»Die Seele ist nicht in den Körper gekommen, um die Welt zu retten oder um etwas zu verändern.« Soham Das komplette Zitat lautet folgendermaßen: "Nur um frei zu werden, ist die Seele in diesen Körper gekommen. Die Seele ist nicht in den Körper gekommen, um die Welt zu retten oder um etwas zu verändern. Nur aus diesem einen Grund: Um befreit zu werden. Dafür ist das Leben da." Soham Die Seele zu befreien bedeutet, das Leben nicht mehr als äußeren Umstand wahrzunehmen und zu leben. Zumindest ist das mein erster Schritt. Dein Leben ist ein innerer Zustand, kein äußerer. Da wir uns aber die ganze Zeit Gedanken über die äußeren Umstände machen, bekommen wir die inneren Zustände gar nicht mehr mit. Auch der Großteil der spirituellen Szene ist konsequent nach außen orientiert. Selbst dann, wenn sie das Gegenteil behaupten. Wenn du nach innen orientiert bist, fällt jegliche Notwendigkeit für Manifestation von Fülle weg. Es geht dann einfach nicht mehr um deine Lebensumstände. Vor allem aber geht es nicht mehr um die Lebensumstände der anderen. Spiritualität ist eine Innenschau. Es ist die Umkehr des bisher verkehrten Lebens. Wir waren bisher nach außen orientiert, wollten es allen recht machen und haben versucht, die Welt zu verbessern oder sogar zu retten. Währenddessen konnten wir nicht erkennen, dass es die Welt in uns ist, die wir versuchen zu retten. Der Versuch der Rettung der äußeren Welt ist tatsächlich ein fehlgeleiteter Versuch, unsere innere Welt zu retten. Fehlgeleitet deshalb, weil sich unsere Gefühle nicht verändern, nur weil wir die Welt verändern. Jeder, der sich länger als ein paar Wochen mit sich selbst beschäftigt, dem fällt das auf. "Mit sich selbst beschäftigen" bedeutet dabei natürlich nicht, über sich nachzudenken. Es bedeutet, sich selbst zu erforschen, die Gründe für den inneren Antrieb herauszufinden. Und der innere Antrieb ist im ersten Schritt niemals die Veränderung der anderen oder gar die Rettung der Welt. Der innere Antrieb hat immer innere Gründe. Du willst irgendetwas nicht fühlen oder du würdest irgendetwas anderes viel lieber fühlen. Das heißt, dein innerer Antrieb ist eine Flucht, eine Flucht vor deiner inneren Welt. Deshalb macht es auch Sinn, dass wir uns auf die äußere Welt konzentrieren. So können wir die innere Welt verdrängen. So müssen wir nie bei uns beginnen, sondern können immer bei den anderen schauen. Das tiefste Streben eines jeden Menschen ist das Streben nach Freiheit. Und zwar nach absoluter Freiheit. Und absolute Freiheit ist es nur dann, wenn du auch frei von den äußeren Umständen bist. Für den Verstand klingt das grauenvoll und er malt sich Horrorszenarien aus, wie schlimm das ist. Und er beschwert sich, dass er sich nicht mehr um sich kümmern darf. Er kann sich gar nicht vorstellen, wie frei ein Leben ist, das von innerer Freiheit geprägt ist. Wir sind nicht hierhergekommen, um äußere Reichtümer anzuhäufen. Wir sind aber auch nicht hierhergekommen, um sie zu vermeiden. Alles Äußere ist ein Begleitumstand. Das Innere ist unsere tatsächliche Reise. Unsere Reise zu innerer Freiheit. Allerdings neigen wir dazu, uns von äußerem Leid, aber auch von äußerem Glück antreiben zu lassen. Und wir nutzen die ganze Zeit Leid und Glück für unsere Orientierung. Das machen wir, ohne Leid und Glück jemals genauer untersucht zu haben. Wir sind gegenüber unseren Gefühlen voreingenommen. Wir kategorisieren sie und es gibt Gefühle, die wollen wir von vornherein wegsperren. Und es gibt Gefühle, von denen wollen wir immer mehr. Da sind wir sozusagen Gefühlsjunkies. Was wir dabei nie wollen, ist: So, wie es jetzt ist. All unser Antrieb, alles, was wir machen, kommt von dem Druck, jetzt hier weg zu müssen. Deine Seele will hier sein. Das ist der erste Schritt. Damit rettest du deine Welt und du wirst erstaunt sein, wie viel sich dadurch in deinem Leben verändert.