Die Wahrheit hängt nicht von den Worten ab, sondern vom Wahrhaftigen, der sie spricht. Die Absicht, mit der gesprochen wird, ist viel wichtiger als der Inhalt, der gesprochen wird. Und die Absicht liegt nicht in den Worten, sondern in demjenigen, der die Worte spricht. Deshalb kann ein und derselbe spirituelle Satz einmal wahr und einmal falsch sein in Abhängigkeit davon, wer ihn spricht. Du hast bestimmt schon einmal den Satz "Es ist, wie es ist" gehört. Dieser Satz wird häufig falsch verwendet. Er wird verwendet, um andere zu beruhigen oder um von sich selbst abzulenken. In diesen Fällen ist dieser Satz falsch. Er ist nicht die Wahrheit. Und das, obwohl er von vielen spirituellen Lehrern bereits als Wahrheit verwendet wurde. Er ist aber nur dann wahr, wenn er nicht manipulativ verwendet wird. Er ist dann wahr, wenn ihn derjenige, der ihn spricht, auch lebt. Und er ist falsch, wenn er als Strategie und Methode verwendet wird. Strategien und Methoden sind nicht wahrhaftig. Sie beinhalten Absichten. Die häufigsten Absichten von Menschen sind entweder die Beruhigung des anderen oder die Ablenkung von sich selbst. Beides ergänzt sich, da man nur dann jemand beruhigen will, wenn man von sich selbst ablenken will, weil man die Unruhe, die man fühlen würde, wenn man den anderen nicht beruhigt, nicht wahrnehmen möchte. Jede Absicht anderen gegenüber ist also eine Ablenkung von sich selbst und jede Ablenkung von sich selbst führt automatisch zu einer Absicht anderen gegenüber. Wahr wird es erst dann, wenn man das erkennt. Und auch diese Erkenntnis hängt nicht von den Worten ab. Es geht also nicht darum, ob man das ausspricht oder nicht. Es geht darum, ob man wahrhaftig ist oder nicht. Und Wahrhaftigkeit beginnt bei dir selbst. Du musst dir selbst gegenüber ehrlich sein. Ehrlichkeit dir selbst gegenüber lädt deine Worte mit Wahrhaftigkeit auf. Doch sobald du das wieder mit einer Absicht verbindest, funktioniert es nicht. Wahrheit bedarf deiner Unschuld. Deshalb sind Erkenntnisse eine sehr trickreiche Sache. Erkenntnisse sind schön. Doch unsere Tendenz ist, dass wir sie an den Verstand abgeben und damit eine Absicht verbinden. Wir wollen andere verändern. Oder wir wollen zumindest, dass sie erkennen, wie wahrhaftig wir sind. Jede Absicht verfälscht die Wahrheit. Und je weiter wir uns von der Absicht entfernen, desto näher kommen wir der Wahrheit.