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    2.3.2025AQ 2655
    »Jedes Recht ist Unrecht.«
    0:007:08
    Jedes Recht ist Unrecht. Jedes Recht ist deshalb Unrecht, weil es von außen kommt. Recht wird dir oktroyiert. Es wird dir aufgezwungen. Und damit du diesen Zwang akzeptierst, wird dir gesagt, dass dieses Recht notwendig sei, weil sonst die Gesellschaft nicht funktionieren würde. Sie funktioniert aber auch mit diesem Recht nicht. Das oktroyierte Recht hält dich von dem ab, was in dir ist. Du wirst abgelenkt durch etwas, das von außen kommt. Alles Äußere lenkt von deinem Inneren ab. Und sobald du dich von Äußerem abhängig fühlst, schaust du überhaupt nicht mehr innen. Wenn du aber lange genug auf das Äußere hereingefallen bist, dann willst du nicht nur nicht mehr innen schauen, du kannst es auch nicht mehr. Und selbst falls du es noch könntest, würdest du es nicht wollen. Denn du würdest entdecken, dass das Äußere nicht notwendig war. Deshalb beginnst du damit, das Äußere zu verteidigen. Als käme es von dir, als wäre es deines. Ist es aber nicht. Und es kommt nicht von dir. Könntest du innen schauen, dann wären alle Argumentationen, alle Verteidigungen vollkommen überflüssig. Du würdest nämlich plötzlich erkennen, dass du gar kein Recht und Gesetz brauchst. Denn statt über andere und die Gesellschaft im Allgemeinen nachzudenken und darüber zu philosophieren, wie die Menschen sind und was sie brauchen und was sie nicht brauchen, würdest du entdecken, dass du kein Gesetz brauchst. Du würdest herausfinden, dass es in dir bereits eine Moral gibt. Diese Moral ist aber nicht moralisch im Sinn eines erhobenen Zeigefingers. Sie ist so natürlich, dass du sie übersehen hast. Du willst gar niemandem etwas Schlechtes tun. Und du brauchst dafür, dass du niemandem etwas Schlechtes tust, kein Recht oder Gesetz. Das machst du von dir aus nicht, weil du nicht willst. Und deshalb hat man dir die Notwendigkeit von Recht und Gesetz mit einem Trick verkauft. Man hat dir Angst vor den anderen gemacht. Und deshalb hältst auch du dich jetzt an Gesetze, selbst wenn sie vollkommen widersinnig sind und wenn sie vor allem gegen deine Moral gehen. Gesetze regeln aber nicht das, was passiert. Gesetze regeln nur das, was passiert, nachdem etwas passiert ist. Das ist ähnlich wie bei Versicherungen. Eine Krankenversicherung hält dich nicht gesund. Sie regelt nur die finanziellen Verhältnisse, falls du krank wirst. Und mit dem Recht ist es genauso. Es verhindert nichts, was passiert. Es regelt nur, was danach passiert. Wären Gesetze abschreckend, dürfte es in den USA viel weniger Gewalt und kaum Tote geben. Denn dort gibt es in einigen Staaten die Todesstrafe. Doch diese Gefahr durch ein Recht bringt gar nichts. Es verändert die Menschen überhaupt nicht, zumindest nicht positiv, vielleicht sogar eher im Gegenteil. Denn durch dieses Recht schauen sie weiterhin nach außen statt nach innen. Und würden sie nach innen schauen, würden sie erkennen, dass sie das tun, was rechtlich verboten ist. Das liegt nämlich nicht an den Gesetzen. Das liegt an ihrem Inneren. Und es liegt daran, dass sie ihr Inneres nicht sehen wollen. Ihr Inneres ist hochgradig traumatisiert und kein Gesetz kann Trauma in Schach halten. Recht, das dir von außen oktroyiert wird, ist Unrecht und sorgt dadurch auch für weiteres Unrecht. Es wird dir aufgezwungen und das akzeptierst du nur, weil du Angst hast. Und die Angst hast du, weil dir vorher Angst gemacht wurde. Der Weg, der Recht überflüssig macht, ist Traumaheilung. Dazu genügt oft schon die Erkenntnis von Trauma. So können wir besser einschätzen, warum wir Recht akzeptieren und Recht fordern. Wir erkennen, dass wir es nur akzeptieren und fordern, weil wir Angst haben und weil wir nicht wissen, wie wir mit unserem Trauma umgehen sollen. Auch unser Trauma verschleiert den Aspekt in uns, der bereits weiß. Es hält uns in Alarmbereitschaft und damit davon ab, nach innen zu gehen. In uns finden wir alles, was Recht überflüssig macht.