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    1.3.2025AQ 2654
    »Geduld entsteht aus der Fähigkeit, Ungeduld zu fühlen.«
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    Geduld entsteht aus der Fähigkeit, Ungeduld zu fühlen. Die Idee von Geduld entsteht nur in Anwesenheit des Gefühls von Ungeduld. Ohne diese Körperempfindung, die du "Ungeduld" nennen kannst, gibt es keine Idee von Geduld. Deshalb kannst du Geduld auch nicht üben. Dich in Geduld zu üben bedeutet, bereit zu sein, Ungeduld als Körperempfindung wahrzunehmen und so hier sein zu lassen, wie sie ist. Geduld übst du, indem du das erste Mal nicht mehr versuchst, das Gefühl der Ungeduld zu verdrängen. Je besser dir das gelingt, desto geduldiger erscheinst du anderen. In allererster Linie erscheinst du jenen als geduldig, die in deiner Situation ungeduldig werden. Tatsächlich bist du aber gar nicht geduldig geworden. Du hast gelernt, die Ungeduld zu fühlen und nicht mehr gegen sie anzukämpfen. Jeder positive Wunsch auf Veränderung basiert auf einem verdrängten, als negativ wahrgenommenen Gefühl. Wenn du das negative Gefühl aushalten kannst oder wenn es sogar verschwindet, dann verschwindet auch der Wunsch nach dem Gegenteil. Ohne Problem existiert kein Wunsch für eine Lösung. Sobald wir Ungeduld nicht mehr als Problem wahrnehmen, verschwindet auch der Wunsch nach Geduld. Wir werden dann tatsächlich als geduldig wahrgenommen, als müssten wir etwas aushalten, um geduldig sein zu können. Gewissermaßen stimmt das beziehungsweise es ist zumindest die Übung, die dazu führt, dass wir geduldig erscheinen. Wir müssen bereit sein, das Gefühl der Ungeduld zu ertragen. Es ist eben nur ein Unterschied, ob du es erträgst und tatsächlich lieber verdrängen würdest oder ob du es erlebst, fühlst, einlädst und mit diesem Gefühl für immer hier sein kannst. Das Positive entsteht nicht dadurch, dass wir uns auf das Positive konzentrieren. Es entsteht dadurch, dass wir die Fähigkeit entwickeln, das Negative wahrzunehmen. Wenn das Negative dadurch seinen Schrecken verliert und im Lauf der Zeit wegfällt, dann ist das Positive bereits hier. Und zwar sogar, bevor du es eingeladen hast oder bevor du deine Aufmerksamkeit auf das Positive ausgerichtet hast. Und das ist dein ursprünglicher Zustand. Er ist nur überdeckt vom Negativen. Wir haben lediglich nicht gelernt, wie wir mit dem Negativen umgehen können. Und das sorgt für all unser Streben und unsere Verwirrung. Wir streben weg von hier, wissen aber gar nicht genau, was wir wollen. Das ist der einzige Grund dafür, dass wir uns in einer Wiederholungsschlaufe gefangen fühlen. Auch das kommt nicht von außen. Das haben wir selbst gemacht. Wenn du dir Veränderung wünschst, dann lerne, deine Ungeduld zu fühlen und vielleicht sogar zu genießen. Das ist der geeignetere Weg, als dir das Gegenteil zu wünschen oder herbei zu manifestieren.