschied: Ich wusste es vorher und ich habe es bewusst trotzdem gemacht. Und es geht sogar noch einen wesentlichen Schritt weiter. Es könnte selbst das, wovon ich aktuell überzeugt bin, schiefgehen und ich würde nichts bereuen. Bei denen, die ihrer Freude folgen oder die Angst haben vor dem, was ich ihnen sage, sieht das meistens anders aus. Die hätten gerne Sicherheit. Und sie wollen einen Rat, um Fehler zu vermeiden. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden. Aber wenn du denjenigen, den du um Rat bittest, als deinen Feind ansiehst, der dir deine Freude ausreden will oder Angst einreden will, dann machst du etwas falsch. Und das sind die Nuancen, die der Verstand nie verstehen wird, weil er aus allem ein Gesetz macht und weil er dadurch nicht mehr offen ist für die Intelligenz des Lebens.