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    19.3.2025AQ 2672
    »Die verrückte Lieblingsfrage des Verstandes: 'Wie geht es jetzt weiter?«
    0:006:55
    Die verrückte Lieblingsfrage des Verstandes: 'Wie geht es jetzt weiter?' Wir wissen nicht, wie es weitergeht. Das könnten wir erkennen, wenn wir uns selbst beobachten würden. Manchmal sind erste Anzeichen hier, dass sich etwas verändern könnte oder sogar, dass sich etwas verändern wird. Doch die Veränderung ist noch nicht hier. Es gibt nur das Gefühl, dass etwas Altes endet und etwas Neues beginnt. Das ist eine Phase des Übergangs. Und niemand weiß, wie lange die dauern wird. Doch dein Ego macht dir Stress. Dein Verstand stellt dir die ganze Zeit diese wichtige Frage: "Wie geht es jetzt weiter? Und was muss ich jetzt tun, damit es sich endlich verändert?" Mit diesen zwei Fragen stresst er dich endlos. Damit du das nicht erkennst, redet er dir ein: Er wäre du. Du wärst er. Er tut so, als wärst du dieser Stress. Als müsstest du jetzt endlich etwas unternehmen! Was er auf gar keinen Fall will, ist, dass du abwartest. Denn wenn du in diese Fragen hinein entspannen könntest, dann könnte er dich ja nicht mehr stressen. "Abzuwarten" klingt so unfassbar passiv für unseren Verstand. Das will er nicht hören. Ich verstehe das. Dieses Abwarten könntest du aber auf eine ganz bestimmte Art und Weise gestalten: Du könntest das erleben, was jetzt gerade wirklich hier ist. Und was hier ist, ist eine ganze Menge! Nämlich das Gefühl, dass etwas Altes vergeht und etwas Neues vor der Tür steht. Das ist eine ganz besondere Situation. Die könntest du mal genießen. Wenn du dich stattdessen die ganze Zeit von deinem Verstand beschäftigen lässt mit dummen Fragen, dann kannst du diese Situation ganz sicher nicht genießen. Statt dich von diesen Fragen stressen zu lassen, könntest du das erste Mal in deinem Leben diese Zwischenwelt erleben. Die hast du nämlich dein ganzes Leben lang verdrängt. Diese Zwischenwelt ist unfassbar faszinierend: Das Alte ist noch nicht weg und das Neue ist noch nicht da. Das klingt so einfach. Aber es bringt bereits eine enorme Veränderung mit sich. Denn dadurch erlebst du das Alte vollkommen anders als bisher. Vielleicht ein bisschen surreal, irgendwie unwirklich, zwar noch da, aber eher wie ein Film. Irgendwie auch absurd. Statt das bewusst zu erleben, fragt dich dein Verstand die ganze Zeit: "Und wie geht es jetzt weiter?" Es geht ja schon weiter. Du erlebst das, was du vorher erlebt hast, auf ganz andere Art und Weise. Und dieses neue Erleben wird von unserem Verstand mit dummen Fragen überlagert. Dadurch bekommen wir nie mit, wie Wandel tatsächlich geschieht und wie sich Wandel tatsächlich anfühlt. Wir sind stattdessen die ganze Zeit damit beschäftigt, den Wandel zu beschleunigen. Den Wandel, der sowieso stattfindet und den wir nur beobachten müssten. Würden wir das tun, würden wir endlich verstehen, wie Wandel tatsächlich geschieht: Er geschieht nämlich ohne unser Zutun und nur durch die Veränderung unserer Gefühle und unserer Wahrnehmung. Diese Veränderung haben wir nicht gemacht. So könnten wir erkennen, dass unser Verstand größenwahnsinnig ist. Und aus diesem Größenwahn heraus will er voreilige Entscheidungen treffen und Veränderungen herbeiführen. Der größte Wandel, den du herbeiführen kannst, ist bewusstes Erleben. Bewusstes Erleben genügt, um den Wandel herbeizuführen. Denn dann kannst du ihn einfach beobachten und dann kannst du wahrnehmen, dass es sich von ganz alleine verändert, ohne dass du irgendetwas machen musst. Der Verstand hört das nicht gern, denn er ist ein Macher im Geiste. Er macht nicht wirklich etwas, aber er tut so, als würde er etwas machen, indem er die ganze Zeit nachdenkt. Dieses Nachdenken und der Stress, der dadurch entsteht, ist überflüssig. Du kannst diese verrückte Lieblingsfrage des Verstandes, wie es weitergeht, ganz einfach beantworten: "Es ist bereits."