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    12.2.2025AQ 2637
    »Einen Stellvertreter zu wählen ist der hoffnungslose Versuch, deine Verantwortung zu delegieren.«
    0:006:35
    Einen Stellvertreter zu wählen ist der hoffnungslose Versuch, deine Verantwortung zu delegieren. Immer dann, wenn du einen Stellvertreter wählst, versuchst du, deine Verantwortung und deine Zuständigkeit abzugeben. Verantwortung und Zuständigkeiten sind aber nicht delegierbar. Ich meine Verantwortung nicht im Sinn einer Bürde, sondern im Sinn von: Du nimmst sie wahr oder nicht. Du kannst sie aber niemals delegieren. Deshalb kannst du auch keine Stellvertreter für dich bestimmen. Niemand kann deinen Job machen und niemand kann so sein, wie du bist und deshalb kann dich niemand vertreten. Jeder Versuch, die Verantwortung abzugeben, muss scheitern und im Chaos enden. Niemand ist dir irgendetwas schuldig und niemand ist zuständig für dich. Weder ein Stellvertreter noch irgendeine Gemeinschaft. Wir suchen nur deshalb ständig nach Gemeinschaften, weil wir uns erhoffen, dass endlich irgendjemand für uns zuständig ist. Doch da ist niemand. Es gibt niemand anderen außer dir, der für dich zuständig ist. Politik und Wahlen sind damit kein Ergebnis von Demokratie, sondern sie sind ein Ergebnis unserer Unfähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Die sogenannte Demokratie ist ein Ergebnis unserer Unfähigkeit, Bequemlichkeit und Faulheit. Das ist keine politische Aussage, sondern eine spirituelle. Und wenn die Menschen, die Spiritualität predigen, sie auch leben würden, dann würdest du solche Aussagen in der spirituellen Szene viel öfter hören. Diese Realisation lässt sich gar nicht vermeiden, wenn du tatsächlich spirituell bist. Du merkst dann nämlich, dass es tatsächlich so ist. Du willst niemanden wählen, der dich vertritt und der dir die Verantwortung abnimmt. Und du willst deine Verantwortung auch nicht ungefragt abgenommen bekommen. Du willst verantwortlich sein, weil du es bist. Ich meine damit nicht die Verantwortung deiner Kindheit. In der Kindheit wurde den meisten Kindern Verantwortung als Bürde beigebracht. Genau genommen wollten Erwachsene von dir, dass du irgendetwas tust, worauf du keine Lust hast. Und das nannten sie dann "Verantwortung übernehmen". Das ist damit nicht gemeint. Sie haben dir auch mit Konsequenzen gedroht, falls du die Verantwortung nicht übernimmst. Und diese Konsequenzen waren meist künstlich und ausgedacht. Die Konsequenz davon, dass du einen Fehler machst, ist nicht Hausarrest. Die Konsequenz von Fehlern, die immer relativ sind und im Auge des Betrachters liegen, ist, dass du mit dem Ergebnis klarkommen musst. Und wenn du Stellvertreter wählst, weil du deine Verantwortung abgeben willst, dann musst du mit dem Ergebnis klarkommen. Und das Ergebnis ist, dass jemand über dich herrscht und du dich ausgeliefert fühlst. Das ist nicht so, weil die Welt so ist, sondern weil du dich so entschieden hast. Da aber alle so tun, als gäbe es keine Alternativen und als müsste man der Masse folgen, weißt du gar nicht, dass das eine Entscheidung ist, die du treffen kannst. Außerdem wird dir ja gesagt, dass du dann ein schlechter Mensch bist und den Falschen zur Macht verhilfst. Den Falschen zur Macht verhilfst du nur, weil du dich selbst entmachtest. Denn jeder außer dir, der Macht über dein Leben hat, ist der Falsche. Eine politische Wahl ist nur der symbolische Ausdruck für unsere spirituelle Verwirrung. Es ist das Symptom, nicht die Ursache. Das kommt dabei heraus, wenn wir uns selbst vernachlässigen. Es ist die Unterlassung fürsorglichen Verhaltens uns selbst gegenüber. Der Versuch, deine Rolle in dieser Welt an andere abzugeben, sorgt für genau das Chaos, in dem wir uns befinden. Das Gegenteil einer Stellvertreterwahl ist Spiritualität. Deshalb wirft dich ein Lehrer auf dich selbst zurück. Echte Spiritualität ist keine Religion. Es gibt keinen Stellvertreter für dich. Es gibt nur dich und dein Erwachen zu der Tatsache, dass du nicht vertretbar bist.