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    21.3.2025AQ 2674
    »Beziehungen ermöglichen dir, dein Ego zu erkennen.«
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    Beziehungen ermöglichen dir, dein Ego zu erkennen. Der Großteil der Menschen betrachtet eine Beziehung als Bedürfnisbefriedigungsmaschine: Der Partner ist dafür da, meine Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn nicht alle, dann die meisten oder zumindest einige. Sobald er das nicht mehr tut, ist die Beziehung nichts mehr wert. Tatsächlich ist es umgekehrt: Denn sobald er das nicht mehr tut, wird mein Ego sichtbar. Eine Beziehung ist für alle Phasen und alle Aspekte deines Ego. Wenn sich die Phasen nicht ändern, bist du mit deinem Ego irgendwo hängengeblieben. Das ist kein Vorwurf, das ist eine Möglichkeit zur Selbsterkenntnis. Selbstverständlich liebt es unser Ego, wenn seine Eigenschaften als Bedürfnisse verkauft werden. Und mit dieser Umdeutung deines Ego zu Bedürfnissen und einer erwünschten Bedürfnisbefriedigung sind eine Menge Menschen beschäftigt. Und diese Menschen werden von den anderen, die gerne ihre Bedürfnisse befriedigt hätten, geliebt und verehrt, denn für unser Ego fühlt sich das wunderbar an! Kaum jemand traut sich, das anzusprechen, wie verrückt unsere Erwartungen sind. Es muss immer alles passen. Und wenn es nicht passt, dann zweifeln wir an uns oder an unserem Partner. Es tut mir leid, aber das ist keine Spiritualität. Das ist einfach nur Ego-Bedürfnisbefriedigung. Auch die Kunst, meinem Partner meine Bedürfnisse und Wünsche zu kommunizieren, hat nichts mit Spiritualität zu tun. Das ist nur eine andere, weitere Variante von Manipulation. Selbstverständlich will das keiner so sehen, denn das würde ja bedeuten, dass wir in Beziehungen bisher alles falsch gemacht haben. Jede Beziehung hat das Potenzial, dein Ego zu entlarven. Denn dein Partner ist nicht bei dir, weil er dich so sehr liebt, sondern diese Liebe ist ein Ergebnis dessen, was im Hintergrund stattfindet. Und im Hintergrund gibt es Anziehung zwischen ähnlich traumatisierten Menschen. Dein Partner zeigt dir also dein eigenes Trauma. Wenn das passiert, dann fragen wir uns, warum es nicht mehr so gut läuft. Dabei läuft es bestens. Es läuft genau so, wie es gedacht ist. Denn alles ist für dein Erwachen gemacht. Deine Selbsterkenntnis steht im Zentrum deines Lebens. Und alles, was dir die Gefühle bereitet, die du gerne hättest, sorgt dafür, dass du wieder einschläfst. Und alles, was dir diejenigen Gefühle bereitet, die du lieber verdrängen würdest, ist für dein Erwachen. Das heißt, der Teil, von dem wir denken, er arbeite gegen uns, arbeitet tatsächlich für uns. Und der Teil, von dem wir denken, dass er doch viel schöner wäre und dass er einen viel größeren Raum in unserem Leben einnehmen sollte, der arbeitet gegen uns. Gäbe es keine Probleme, wäre noch nie ein Mensch erwacht. Würden andere keine negativen Gefühle in uns hervorrufen, hätten wir keine Chance, unser Ego zu erkennen. Es gibt also nichts Besseres als einen Partner, der es dir nicht recht macht, der nicht so funktioniert, wie du ihn gerne hättest. Das ist der Beginn deiner Befreiung. Doch statt das zu erkennen, ist es für die meisten Menschen ein Anzeichen, dass sich der andere dringend ändern sollte. Und wenn nicht, dann müssen sie sich einen neuen Partner suchen. Und dabei werden sie auch noch von spirituellen Persönlichkeitsentwicklern unterstützt und bestätigt. Wer wird schon gerne mit seinem Ego konfrontiert und wer konfrontiert andere schon gerne mit seinem Ego? Und wer sorgt schon gerne dafür, dass andere mit ihrem eigenen Ego konfrontiert werden? Da hat man in den meisten Fällen die Arschkarte gezogen. Da ist es dann ganz schnell vorbei mit Licht und Liebe. Einen Lehrer können wir dann sehr schnell verlassen. Wir sind dann beleidigt und gekränkt und suchen das Weite. Bei einem Partner fällt uns das nicht so leicht, denn da gibt es eine Bindung und die sorgt dafür, dass wir ihn nicht einfach verlassen können. So kann unser Ego weiterhin getriggert werden und wir könnten dadurch herausfinden, dass es gar nicht unser Partner ist, der für diese Gefühle verantwortlich ist. Wir könnten herausfinden, dass er alles in uns hervorruft, was da schon lange Zeit vor sich hin geschlummert hat. Jeder einzelne Trigger, den dein Partner auslöst, war vorher schon da. Es gab ihn lange vor deinem Partner. Und wenn du deinen Partner deshalb verlässt, wird es ihn auch lange nach deinem Partner geben. Statt also deinen Partner als Ego-Befriedigungsmaschine zu missbrauchen, könntest du ihn den Ego-Aufdecker sein lassen, als der er gedacht ist. Das ist schmerzhaft und überhaupt nicht einfach. Aber damit nutzt du die Partnerschaft für das, wofür sie gedacht ist: für deine Selbsterkenntnis und für dein Erwachen.